Big Daddy Kane

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Big Daddy Kane beim Hip Hop Kemp (2013)

Big Daddy Kane (* 10. September 1968 in Brooklyn, New York; bürgerlich: Antonio M. Hardy) ist ein US-amerikanischer Rapper. Zu Beginn seiner Karriere galt er als Vertreter des Hardcore-Rap. Später ließ er zunehmend R&B-Elemente in seine Musik einfließen, sodass diese schließlich dem Pop-Rap zuzurechnen war.

Während seiner Karriere arbeitete Big Daddy Kane mit Künstlern wie Tupac Shakur, Biz Markie, Marley Marl und Barry White zusammen. Als Mitglied der Juice Crew schrieb er Liedtexte für Roxanne Shanté und Biz Markie, von dem er entdeckt wurde.

Big Daddy Kane galt als Sexsymbol und posierte für Playgirl und Madonnas Bildband SEX.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1984 traf Big Daddy Kane Biz Markie und freundete sich mit diesem an. Er schrieb an mehreren seiner Lieder mit und wurde zusammen mit ihm Mitglied der Juice Crew, deren Kopf Marley Marl war. Von dessen Plattenlabel Cold Chillin’ Records wurde er 1987 unter Vertrag genommen und veröffentlichte im darauf folgenden Jahr die 12"-Single Raw, die in der Underground-Szene sehr gut aufgenommen wurde. Sein Debütalbum Long Live the Kane folgte kurz darauf. Das darauf enthaltene Ain’t No Half-Steppin’ gilt als Klassiker.

1989 erschien It’s a Big Daddy Thing, für das er unter anderem mit dem Produzenten Teddy Riley auf dem Lied I Get the Job Done zusammenarbeitete. Außerdem stärkte er sein Image als Frauenheld, Playboy und Sexsymbol durch Smooth Operator. Diesen Weg verfolgte er mit einem Duett mit Barry White auf seinem Album Taste of Chocolate von 1990 weiter. Noch R&B-lastiger fiel sein nächstes Album Prince of Darkness aus, wodurch er jedoch Ansehen im Hip-Hop-Bereich verlor. 1993 wollte er dies mit Looks Like a Job For… korrigieren. Er scheiterte jedoch, da mittlerweile der Gangsta-Rap der US-amerikanischen Westküste angesagter war. Er wechselte daraufhin zu MCA Records und veröffentlichte dort 1994 Daddy’s Home. Big Daddy Kane nahm sich nun eine mehrjährige Auszeit von der Musik und trat erst wieder 1998 mit seinem Abschiedsalbum Veteranz Day in Erscheinung.

Schauspielerei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Schauspieler debütierte er in Mario van Peebles Western Posse – Die Rache des Jessie Lee aus dem Jahr 1993.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1988 Long Live the Kane
300! 116
(19 Wo.)
RIAA: Gold Gold (500.000+)[2]
1989 It’s a Big Daddy Thing
37
(3 Wo.)
33
(30 Wo.)
RIAA: Gold Gold (500.000+)[2]
1990 Taste of Chocolate
300! 37
(16 Wo.)
1991 Prince of Darkness
300! 57
(8 Wo.)
1993 Looks Like a Job For…
300! 52
(9 Wo.)
1994 Daddy’s Home
300! 155
(1 Wo.)
1998 Veteranz Day
300! 300!

Singles mit Chartplatzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Charts[1] Anmerkungen
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK
1988 Raw
Long Live the Kane
88
(2 Wo.)
1988 Set It Off
Long Live the Kane
95
(1 Wo.)
1989 Rap Summary/Wrath of Kane
It’s a Big Daddy Thing
52
(2 Wo.)
1989 Smooth Operator
It’s a Big Daddy Thing
65
(2 Wo.)
1990 Ain’t No Stoppin’ Us Now
It’s a Big Daddy Thing
44
(3 Wo.)
1993 Very Special
Looks Like a Job For…
31
(20 Wo.)
1999 Hold It Down/Uncut, Pure
Veteranz Day
86
(1 Wo.)

Kompilation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2001: The Very Best of Big Daddy Kane

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Chartquellen:
  2. a b Datenbank mit Suche nach „Big Daddy Kane“. RIAA, abgerufen am 30. Dezember 2017 (englisch).