Springe

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Springe (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Springe
Springe
Deutschlandkarte, Position der Stadt Springe hervorgehoben
Koordinaten: 52° 13′ N, 9° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Region Hannover
Höhe: 107 m ü. NHN
Fläche: 159,78 km²
Einwohner: 28.378 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 178 Einwohner je km²
Postleitzahl: 31832
Vorwahlen: 05041, 05044, 05045
Kfz-Kennzeichen: H
Gemeindeschlüssel: 03 2 41 017
Stadtgliederung: 12 Ortsteile bzw. Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Auf dem Burghof 1
31832 Springe
Webpräsenz: www.springe.de
Bürgermeister: Christian Springfeld (FDP)[2]
Lage der Stadt Springe in der Region Hannover
Region Hannover Niedersachsen Wedemark Burgwedel Neustadt am Rübenberge Burgdorf Uetze Lehrte Isernhagen Langenhagen Garbsen Wunstorf Seelze Barsinghausen Sehnde Hannover Gehrden Laatzen Wennigsen Ronnenberg Hemmingen Pattensen Springe Landkreis Hameln-Pyrmont Landkreis Schaumburg Landkreis Nienburg/Weser Landkreis Heidekreis Landkreis Celle Landkreis Peine Landkreis Gifhorn Landkreis HildesheimKarte
Über dieses Bild
Verkehrsanbindung von Springe
Springe als Merian-Stich um 1650

Springe ist eine Stadt bzw. selbständige Gemeinde mit rund 30.000 Einwohnern in der Region Hannover.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt an der Deisterpforte, einem flachen Talpass zwischen den südlichen Ausläufern des Deisters und dem Kleinen Deister. In der Deisterpforte entspringt der Fluss Haller, der der Stadt Springe ihren mittelalterlichen Namen Hallerspring gab.

Die beiden Quellen der Haller sind am Raher Berg in dem Flurstück Am Spielbrink auf der Höhe 123,2 m ü. NN in einer Wassergewinnungsanlage der Wasserversorgungsgesellschaft Purena erschlossen; die Purena[3] ist ein Beteiligungsunternehmen der E.ON Avacon. Die Hallerbrunnen fördern Quellwasser aus dem zum Teil verkarsteten Korallenoolith des Malm, das durch Zuflüsse aus den rund 15 m mächtigen quartären Lockergesteinen ergänzt wird. Das geförderte Wasser ist leicht alkalisch und weist erhöhte Karbonathärte auf. Die Quellen werden für die Trinkwasserversorgung der Stadt Springe genutzt; ihre Schüttung beträgt etwa 0,5 Millionen m³ pro Jahr.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 1. Oktober 2014

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Springe grenzt im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden, an Barsinghausen, Wennigsen (Deister), Ronnenberg, Hemmingen und Pattensen (Region Hannover), an Nordstemmen und Elze (Landkreis Hildesheim), sowie an Salzhemmendorf, Coppenbrügge und Bad Münder (Landkreis Hameln-Pyrmont).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Springe wurde 1013 erstmals als Hallerspringe urkundlich erwähnt. In einer Grenzbeschreibung des Bistums Hildesheim, die als undatierte Abschrift überliefert ist, nach Form und Inhalt aber dem ausgehenden 10. Jahrhundert zugewiesen werden muss, wird Springe unter dem Namen Helereisprig erwähnt. Die Grafen von Hallermund errichteten nach dem Verlust ihrer Burg Hallermund am Kleinen Deister an die Welfen 1282 ein festes, burgähnliches Haus an der heutigen Stelle von Springe. Von diesem neuen Herrschaftssitz aus verwalteten sie ihre Grafschaft. Vermutlich entstand dadurch Springe als Neuanlage. Die Einrichtung des gräflichen Sitzes und die Befestigung des Ortes führten im 13. Jahrhundert zur Erlangung der Stadtrechte. Während des Mittelalters war Springe Stammsitz der Grafen Hallermund und ihrer Nachfolger, einer Seitenlinie der Grafen von Kevernburg. Aus deren Herrschaftsgebiet ergab sich später das Amt Springe und nach verschiedenen Umbenennungen und Erweiterungen im Jahre 1884 der Kreis Springe.

