rsnapshot

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rsync
Basisdaten

Maintainer David Cantrell
Aktuelle Version 1.4.2
(8. Dezember 2015[1])
Betriebssystem Unix, Linux
Programmiersprache Perl[2]
Kategorie Backup
Lizenz GPL (Freie Software)
www.rsnapshot.org

rsnapshot (englisch snapshot = Schnappschuss) ist eine Software zur Erstellung von Datensicherungen von lokalen oder entfernten Rechnern.

rsnapshot macht inkrementelle Datensicherungen[3] und benutzt dabei rsync und Hardlinks. Dadurch wird erreicht, dass (wegen rsync) nur die Änderungen übertragen werden, und die Hardlinks erlauben ein platzsparendes vielstufiges Backup. Das Dateisystem auf der Backup-Platte muss natürlich Hardlinks erlauben. Datensicherungen von entfernten Rechnern werden mittels rsync über ssh oder per rsync-Server über das Netzwerk vorgenommen, auch NFS ist möglich.

rsnapshot läuft auf allen gängigen UNIX-basierten Betriebssystemen und ist als freie Software unter den Bedingungen der GPL im Quelltext erhältlich.

Funktionsweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

rsnapshot kann so konfiguriert werden, dass es eine bestimmte Anzahl von stündlichen, täglichen, wöchentlichen und monatlichen Backups anlegt, wobei immer das kleinste Intervall als Basis für das nächstgrößere Intervall dient. So dient beispielsweise ein stündliches Backup als Basis für das tägliche und ein tägliches als Basis für das wöchentliche Backup.

Die Automatisierung selbst wird mittels eines cron-Daemons erreicht.

Bei jeder Ausführung des Programms werden auf den Namen der Intervalle beruhende Verzeichnisse in folgendem Schema angelegt:

Daily.0
Daily.1
Daily.2
Hourly.0
Hourly.1
Hourly.2
Hourly.3
Hourly.4
Weekly.0
Weekly.1
Weekly.2
Weekly.3
...

Die neuesten Backups der jeweiligen Intervalle haben dabei immer die Erweiterung .0. Während der Ausführung wird der aktuelle Inhalt des .0-Verzeichnisses in das Verzeichnis .1 per Hardlink kopiert. Danach wird mit rsync (im mirror-Modus) nach neuen bzw. modifizierten Dateien gesucht, nur sie werden in das Verzeichnis .0 kopiert. Alle nicht geänderten Dateien behalten ihren Hardlink auf das jeweils „höhere“ Verzeichnis.

Die Daten werden nicht gepackt, und deshalb kann mit einfachen Mitteln unmittelbar auf jede Datei jedes Backups zugegriffen werden.

Wegen der Hardlinks belegt ein vielstufiges Backup i. A. nur etwa das Doppelte bis Dreifache einer einzelnen Sicherung. rsync erlaubt, bestimmte Dateien und Verzeichnisse (z. B. „rotierende“ Logdateien, /tmp-Verzeichnis) nicht mitzusichern.

Einschränkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu bedenken ist, dass alle Backups auf ein und demselben Dateisystem abgelegt werden müssen, da nur dadurch die Verwendung von Hardlinks möglich wird. Dies limitiert die Verwendung eines Generationenprinzips, was durch die Verwendung mehrerer Konfigurationen umgangen werden kann.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Releases
  2. The rsnapshot Open Source Project on Open Hub: Languages Page. In: Open Hub. (abgerufen am 18. Juli 2018).
  3. Backups ziehen mit Rsnapshot von Kristian Kißling in LinuxUser, Ausgabe 08/2006