Risikokind

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Als Risikokind oder noch häufiger (auch im deutschen Sprachraum) at-risk child oder child at risk, werden in der Soziologie Kinder bezeichnet, die der verstärkten Gefahr unterliegen sich negativ zu entwickeln. Damit ist meistens gemeint, dass sie zu Drogen greifen, kriminell werden oder in der Schule nur geringe Qualifikationen erwerben, sozialarbeiterisch also deviant werden.

Bei Jugendlichen spricht man von Risikojugendlichen, at-risk youth oder auch youth at risk.

Risikogruppen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Risikokindern zählen:

Fachliche Kritik an diesem Begriff[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wird diskutiert, ob in der Begriffswahl des Risikokindes oder Risikojugendlichen nicht schon eine Zuschreibung im Sinne eines erblich angelegten Risikos stattfindet. Das soziale Problem ist also meist nicht der Risikoträger Risikokind/Risikojugendlicher, sondern auch und vor allem in der Umwelt und Sozialpolitik begründet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stephan Ellinger, K. Koch, Joachim Schroeder: Risikokinder in der Ganztagsschule. W. Kohlhammer, Stuttgart 2007.
  • Stephan Ellinger: Risikofaktoren des weiteren sozialen Umfeldes. In: B. Gasteiger-Klicpera, H. Julius, C. Klicpera (Hrsg.): Sonderpädagogik der sozialen und emotionalen Entwicklung. Hogrefe, Göttingen 2007. (Handbuch der Sonderpädagogik Bd. 3), S. 112–127.
  • Bernhard Meyer Probst: Von der Geburt bis 25. Was wird aus Risikokindern?. In: Christoph Leyendecker, Tordis Horstmann (Hrsg.): Frühförderung und Frühbehandlung. Wissenschaftliche Grundlagen, praxisorientierte Ansätze und Perspektiven interdisziplinärer Zusammenarbeit. Heidelberg 1997.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Child at Risk! – Kind! Gefährdet! Download am 6. Dezember 2007
  2. LebenshilfeDuisburg Download am 6. Dezember 2007
  3. 27% sind Risikokinder Download am 6. Dezember 2007
  4. Michael Klein und Martin Zobel: Prävention und Frühintervention bei Kindern aus suchtbelasteten Multiproblemfamilien (1996–1999) (abgerufen 20. Januar 2008)