Mit dem Ausgang des 10. Jahrhunderts tauchen in Urkunden die ersten Ortsnamen der heute zu Springe gehörenden Stadtteile auf, und bis zum Jahre 1300 sind alle heute bestehenden Dörfer und Städte urkundlich erwähnt.

Die Entstehung und das Wachstum des Ortes hängen eng mit seiner verkehrsgünstigen Lage an der Deisterpforte zusammen. Hier ist die Grenze zwischen dem Flachland und dem Bergland, in das die Deisterpforte hineinführt. Außerdem liegt der Ort auf der Wegesmitte zwischen den wirtschaftlichen Schwerpunkten Hannover und Hameln. Diese günstige Lage entfaltete jedoch erst mit dem „Chaussee-Ausbau“ der heutigen B 217 im 18. Jahrhundert und mit der Fertigstellung der Eisenbahnlinie Hannover-Altenbeken im Jahre 1872 ihre Wirkung.

Eine stetige Entwicklung zu einer Mittelstadt setzte nach Beendigung des Ersten und besonders des Zweiten Weltkrieges ein (1933 = 3.912 Einwohner). Bis zur Kreisgebietsreform, die am 1. März 1974 in Kraft trat, war Springe die Kreisstadt des Landkreises Springe. Danach gehörte Springe zum Landkreis Hannover, der am 1. November 2001 in der heutigen Region Hannover aufgegangen ist. Heute wohnen in der Kernstadt Springe etwa 13.000 Einwohner.

Bis zum 31. Dezember 2004 gehörte Springe zum ehemaligen Regierungsbezirk Hannover, der wie die übrigen niedersächsischen Regierungsbezirke aufgelöst wurde.[4]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige Stadt Springe ist am 1. März 1974 aus dem Zusammenschluss der Gemeinden Alferde, Altenhagen I, Alvesrode, Bennigsen, Boitzum, Gestorf, Holtensen, Lüdersen, Mittelrode und Völksen sowie den Städten Springe und Eldagsen entstanden.[5] Durch die Gebietsreform verlor die Stadt Eldagsen ihre im 13. Jahrhundert verliehenen Stadtrechte und ist heute der drittgrößte Ortsteil der Stadt Springe. Nach Protesten der Eldagser Bevölkerung erhielt der Stadtteil seine städtischen Namensrechte zurück und schmückt sich mit dem offiziellen Titel „Stadt Eldagsen, Stadtteil der Stadt Springe“.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mehrheit der Bevölkerung in Springe ist evangelisch (73 %) und in den beiden evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden, St. Andreas mit der historischen Kirche im Stadtzentrum und St. Petrus mit der modernen Kirche im Nordwesten der Stadt, organisiert. Die Kirchengemeinden gehören zum Kirchenkreis Laatzen-Springe mit Sitz in Pattensen, zu ihnen gehört auch der Waldkindergarten. Die Landeskirchliche Gemeinschaft Springe hat ihren Gemeinschaftsraum an der Burgstraße, ihre Anfänge gehen auf das Jahr 1907 zurück.

Die katholischen Christen (13 %) versammeln sich in der Christ-König-Kirche am Erzbischof-Joseph-Godehard-Platz.[6] Sie wurde 1980 errichtet, ausgeführt als turmloser Zentralbau, als Nachfolge für eine gleichnamige bereits 1951 errichtete Kirche. Ihre Pfarrgemeinde gehört zum Dekanat Hannover.

Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) nutzt nach jahrzehntelangem Provisorium seit 1998 die selbst erbaute Kreuzkirche an der Jägerallee.[7]

Seit 1931 gibt es eine neuapostolische Gemeinde, die sich in der 1967 eingeweihten Kirche an der Straße Im Sieke versammelt. Im Jahr 2005 erfolgte die Fusion mit den Gemeinden Springe-Altenhagen und Bad Münder, woraufhin die Kirche umgebaut und erweitert wurde. Die Gemeinde gehört zum Kirchenbezirk Hannover-Südwest.

Die Gemeinschaft Christi ist seit 1947 in Springe vertreten und besitzt seit 1971 an der Straße Im Reite ein Kirchengebäude. Seit September 2005 befindet sich ein Königreichssaal der Zeugen Jehovas in der Rathenaustraße im Industriegebiet.

