Richard Stumm

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen noch folgende wichtige Informationen:
Werke oder Veröffentlichungen
Hilf der Wikipedia, indem du sie recherchierst und einfügst.

Richard Stumm (* 1900 in Worms; † 1971 ebenda) war ein deutscher Kunstmaler und Grafiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ersten Weltkrieg, an dem er noch teilnehmen musste, studierte Stumm zunächst in Frankfurt am Main, anschließend an der Universität München Geschichte und Kunstgeschichte, wobei er insbesondere bei Heinrich Wölfflin Vorlesungen absolvierte. Seine künstlerische Ausbildung geht vornehmlich darauf zurück, dass ihn der durch seinen visionären Expressionismus bekannt gewordene Akademieprofessor Karl Caspar als Meisterschüler in sein Atelier aufnahm.[1] Seit 1920 war er Mitglied der katholischen Studentenverbindung KDStV Rheno-Franconia München.

Das Gesamtwerk von Richard Stumm zeichnet sich durch eine ungewöhnliche Vielseitigkeit der künstlerischen Felder wie auch der Techniken aus. So ist er nicht nur für seine Federzeichnungen und Aquarelle hervorgetreten, sondern auch als Maler, Plastiker und Grafiker tätig gewesen. Als Restaurator war er unter anderem an der Restaurierung der Wormser Liebfrauenkirche, dem Wormser Dom und der barocken Saalkirche in Mettenheim beteiligt.[1]

Stumm ist durch 50 Jahre hindurch auch zum Chronisten seiner Heimatstadt Worms geworden, deren Ansichten er auf einer Vielzahl seiner Werke darstellte. Die Richard-Stumm-Straße in Worms ist nach ihm benannt.[1]

In einem Porträt aus dem Jahre 1949 äußerte sich Richard Stumm wie folgt zu seinem Schaffen:

„Ich nehme alles als Maler. Philosophie, Literatur – alles das konnte und will ich niemals missen. Aber über allem steht mir die Malerei als Abbild des wahren Lebens, das ich voll und absolut bejahe. Anschluss an das Leben – das ist immer wieder Grundsatz meiner Arbeit.“

Richard Stumm ist der Vater des Marburger Künstlers Richard Stumm und Großvater des Schauspielers Fabian Stumm.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alt-Worms. Ein Stadtbild von Friedrich M. Illert, Kranzbühler Verlag 1925 (50 Federzeichnungen)
  • Denkschrift zum 100jährigen Bestehen der Städtischen Sparkasse Worms, Worms 1938 (Illustration und Buchgestaltung)
  • Wormser Skizzenbuch. Zeichnungen aus den Jahren 1945 bis 1947, Norberg Verlag 1948
  • Die alte Stadt: Bild und Schicksal der ehemals Freien Stadt Worms, Norberg Verlag 1950 (Federzeichnungen)
  • Ludwig Kramarczyk: Der Schlüssel, Gang durch Worms und seine Landschaft. Federzeichnungen von Richard Stumm, 80 Abbildungen, Worms 1970.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Der WormsgauRichard Stumm von Richard Wisser, Band 21, 2002, S. 103 ff.
  2. Wormser ZeitungKunstleben, nicht Kunstbetrieb – Der Maler Richard Stumm, 3./4. September 1949