Rudolf Louis

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Rudolf Louis (* 30. Januar 1870 in Schwetzingen; † 15. November 1914 in München) war ein deutscher Musiker, Musikschriftsteller und Musikkritiker. [1]

Leben[Bearbeiten]

Louis studierte zunächst Philosophie und Musikwissenschaft in Genf und anschließend in Wien, wo er auch mit einer Dissertation über den „Widerspruch in der Musik“ zum Dr. phil. promovierte. Danach nahm er dort Unterricht in Komposition bei Friedrich Klose und später im Dirigieren bei Felix Mottl in Karlsruhe. Es folgten Kapellmeistertätigkeiten in Landshut und Lübeck. Seit 1897 lebte er in München und war als Musikschriftsteller und ab 1900 als Musikkritiker der Münchner Neuesten Nachrichten tätig. Seine Kompositionen konnten sich im Musikleben nicht durchsetzen. Durch die gemeinsam mit Ludwig Thuille verfasste Harmonielehre, die zum Standardwerk avancierte und mehrere Auflagen erlebte, erlangte er Bekanntheit in der Musikwelt.

Musikwissenschaftliche Werke[Bearbeiten]

  • Der Widerspruch in der Musik, 1893 [2]
  • Richard Wagner als Musikästetiker, 1897
  • Die Weltanschauung Richard Wagners, 1898
  • Franz Liszt, Berlin 1900
  • Hector Berlioz, Leipzig, 1904
  • Anton Bruckner, G. Müller-Verlag, München, 1905
  • Die deutsche Musik der Gegenwart, G. Müller-Verlag, München, 1909
  • Harmonielehrer. Rudolf Louis und Ludwig Thuille. Carl Grüninger, Stuttgart, 1910.

Musikalisches Schaffen[Bearbeiten]

  • Sinfonische Phantasie „Proteus“

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wilhelm Altmann, Paul Frank: kurzgefasstes Tonkünstler-Lexikon, 14. stark erweiterte Auflage, Bosse Verlag, Regensburg, 1936
  2. Hugo Riemanns Musiklexikon, 10. Auflage bearbeitet von Alfred Einstein., Max Hesses Verlag, Berlin, 1922