Das Lutherheim, am nördlichen Ende der Jägerallee gelegen, ist eine christliche Tagungsstätte.

Weitere evangelische und katholische Kirchen befinden sich in zu Springe eingemeindeten Ortschaften.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2011[8][9]
Wahlbeteiligung: 58,6 % (2006: 52,4 %)
 %
50
40
30
20
10
0
40,9 %
36,8 %
15,3 %
3,1 %
2,4 %
1,4 %
n. k.
FWS
LINKS g
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-3,0 %p
-5,8 %p
+8,5 %p
+3,1 %p
-3,9 %p
+1,4 %p
-0,5 %p
FWS
LINKS g
Anmerkungen:
g 2006: DAS LINKSBÜNDNIS
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer

Rat der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtrat von Springe setzt sich aus 36 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen. Die Sitzverteilung nach der Kommunalwahl am 11. September 2011[10] (und zum Vergleich nach der Kommunalwahl 2006):

CDU SPD GRÜNE FDP LINKE FWS Gesamt
2011 13 13 7 1 1 1 36 Sitze
2006 15 16 3 2 36 Sitze

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt Aktivitäten mehrerer Nachwuchsorganisationen der Parteien, hier sind unter anderem die Junge Union oder die Jusos in Springe zu nennen. Daneben sind zahlreiche Jugendverbände wie beispielsweise Evangelische Jugend, Jugendfeuerwehr, Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder, Deutsches Jugendrotkreuz, Sportjugend und Entschieden für Christus aktiv.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerschaften gibt es mit

Eine Städtefreundschaft gibt es mit

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Springer Stadtwappen stellt nach neuerer Deutung die drei Quellen der Haller dar, die unweit Springes am Fuße des Kleinen Deisters, in der Deisterpforte, entspringt. In den drei Winkeln des Wappens sieht man je eine fünfblättrige Rose, das Schild- und Siegelzeichen der ab dem 12. Jahrhundert bestehenden Grafschaft Hallermund.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Rande des Sauparks steht das „Jagdschloss Springe“. Es entstand in den Jahren 1836 bis 1842[11] nach Plänen des Hofbaumeisters Georg Ludwig Friedrich Laves zunächst als eingeschossiger Bau und wurde später aufgestockt. Bis 1912 folgten weitere Forst- und Jagdgebäude, darunter rechts und links des Schlosses zwei Kavaliershäuser. Das Jagdschloss war der Ausgangspunkt für herrschaftliche Jagden des hannoverschen Königshauses. 1965 gelangten die Bauten in den Besitz der niedersächsischen Landesforstverwaltung. Um 1990 wurde das Erdgeschoss aufwendig renoviert, wobei in zwei prunkvollen Sälen der klassizistische Stil wiederhergestellt wurde. Heute kann das Schloss besichtigt werden. Teile des Gebäudes können für Veranstaltungen gemietet werden. Als Niederlassung des Springer Standesamtes sind auch Trauungen möglich. Im Erdgeschoss beherbergt das Schloss ein Jagdmuseum. In den Obergeschossen ist eine Ausbildungsstätte der Landesjägerschaft Niedersachsen untergebracht.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Märzenbecher im Elmschebruch zwischen dem Saupark und Eldagsen.

Der Saupark ist ein etwa 14 km² großes Waldgebiet, das größtenteils auf den Höhenzügen Kleiner Deister und Nesselberg liegt. Das Gebiet wurde seit Mitte des 17. Jahrhunderts von den hannoverschen Königen als Jagdrevier genutzt und zu diesem Zweck 1840 mit einer 16 km langen Kalksteinmauer umzogen. Der Park ist ein umschlossenes Wildgehege, in dem viele Wildtierarten leben. Der Waldbestand des Sauparks ist ein alter Laubmischwald aus Buchen und Eichen. Daneben überwiegen bei den Nadelhölzern die Fichten. Auch gibt es eine Kastanienallee. Diese wird Kaiserallee genannt, da der frühere Kaiser mit seiner Kutsche vom Bahnhof in sein Jagdschloss fuhr. Neben Felswänden, Höhlen, Hügelgräbern, Quellen und Wildwiesen gibt es hier noch zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten.

