Rothenuffeln

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Rothenuffeln
Gemeinde Hille
Koordinaten: 52° 17′ 18″ N, 8° 47′ 44″ O
Höhe: 54 m ü. NN
Fläche: 7,93 km²
Einwohner: 2653 (31. Dez. 2002)
Bevölkerungsdichte: 335 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 32479
Vorwahl: 05734
Karte
Lage von Rothenuffeln in Hille

Rothenuffeln ist ein Ortsteil der Gemeinde Hille im Kreis Minden-Lübbecke in Ostwestfalen.

Er liegt südlich des Mittellandkanals und nördlich des Wiehengebirges. Im Osten grenzt Rothenuffeln an den Stadtteil Haddenhausen der Stadt Minden, im Norden an den Ortsteil Hartum, im Westen an die Ortsteile Unterlübbe und Oberlübbe sowie im Süden an die Stadtteile Volmerdingsen und Wulferdingsen der Stadt Bad Oeynhausen. Die Bundesstraße 65 zieht sich in Ost-West-Richtung durch den Ortsteil und verbindet Rothenuffeln mit Minden und Lübbecke.

Rothenuffeln reicht bis an die Bastauniederung heran.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals werden Ortsteile von Rothenuffeln 1033 urkundlich erwähnt. Nach Ausweis des Kirchenbuches gab es bereits 1671 einen Schulmeister.[1] Die gemeinsam genutzte Rothenuffelner Mark mit Viehweiden und Wald wurde in einem langwierigen Verfahren 1800 bis 1836 für die Einzelnutzung aufgeteilt.[2]

Bis zur kommunalen Neugliederung am 1. Januar 1973 war Rothenuffeln eine selbstständige Gemeinde mit einer Gesamtfläche von rund 7,93 km² sowie 2331 Einwohnern und gehörte zum Amt Dützen im Kreis Minden. Dann wurde sie nach Hille eingemeindet.[3] Am 8. November 2008 wohnten hier 3500 Einwohner.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsvorsteher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung von Rothenuffeln wird gegenüber Rat und Verwaltung der Gemeinde Hille seit 1973 durch einen Ortsvorsteher vertreten, der aufgrund des Wahlergebnisses vom Rat der Gemeinde Hille gewählt wird.

Nach der Amtsperiode von Wilhelm Rohlfing (SPD) ist seit 2014 Wolfgang Witting (SPD) Ortsvorsteher.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grab Carls von Schlotheim am Bergkirchener Pass

An der Straße nach Bad Oeynhausen steht ein Hochkreuz-Denkmal für den Landrat Freiherr Carl von Schlotheim. Von Schlotheim war der Straßenbauer des Kreises Minden. Außerdem ist das ursprünglich 1836 erbaute Heuerlingshaus im Kurpark sehenswert. In der Kulturscheune finden Konzerte und standesamtliche Trauungen statt.

Kurbetrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1739 sind die sogenannten Bauernbäder in Rothenuffeln bekannt. Unter Initiative der Verwaltung wurde 1970 das Bürgerhaus gebaut und der Kurpark angelegt. 1977 wurde Rothenuffeln dann als Erholungsort mit Kurmittelgebiet anerkannt.[4] Heute gibt es im Ortsteil modern ausgebaute Badebetriebe und Kurhäuser.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Rothenuffeln gibt es drei Sportvereine: Der TSV Rothenuffeln bietet Tischtennis, Tennis, Schießen und Turnen an. Die HSG EURo ist ein Handballverein. Der CVJM Rothenuffeln bietet neben Fußball und Volleyball auch Walking an.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Friedrich Schmale: Schulbauten in Rothenuffeln. Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins, Jahrgang 58 (1986), S. 149–154.
  2. Friedrich Schmale: Die Teilung der Rothenuffelner Mark 1800-1836. Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins, Jahrgang 57 (1985), S. 115–125.
  3. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 116.
  4. Mindener Tageblatt vom 13. Juli 2011 abgerufen am 13. Juli 2011

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]