Richard Thiele

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Richard Thiele (* 30. Dezember 1846 in Schwenda, Harz; † 11. August 1907 in Erfurt) war ein deutscher Pädagoge und Heimatforscher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Richard Thiele studierte Klassische Altertumswissenschaften und Germanistik. Nach der Promotion zum Dr. phil. 1869 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg schlug er die Lehrerlaufbahn ein. Er war Lehrer an den Franckschen Stiftungen in Halle, dann in Wesel und kommissarischer Schulleiter in Bochum. Vom 1. Oktober 1879 bis Ostern 1884 leitete er das Gymnasium Leopoldinum in Detmold, um dann die Leitung des königlichen Gymnasiums in Ratibor zu übernehmen.[1] Von 1892 bis zu seinem Tod wirkte er am Königlichen Gymnasium in Erfurt, ab 1893 als Schulleiter.

Thieles bedeutendste wissenschaftliche Leistung ist die Ausgabe der Ende der im 15. Jahrhundert entstandenen Chronik des Erfurter Geistlichen Konrad Stolle. Zudem verfasste er mehrere lateinische Schulbücher. Er war Mitglied in mehreren Fachorganisationen, war unter anderem Vizepräsident der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt.

Des Weiteren komponierte er 1886 den Marsch „Unsere Marine“.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Herausgeber: Memoriale-thüringisch-erfurtische Chronik von Konrad Stolle, Halle 1900.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wikisource: Richard Thiele – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fink, Hanns-Peter.: Leopoldinum : Gymnasium zu Detmold, 1602-2002. Aisthesis Verlag, Bielefeld 2002, ISBN 3-89528-365-7, S. 319.