Rkaziteli

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‘Rkaziteli’
Synonyme siehe Abschnitt Synonyme
‘Rkaziteli’
Art Edle Weinrebe (Vitis vinifera subsp. vinifera)
Beerenfarbe grüngelb
Verwendung
Herkunft Georgien
VIVC-Nr. 10116
Liste von Rebsorten
Rkaziteli-Trauben

‘Rkaziteli’ (georgisch რქაწითელი) ist eine autochthone Weißweinsorte, die wie die Sorte Saperawi aus der Region Kachetien am Fuße des Kaukasus im OstenGeorgiens stammt.

Herkunft, Verbreitung[Bearbeiten]

In der Nähe der Stadt Wani fand man 5000 Jahre alte Tonkrüge mit Kernen dieser Rebsorte. In der ehemaligen Sowjetunion war sie laut Jancis Robinson die häufigste Rebsorte. Nach einem unter Gorbatschow beschlossenen Rebenrodungs-Programm Mitte der 1980er-Jahre verringerte sich die Rebfläche der Rkaziteli deutlich. Anfang der 1990er Jahre waren noch etwa 48.000 Hektar bestockter Fläche auf dem damaligen Territorium der Sowjetunion (2010 702 ha) . 2010 gibt es in Georgien 25.324 ha, in Moldawien 11.508 ha, in Ukraine 11.552 ha, in Armenien 2.469 ha, in Bulgarien 3.121 ha, Kazakhstan 3552 ha. Kleineren Anbauflächen gibt es in Rumänien, Russland und Kroatien. Der weltweite Bestand lag 2010 bei 58.641 ha.
Der Name Rkaziteli bedeutet übersetzt etwa „Roter Stängel“ (რქა, rka = Stängel, Spross, Trieb; წითელი, ziteli = rot).

Wein[Bearbeiten]

Während nach internationalem Geschmack strohgelbe frische Weine gekeltert werden, lieben die Georgier eher einen eher oxidativ geprägten schweren Weinstil. Generell kann der Wein einige Jahre gelagert werden. Außerdem eignet sich die Sorte zum Ausbau von Dessertweinen sowie zur Herstellung von Weinen im Stil eines Sherry. Einer der bekanntesten georgischen Traditionsweine, der eher leichte und fruchtige Zinandali ist ein Verschnitt, der 85 % Rkaziteli enthält.[1]

Synonyme[Bearbeiten]

‘Andreuli Tetri’, ‘Andreuly Tetry’, ‘Asangluri’, ‘Boudachouri’, ‘Budashuri’, ‘Budashuri Korolyok’, ‘Budasuri’, ‘Dedai Rkacitelli’, ‘Dedali’, ‘Dedali Rkaciteli’, ‘Dedali Rkatiteli’, ‘Dedali Rkatsiteli’, ‘Dedali Rkatsitelli’, ‘Dedeli Rkaziteli’, ‘Gratiesti’, ‘Grousinskii’, ‘Grouzinsky’, ‘Grunzinski Rkaciteli’, ‘Gruzinski’, ‘Gruzinskii’, ‘Gruzinszkue Rkatsitelli’, ‘Kakhoura’, ‘Kakoura’, ‘Kakura’, ‘Khangluri’, ‘Khanlug’, ‘Korolek’, ‘Koroliok’, ‘Koroliok Rkaciteli’, ‘Koroliok Rkatiteli’, ‘Koroliok Rkatsitelli’, ‘Kukoura’, ‘Kukura’, ‘Kurkura’, ‘Mamali Rkatsiteli’, ‘Mamali Rkatsitelli’, ‘Mamali Rkaziteli’, ‘Mamami Erkaciteli’, ‘Mamoli Rkaciteli’, ‘Mamoli Rkatsitelli’, ‘Rca Tziteli’, ‘Rcaciteli’, ‘Rcatzitelli’, ‘Rcaziteli’, ‘Rka Tziteli’, ‘Rkachiteli Bianco’, ‘Rkaciteli’, ‘Rkaciteli Bijeli’, ‘Rkasiteli’, ‘Rkatchiteli’, ‘Rkatiteli’, ‘Rkatsiteli Dedali’, ‘Rkatsiteli Gialo’, ‘Rkatsiteli Mamali’, ‘Rkatsitely’, ‘Rkatziteli’, ‘Rkatziteli 48’, ‘Rkatziteli Gelb’, ‘Rkatziteli Giallo’, ‘Rkatzitelli’, ‘Rkatzitelli Giallo’, ‘Rkaziteli’, ‘Rkazititeli’, ‘Rothhoelzer’, ‘Ruzinskii’, ‘Tapolek’, ‘Topolek’, ‘Topoliok’, ‘Topolyok’, ‘Zweiabazer’

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Ambrosi, Bernd H. E. Hill, Erika Maul, Ernst H. Rühl, Joachim Schmid, Fritz Schumann: Farbatlas Rebsorten. 300 Sorten und ihre Weine. 3., vollständig neu bearbeitete Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-8001-5957-4.
  • Pierre Galet: Dictionnaire encyclopédique des cépages. Hachette, Paris 2000, ISBN 2-01-236331-8.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans Ambrosi, Bernd H. E. Hill, Erika Maul, Ernst H. Rühl, Joachim Schmid, Fritz Schumann: Farbatlas Rebsorten. 300 Sorten und ihre Weine. 3., vollständig neu bearbeitete Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-8001-5957-4.