Roland Muri

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Roland P. Muri (* 29. September 1959 in Bern) ist ein Schweizer Maler.

Er wurde als Sohn des Jongleurs «Murando» (Cirque Medrano und Cirque d’hiver, Paris) und einer Mutter mit amerikanischen Wurzeln (Dubuque, Iowa) geboren. Muri wuchs als mittleres von fünf Kindern in Bern, Paris und Monaco auf.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abschluss der Schulzeit besuchte Muri die Kunstgewerbeschule in Bern (6 Semester), anschliessend reiste er für drei Jahre nach Genf, um eine Ausbildung zum Restaurator für polychrome Fassungen und Tafelbilder zu absolvieren. 1985 musste er diese Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Er absolvierte ein Studium der Finanzwirtschaft mit Diplomabschluss und arbeitete anschliessend bei einer Schweizer Grossbank. 1996 gab er diese Tätigkeit auf, um sich vollumfänglich der Kunst zu widmen. Ergänzende Studien an der Schule für Gestaltung in Bern (Serigrafie), der Hochschule der Künste Bern (Lithografie) und der Internationalen Sommerakademie Salzburg (Malerei). Seit 1998 stellt Muri regelmässig international aus. Sein Hauptatelier befindet sich in Paris; des Weiteren unterhält er Ateliers in Bern, Los Angeles und Berlin.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roland Muri bezeichnet seine Arbeiten als Popexpressionismus.[1] «Der Popexpressionismus bedient sich einerseits der Werbeästethik der Pop Art und andererseits der emotionalen, intuitiven Ausdruckskraft des abstrakten Expressionismus mit Inhalt.» Muri arbeitet in Werkgruppen, die jeweils ein festes Thema bilden.

Seine Hauptthemen sind: die Flaggenbilder, Hommage à Picasso, Comics, die Goten, Blumen, Stillleben, Akt, Ikonen, Kinderland und Geschichtenbilder. Neben den Arbeiten auf Leinwand in Öl und Acryl schuf Muri grössere Werkgruppen von Fotoarbeiten, Zeichnungen, Serigrafien und Lithografien.

Beim Umzug seines Hauptlagers 2009 hat Muri seine Papierarbeiten (Fotos, Zeichnungen, Serigrafien und Lithos) vernichtet.[2] Damit beschränkt sich das künstlerische Werk Muris, das sich heute in privaten sowie öffentlichen Sammlungen (USA, Deutschland, Italien, Schweiz, Frankreich, Österreich, Japan, China, Tschech. Rep., Marokko und Schweden) befindet, praktisch auf Gemälde auf Leinwand und Acrylarbeiten auf Papier.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bibliographie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Roland Muri, Masters of the Universe DVD-Booklet, 2009
  • Roland Muri, Popexpressionismus, ArchivArte Verlag, 2007, Text: Steffan Biffiger, ISBN 3-9522302-3-5
  • Roland Muri, Geschichtenbilder, Zürich–Köln–New York, Text: Steffan Biffiger, 2006
  • Roland Muri, Ausstellung Fondation Brignoni, 59 Gemälde in der FB, Text Böhner, Mannheim 2000
  • Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft (SIK), bereits im Onlinekatalog, Eintrag im nächsten Printkatalog
  • Kürschners Handbuch der Bildenden Künstler, Saur Verlag, Leipzig 2004
  • Handbuch der Edition, Verlag Depelmann (D)
  • Confronti attuali dell’imagine, arte contemporanea (I/A), 2002

TV- Fernsehen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • NDR News: Interview (D), 2010
  • Tele Bärn News: Interview (CH), 2009
  • ART-TV: Reportage / Interview (CH), 2007
  • ARD: Abenteuerwelt Kunst (D), 2005
  • SWR/KI.KA, Tigerenten Club Folge 483: Die Tigerente bei Muri im Atelier (D), 2005
  • RTL: Kochen mit Oliver (D), 2005
  • Bayerischer Rundfunk (BR), Bericht: Art Meets Music" mit Ronnie Wood und Hermann Rarebell (D), 2004
  • MTV (München), Bericht: Art Meets Music" mit Ronnie Wood und Hermann Rarebell (D), 2004
  • RTL Guten Abend, Bericht: Roland Muri/Horst Lichter in New York, 2003
  • WDR: Mit Lichter on Tour (D), 2003
  • NRW: Echt Lecker mit Lichter in New York (D), 2003

Weitere Aktivitäten (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Muri war im Jahre 2004 Teilnehmer der Aktion «Art Meets Music»[3] zusammen mit Herman Rarebell (The Scorpions) und Ron Wood (The Rolling Stones). 2003 war er neben Horst Lichter Botschafter bei der Olympiabewerbung der Stadt Köln. Muri engagiert sich für das Schweizerische Rote Kreuz (SRK), in dessen Namen mehrere Werke für wohltätige Zwecke versteigert wurden.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beschrieben u.a. Steffan Biffiger, NY Arts, Lydia Keck, Kölner Rundschau, Renate Ross, Köln Stadtanzeiger, Flash Art, Milano
  2. Erklärung zum Text «Masters of the Universe» von Steffan Biffiger
  3. http://www.artmeetsmusic.com/net/kunsttrifftmusik/html/about.html
  4. Berichterstattung im Magazin des SRK und auf der Homepage des SRK http://www.redcross.ch/