Richard A. Cloward

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Richard A. Cloward (* 25. Dezember 1926 in Rochester, New York; † 20. August 2001) war ein US-amerikanischer Soziologe, Kriminologe und Bürgerrechtler.

Cloward studierte an der Columbia University Sozialarbeit und Soziologie und arbeitete danach als Sozialarbeiter. Seit 1954 lehrte er an der Columbia University Sozialarbeit und nach seiner Promotion 1958 Soziologie. Cloward entwickelte gemeinsam mit Lloyd E. Ohlin die merton'sche Anomietheorie weiter und verknüpften sie mit der Subkulturtheorie. Nach ihrer Auffassung steigt die Kriminaitätswahrscheinlichkeit nicht allein aus Mangel an legitimen Mitteln zur Erreichung allgemein üblicher Ziele. Es komme entscheidend auch auf die Verfügbarkeit illegitimer Mittel an, die in Subkulturen eher zur Verfügung gestellt würden.

Cloward war ein bekannter Meinungsführer in US-amerikanischen Protest- und Bürgerbewegungen.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Delinquency and opportunity. A theory of delinquent gangs. Free Press, Glencoe, Illinois 1960 (mit Loyd Ohlin).
  • Poor people's movements. Why they succeed, how they fail. Pantheon Books, New York 1977 (mit Frances Fox Piven), ISBN 0394488407.
  • Regulating the poor. The functions of public welfare. 2. Auflage, Vintage Books, New York 1993 (mit Frances Fox Piven), ISBN 0679745165.
  • The breaking of the American social compact, New Press, New York 1997 (mit Frances Fox Piven), ISBN 1565843916.
  • Why Americans still don't vote. And why politicians want it that way. 2. Auflage, Boston 2000 (mit Frances Fox Piven), ISBN 0807004499.

Weblinks[Bearbeiten]