Im nordöstlichen Teil des Sauparks liegt das 90 ha große Wisentgehege Springe, in dem Besucher neben Wisenten etwa 100 heimische Wildtierarten beobachten können.

Burgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bereich des heutigen Stadtgebiets liegen noch Reste von drei frühgeschichtlichen Wallburgen. Die älteste ist die Barenburg im Osterwald oberhalb des Klosters Wülfinghausen bei Eldagsen. Nahe dem Ortsteil Altenhagen I liegen auf einem Ausläufer des Höhenzuges Nesselberg die Reste der Kukesburg, einer früheren Ringwallanlage. Die Verteidigungsanlage entstand zu verschiedenen Zeiten, wobei die älteste Bauphase im 3. Jahrhundert v. Chr. vermutet wird. Als drittes ist die Bennigser Burg an der Ostseite des Deisters zu nennen. Diese Burgen waren nie dauerhaft bewohnt, sondern dienten der Bevölkerung in Zeiten der Gefahr als Fliehburg.

An der Ostseite des Kleinen Deisters innerhalb des Sauparks liegt auf einer vorgeschobenen Bergkuppe die 1435 geschleifte Burg Hallermund, von der noch einige Steinreste vorhanden sind.

Naturschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zigeunerwäldchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südwestecke vom Naturschutzgebiet „Zigeunerwäldchen“
Hauptartikel: Zigeunerwäldchen

Das Zigeunerwäldchen (offizielle Schreibweise: Ziegeunerwäldchen, z.B. in der Verordnung zum Naturschutzgebiet)[12][13], ist ein Naturschutzgebiet in der niedersächsischen Stadt Springe in der Region Hannover. Das Naturschutzgebiet mit dem Kennzeichen NSG HA 115 ist 15 Hektar groß. Es ist größtenteils vom Landschaftsschutzgebiet „Hallerniederung“ umgeben. Das Gebiet steht seit dem 18. Dezember 1986 unter Naturschutz. Zuständige untere Naturschutzbehörde ist die Region Hannover. Das Naturschutzgebiet liegt zwischen den Springer Stadtteilen Eldagsen und Gestorf am Fuße des Abrahams. Es stellt ein Teilstück der Niederung der Haller, einem Nebenfluss der Leine, unter Schutz. Der größtenteils naturnahe Waldrest ist heute ungenutzt, jedoch noch durch frühere Nutzung beeinflusst. Weiden und ein hoher Anteil an Baumpilzen prägen den Waldbestand, in dem sich recht viel liegendes und stehendes Totholz befindet. Auf sumpfigen Lichtungen wachsen ausgedehnte Röhrichtbestände und Großseggenrieder. Im Westen und Süden sind Grünlandbereiche in das Naturschutzgebiet einbezogen. Das Naturschutzgebiet grenzt größtenteils an ackerbaulich genutzte Flächen. Die Niedersächsische Landgesellschaft erwarb das Naturschutzgebiet Zigeunerwäldchen für einen Flächenpool. Es wurde auf den Verein Biotop-Management-Initiative e. V. übertragen.

NABU-Stiftung Springe Naturlandschaft Deister und Haller[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2012 hat der Nabu-Ortsverein Springe eine eigene Stiftung, die mit einem Stiftungskapital von 25.000 Euro und 16 Grundstücken gegründet wurde. Ziel der Stiftung ist es den Naturschutz in Springe nachhaltig zu gestalten. Das Herzstück der Projekte ist das Zigeunerwäldchen. Der Nabu hat das Grundstück 1983 gekauft; 1986 wurde es zum Naturschutzgebiet. Die Erträge aus dem Kapital werden für die Pflege der bestehenden Grundstücke und zum Erwerb neuer Flächen genutzt. Dabei versuchen die Ehrenamtlichen so viele Pflegemaßnahmen wie möglich in Eigenleistung zu bewältigen. Ein Ziel der Stiftung ist die Renaturierung der Haller und die Bildung eines Seitenarms der Haller, der die Stromgeschwindigkeit drosselt und dadurch Lebensraum für weitere Tier- und Pflanzenarten schafft. Ein Ziel der Nabu-Mitglieder ist es, die an das Zigeunerwäldchen angrenzenden Flächen zu erwerben, um mit Hecken und Grünzügen Verbindungen zum Hallerburger Holz, dem Jeinser Holz, Stude und Horn an der B 3 zu bilden.[14]

