Reuterbrücke

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Koordinaten: 50° 43′ 10″ N, 7° 6′ 50″ O

Reuterbrücke
Reuterbrücke
Reuterbrücke aus Richtung Bundeskanzlerplatz (1991)
Nutzung Straßenverkehr
Überführt Reuterstraße
Querung von Linksrheinische Bahnstrecke Köln−Koblenz, Kaiserstraße, Oskar-Walzel-Straße
Ort Bonn
Konstruktion Balkenbrücke
Baubeginn 1962
Fertigstellung 1964
Eröffnung 5. Mai 1964
Lage
Reuterbrücke (Nordrhein-Westfalen)
Reuterbrücke

Die Reuterbrücke ist eine Straßenbrücke im Süden Bonns.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ursprüngliche Reuterbrücke wurde unter Stadtbaurat Engelbert zwischen 1935 und 1937 erbaut.[1] Sie galt als eines der Vorzeigeprojekte des Nationalsozialismus in Bonn[2] und sollte dem stark angestiegenen Verkehr einen schienenfreien Bahnübergang im Süden der Stadt ermöglichen.[3] Ein Neubau der Reuterbrücke als Beton-Balkenbrücke wurde 1962 begonnen und am 5. Mai 1964 für den Verkehr freigegeben.[4]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Reuterbrücke markiert am Bundeskanzlerplatz die Grenze zwischen Bonner Südstadt und Kessenich. Sie überquert die linksrheinische Bahnstrecke Köln−Koblenz, Oskar-Walzel-Straße und die Kaiserstraße und verbindet Reuterstraße mit Adenauerallee/Willy-Brandt-Allee. Über die Reuterbrücke führt die Reuterstraße, die am Bundeskanzlerplatz in die Bundesstraße 9 mündet und diese mit der Bundesautobahn 565 verbindet. Unter der Brücke befindet sich im Osten ein Parkplatz.

Die zweispurigen Richtungsfahrbahnen werden jeweils über getrennte, eigene Brückenelemente geführt.

In unmittelbarer Umgebung der Brücke lag das Bonn-Center (im März 2017 gesprengt). Südlich der Brücke befand sich das einstige Autohaus Reuterbrücke, das nach dem Konkurs des Betreibers im Jahr 2011 im März 2015 abgebrochen wurde[5] und auf dessen Gelände bis 2017 eine Wohnanlage entstanden ist.[6][7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Reuterbrücke – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dietrich Höroldt: Die baugeschichtliche Entwicklung der Stadt Bonn 1815–1945. In: Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.): Bauen im Bonner Raum 49–69. Versuch einer Bestandsaufnahme. Reihe: Kunst und Altertum am Rhein, Führer des Rheinischen Landesmuseums Bonn. Nr. 21, Rheinland-Verlag, Düsseldorf 1969, S. 16–24 (hier: S. 22)
  2. Horst-Pierre Bothien: Bonn im Bombenhagel. 18. Oktober 1944. Wartberg, 2004, S. 4
  3. Edmund Gassner: Die städtebaugeschichtliche Entwicklung in Bonn. In: Entwicklung Großraum Bonn. (= Schriftenreihe des Deutschen Rates für Landespflege, Heft 28, Dezember 1977) S. 490–501, hier S. 498 (Digitalisat)
  4. Karl Gutzmer: Chronik der Stadt Bonn. Chronik-Verlag, Dortmund 1988, ISBN 3-611-00032-9, S. 229.
  5. Zwei neue Großbaustellen, General-Anzeiger, 18. März 2015
  6. Wohnen an der Reuterbrücke: Bauherr geht auf Anliegerwünsche ein, General-Anzeiger Bonn, 1. Juli 2014
  7. Garbe Immobilien-Projekte (abgerufen am 29. November 2017)