Rittergut Bockerode

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Rittergut Bockerode, im Hintergrund der Osterwald

Das Rittergut Bockerode ist ein Rittergut im Calenberger Land. Es ist Teil der Stadt Springe. Es liegt südöstlich des Ortes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sandsteinernes Eingangstor von 1722 an der Straße Gut Bockerode
Wappen von Jobst Gabriel Bock v. Wülfingen und Friedrica Jullieana v. Veltheim
Neues Gutshaus

Das nahe dem Deister gelegene Gut befand sich seit mindestens Anfang des 16. Jahrhunderts im Besitz der mit den in der Region gleichfalls begüterten Grafen von Hallermund verschwägerten Familie Bock von Wülfingen. Bartold Bock von Wülfingen, ein Lehnsmann des Bischofs von Hildesheim, wurde am 28. April 1500 durch Herzog Erich I. zu Braunschweig und Lüneburg mit dem Schloss zu dem Roede samt Zubehör belehnt. 1557 wird Brun Bock tho der Bockerode genannt. Dessen Bruder Wulbrand verschrieb seiner Ehefrau Meta Bock von Nordholz das Haus zum Rode zur Leibzucht.

Das heutige Herrenhaus in Fachwerkbauweise wurde wohl 1736 auf den Grundmauern des durch einen Brand zerstörten Schlosses errichtet. Es ist ein zweigeschossiges, sechsachsiges Haus mit einem Krüppelwalmdach, das Mitte des 18. Jahrhunderts um zwei Giebel und 1920/21 um einen Anbau vergrößert wurde. Auf dem Gut steht noch ein neues Herrenhaus aus dem Jahr 1868. Um das Herrenhaus gruppieren sich der Wirtschaftshof, die Gärtnerwohnung und andere Zweckbauten. Der Wirtschaftshof und große Teile des Grundbesitzes wurden nach dem Zweiten Weltkrieg verkauft.

Die Gutsanlage steht insgesamt unter Denkmalschutz.[1]

2006, 2010, 2014 und 2018 fand auf dem Gut die internationale Landwirtschaftsausstellung PotatoEurope statt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jürgen Huck: Zur älteren Geschichte von Bockerode. In: Springer Jahrbuch 2012, S. 61–68
  • Victor Jürgen von der Osten: Die Rittergüter der Calenberg-Grubenhagenschen Landschaft. Hannover 1996, S. 32f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Rittergut Bockerode – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Henner Hannig (Bearb.) et al., Gerd Weiß, Walter Wulf (Red.): Springe-Mittelrode, in: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Niedersachsen, Band 13.1: Landkreis Hannover, hrsg. von Hans-Herbert Möller, Niedersächsisches Landesverwaltungsamt – Institut für Denkmalpflege, Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig 1988, ISBN 3-528-06207-X, S. 158f., 278f.; sowie Mittelrode/Stadt Springe, o.a.O., S. 306

Koordinaten: 52° 12′ 3,3″ N, 9° 39′ 58,5″ O