Google Impact Challenge 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen des "Google Impact Challenge 2016" erhielt die NABU-Stiftung Springe 2016 ebenso wie neunundneunzig andere Gewinner einen Gewinn in Höhe von 10.000 € für das folgende Projekt: Die NABU-Stiftung Springe[15] möchte eine interaktive Landkarte der Naturlandschaft Deister und Haller erstellen. Ziel ist es, die vielen betreuten Naturschutzprojekte wie die Nistkästen oder das NSG Zigeunerwäldchen einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, ohne dass die Natur durch zu viele Besucher gestört wird. Besucher können sich so frei durch die Landschaft bewegen und zu bestimmten Punkten interaktive Inhalte wie Fotos und Texte abrufen. Auch alle brütenden Tierarten werden vorgestellt.

Ausstellung "Naturparadies Zigeunerwäldchen"[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellung des NABU Springe vom 14.06.2016 bis Anfang August 2016 in der Stadtbibliothek Springe: "Naturparadies Zigeunerwäldchen".[16]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachtwächterfigur als Wegweiser in der Altstadt

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Firma Paulmann Licht hat ihren Sitz in Springe, Stadtteil Völksen. Das DRK betreibt in Springe den Blutspendedienst für weite Teile Norddeutschlands. Die Firma BINOS entwickelt in Springe Maschinen zur Herstellung von Faserplatten. Der zu Klampen Verlag hat seit 2003 seinen Hauptsitz in Springe.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Springe erscheinen zwei Tageszeitungen. Zum einen ist es der Deister-Anzeiger der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und der Neuen Presse. Der Deister-Anzeiger gehört zur Verlagsgesellschaft Madsack und betreibt auch einen Lokalradiosender im Internet, das sogenannte Deistercharts-Radio. Zum anderen erscheint in Springe die Neue Deister-Zeitung des Verlags J. C. Erhardt GmbH.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sitz des DRK Rettungsdienstes in der Region Hannover
  • Hallenbad Springe
  • Freibäder in Altenhagen I, Bennigsen und Eldagsen
  • Tennisanlagen, Minigolf, Bouleplätze, Beach-Volleyball, Skateanlage
  • Wisentgehege Springe

Bildung und Soziales[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museum auf dem Burghof
  • Stadtbibliothek Springe
  • Museum auf dem Burghof
  • Fußballmuseum Springe (Sportsammlung Saloga e. V.)
  • Berufsbildende Schulen Springe
  • Otto-Hahn-Gymnasium
  • Heinrich-Göbel-Realschule (Die frühere Geschwister-Scholl-Realschule wurde in die Heinrich-Göbel-Realschule integriert.)
  • Gerhart-Hauptmann-Schule (Hauptschule mit Ganztagsangebot)
  • Peter-Härtling-Schule (Förderschule, Schwerpunkt Lernen)
  • Janusz-Korczak-Schule (Förderschule, Schwerpunkt Geistige Entwicklung)
  • Grundschulen in den Ortsteilen Springe (2), Altenhagen I, Völksen, Bennigsen, Gestorf, Eldagsen
  • 16 Kindertagesstätten für Kinder von 0–14 Jahren (Krippe, KiGa, Hort, Familiengruppen) mit Waldkindergarten
  • Bildungszentrum des Einzelhandels Niedersachsen (BZE)
  • Studienzentrum Springe der SRH FernHochschule Riedlingen
  • Bildungs- und Tagungszentrum Heimvolkshochschule Springe (vom Land Niedersachsen anerkannte Heimvolkshochschule)
  • Energie- und Umweltzentrum am Deister
  • Gehegeschule im Wisentgehege
  • Jägerlehrhof Jagdschloss Springe
  • Lehrgangswerk Haas (Steuerfachschule)
  • Musikschule Springe
  • Norddeutsche Kältefachschule
  • Volkshochschule Calenberger Land

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Springe liegt an der Bundesstraße 217.

