Roxanne Shanté

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Roxanne Shanté, 2016

Roxanne Shanté (* 9. November 1969 in Queens, New York City; bürgerlicher Name Lolita Shante Gooden) ist eine US-amerikanische Rapperin. Sie war Mitglied der Juice Crew um den Musikproduzenten und DJ Marley Marl (bestehend aus Marley Marl, MC Shan, Big Daddy Kane, Biz Markie, Roxanne Shanté, und Craig G) und gilt als Vorbild für viele später erfolgreiche weibliche Rapperinnen (u. a. Cora E.: „Ich wollte rappen wie Shanté“ rappt sie in Schlüsselkind).

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roxanne Shanté wuchs in Queensbridge, einem sozialen Brennpunkt in New York City auf. Ihre Karriere begann im Alter von 14 Jahren, als sie den Song Roxanne’s Revenge veröffentlichte. Dabei handelte es sich um eine musikalische Antwort auf den Hit Roxanne, Roxanne der Rapgruppe U.T.F.O. aus dem Jahr 1984. Shantés Song wurde ein Hit und schnell verbreitete sich ihr Ruf als energische Battle-Queen.

1986 hatte sie mit dem Funk-Musiker Rick James den Hit Loosey’s Rap. Außerdem arbeitete sie im Laufe ihrer Karriere mit Künstlern wie Biz Markie (Def Fresh Crew), Big Daddy Kane, Craig G, Frankie Cutlass oder Kool G Rap (Deadly Rhymes).

Ende der 90er Jahre zog sich Shanté langsam als aktive Künstlerin aus der Musikszene zurück. Sie begann ein Studium, welches sie entgegen vorheriger eigener Bekundungen jedoch nicht mit einem Doktorgrad abschloss und eröffnete folglich auch keine psychotherapeutische Praxis in New York.[1] Trotzdem blieb sie der Musikindustrie erhalten und wurde eine Art Mentorin für junge talentierte Nachwuchsrapperinnen. Außerdem tauchte sie in mehreren Sprite-Werbungen auf.

Im Jahr 2000 arbeitete sie mit dem britischen Produzenten Mekon zusammen (What’s Going On?).

2003 wurde sie in der Musikdokumentation Miss M.C. presents Queens of Hip Hop mit anderen weiblichen Hip-Hop-Pionieren (Salt’N’Pepa, Lady Luck, Rah Digga, Charli Baltimore) porträtiert. 2018 wurde die Filmbiografie Roxanne Roxanne veröffentlicht. Darin wird sie von Chanté Adams dargestellt.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1989: Bad Sister (Cold Chillin’/Breakout)
  • 1992: The Bitch Is Back (Livin’ Large)
  • 1995: Roxanne Shante’s Greatest Hits (Cold Chillin’)
  • 2002: The Best of Cold Chillin’: Roxanne Shante (Landspeed Records)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[2]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 UK
1985 Bite This
UK97
(1 Wo.)UK
Ten Records Ltd./Pop Art Records
1987 Have a Nice Day
Bad Sister
UK58
(3 Wo.)UK
Cold Chillin’/Breakout
1988 Go On Girl
Bad Sister
UK55
(3 Wo.)UK
Breakout/Warner Bros. Records, Inc.
1989 Live on Stage
Bad Sister
UK82
(4 Wo.)UK
Cold Chillin’/Breakout
1990 Independent Woman
Bad Sister
UK77
(2 Wo.)UK
Breakout
Go On Girl (1990)
UK74
(2 Wo.)UK
Breakout

Weitere Singles

  • 1984: Roxanne’s Revenge (Pop Art Records)
  • 1985: Queen of Rox (Shanté Rox On) (Pop Art Records)
  • 1985: Runaway (Pop Art Records)
  • 1986: I’m Fly Shanté (Pop Art Records)
  • 1986: The Def Fresh Crew / Biz Beat (Pop Art Records)
  • 1987: Pay Back (Pop Art Records)
  • 1989: Have a Nice Day / Feelin’ Kinda Horny (Cold Chillin’)

Gastbeiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[2]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 UK
2000 What’s Going On
UK43
(2 Wo.)UK
Mekon feat. Roxanne Shanté

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Roxanne's Nonexistent Revenge - Slate Magazine, 3. September 2009
  2. a b Chartquellen: UK

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]