Ruine Blankenstein

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Ruine Blankenstein
Staat Deutschland
Ort Gomadingen-Wasserstetten
Entstehungszeit 1100 bis 1200
Burgentyp Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand Teile des Bergfrieds
Ständische Stellung Adlige, Grafen
Geographische Lage 48° 22′ N, 9° 26′ OKoordinaten: 48° 21′ 37,8″ N, 9° 25′ 39,7″ O
Höhenlage 710 m ü. NN
Ruine Blankenstein (Baden-Württemberg)

Die Ruine Blankenstein ist die Ruine einer Spornburg auf einem 710 m ü. NN hohen Felssporn am Hang des Brunnentales, einem Seitental der Großen Lauter, bei dem Ortsteil Wasserstetten der Gemeinde Gomadingen im Landkreis Reutlingen in Baden-Württemberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg wurde von den Herren von Blankenstein im 12. Jahrhundert erbaut und 1182 wird Bertold von Blankenstein in einer Urkunde erwähnt. Die Burg war im Besitz der Edelfreien von Dapfen und der Grafen von Württemberg.

Am 4. April 1251 wird die Eheschließung eines weiteren Berthold von Blankenstein mit Elisabeth von Steinheim durch den Papst Innozenz IV. genehmigt.[1] Dabei ist zu bemerken, dass am selben Tag der Papst die Genehmigung zur Gründung eines Klosters in Steinheim an der Murr ausspricht.[2] Aufgrund der Datumsgleichheit und des Umstands, dass Elisabeth von Steinheim bereits einmal verheiratet war, geht man davon aus, dass die Ehegenehmigung durch die Klostergründung unterstützt werden musste.

Um 1442 ist die Burg verfallen. 1977 wurde der Rest des Bergfrieds gesichert. Von der ehemaligen Burganlage sind außer dem Rest des Bergfrieds auf einer Grundfläche von etwa 7 mal 7 Meter noch geringe Reste eines Walls und des Halsgrabens erhalten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christoph Bizer: Oberflächenfunde von Burgen der Schwäbischen Alb. Herausgegeben vom Regierungspräsidium Stuttgart – Landesamt für Denkmalpflege, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-8062-2038-7, S. 94–101.
  • Günter Schmitt: Burgenführer Schwäbische Alb, Band 2 – Alb Mitte-Süd: Wandern und entdecken zwischen Ulm und Sigmaringen. Biberacher Verlagsdruckerei, Biberach an der Riß 1989, ISBN 3-924489-45-9, S. 147–152.
  • Wilfried Pfefferkorn: Blankenstein – Die Sicherung einer Turmruine auf der Schwäbischen Alb. In: Deutsche Burgenvereinigung (Hrsg.): Burgen und Schlösser, Band 20. 1979, S. 11–14.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "Papst Innozenz IV. erlaubt auf Bitte des Grafen von Württemberg die Ehe des Berthold von Blankenstein mit Elisabeth von Steinheim", Württembergisches Urkundenbuch Band XI., Nr. N5602, Seite 484, Lyon, 4. April 1251. Im: Landesarchiv Baden-Württemberg [abgerufen am 18. Februar 2017]
  2. "Papst Innozenz IV. beauftragt auf Fürsprache des Grafen (Ulrich) von Württemberg den Propst der Kirche von Beutelsbach, dem edeln Mann Berthold von Blankenstein, des Grafen Genossen, die Einverleibung des Patronatrechts an der Kirche zu Steinheim in das von Berthold neu zu gründende Augustiner-Nonnenkloster daselbst zu gestatten", Württembergisches Urkundenbuch Band IV., Nr. 1196, Seite 263-264, Lyon, 4. April 1251. Im: Landesarchiv Baden-Württemberg [abgerufen am 18. Februar 2017]