Im Stadtgebiet liegen die Bahnhöfe Springe, Völksen/Eldagsen und Bennigsen. Sie befinden sich an der Bahnstrecke Hannover–Altenbeken und werden von der S-Bahnlinie 5 PaderbornHamelnHannover HbfHannover Flughafen bedient.

Die RegioBus Hannover betreibt in Springe die Stadtbuslinie 301 sowie mehrere Linien, die über das Stadtgebiet hinaus führen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Glühlampendenkmal für Heinrich Göbel oberhalb von Springe
Angebliches Geburtshaus Heinrich Göbels

Personen, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Türcke (1915–1998), Forstmann und Jagdwissenschaftler, leitete von 1957 bis 1978 das Forstamt Saupark und war Naturschutzbeauftragter der Stadt

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fr. Brinckmann: Das Lager bei Nordstemmen während der Concentrirung des 10. Bundes-Armee-Corps im Jahre 1858. Bilder und Humoresken aus dem Lagerleben. Hannover: Schlüter’sche Hofbuchdruckerei, 1858
  • Wilhelm Hartmann: Geschichte der Stadt Springe am Deister. Springe am Deister, 1954
  • Günter Haupt: Springe in alten Ansichten. Mit Abbildungen von Springe, Saupark und Eldagsen. Europäische Bibliothek, Zaltbommel (Niederlande) 1978
  • Hans-Christian Rohde: Wir sind Deutsche mit jüdischer Religion. Geschichte der Juden in Eldagsen und Springe, Bennigsen, Gestorf, Völksen. (= Hallermunter Schriften, Bd 2), Springe: Museum auf dem Burghof e.V., 1999.
  • Eike Rehren: Gedemütigt und ausgebeutet. Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter in Stadt und Landkreis Springe 1939–1945. Hallermunter Schriften 3. Museum auf dem Burghof e.V., Springe 2009. ISBN 978-3-00-028749-7
  • Helmut Busse: 40 Jahre Museum in Springe. 1969–2009. Geschichte und Geschichten in einer Zeittafel. Einst Kornspeicher - heute kultureller Mittelpunkt, Springe: Museum auf dem Burghof, 1999
  • Hans-Cord Sarnighausen: Kurhannoversche Amtsjuristen von 1692 bis 1866 in Springe. In: Springer Jahrbuch 2014 für die Stadt und den Altkreis Springe. Hrsg.: Förderverein für die Stadtgeschichte von Springe e.V., Springe 2014, Seite 69–89.
  • Karl Schaper (Hrsg.), Wilhelm Netzel (Bearb.): Kleine Geschichte der Stadt Springe, Springe, 2012

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Springe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Springe – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Ergebnis Bewerber Springe (vorläufiges Ergebnis). Abgerufen am 31. Januar 2016.
  3. Netzgebiet von Purena.
  4. Blazek, Matthias: Von der Landdrostey zur Bezirksregierung – Die Geschichte der Bezirksregierung Hannover im Spiegel der Verwaltungsreformen, Stuttgart 2004, ISBN 3-89821-357-9.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 203.
  6. Niedersächsisches Landesamt für Statistik-Online. Abgerufen am 3. Januar 2007.
  7. EFG-Springe
  8. http://www.wahl.hannit.de/index.php?site=right/ergebnis&wahl=775&gebiet=17&typ=3&stimme=1
  9. http://www.wahl.hannit.de/index.php?site=right/ergebnis&wahl=645&gebiet=17&typ=3&stimme=1
  10. Hannoversche Allgemeine, 12. September 2011
  11. Jagdschloss Springe, landesforsten.de, 12. Februar 2007.
  12. http://cms2.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=8062&article_id=39507&_psmand=26 Naturschutzgebiet "Ziegeunerwäldchen" beim NLWKN
  13. http://cms2.niedersachsen.de/naturschutz/schutzgebiete/einzelnen_naturschutzgebiete/44602.html?_psmand=26 Verordnung zum NSG
  14. Nabu-Stiftung betreibt Naturschutz vor Ort.
  15. NABU Stiftung Springe
  16. Stadtbibliothek Springe: Ausstellung: "Naturparadies Zigeunerwäldchen"