Ruine Wartstein (Württemberg)

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Ruine Wartstein
Ruine Wartstein

Ruine Wartstein

Entstehungszeit: 1200 bis 1300
Burgentyp: Höhenburg, Felslage, Spornlage
Erhaltungszustand: Ruine
Ständische Stellung: Adlige, Herzöge
Ort: Ehingen-Erbstetten
Geographische Lage 48° 16′ 24,6″ N, 9° 31′ 16,7″ OKoordinaten: 48° 16′ 24,6″ N, 9° 31′ 16,7″ O
Höhe: 660 m ü. NN
Ruine Wartstein (Württemberg) (Baden-Württemberg)
Ruine Wartstein (Württemberg)

Die Ruine Wartstein ist die Ruine einer Felsenburg auf 660 m ü. NN an einem Felshang, 150 Meter über dem Tal der Großen Lauter südwestlich des Ortsteils Erbstetten der Stadt Ehingen im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen der Grafen von Wartstein

Im 12. Jahrhundert wird die Burg von den Herren von Wartenstein auf dem Gebiet der Swerzenhuntare erbaut, 1185 wird ein „comes de Wartstein“ urkundlich erwähnt. Am 5. März 1392 verkauft Heinrich von Wartstein die Burg mit sämtlichen Besitzungen an die Herzöge Stephan, Friedrich und Johann von Bayern und 1394 wird die Burg ausgebaut. Im Juli 1495 werden die Burgen Wartstein und Monsberg zerstört. 18. Februar 1508 wird die Ruine Eigentum des Hans Speth von Granheim und 1848 Eigentum der Gemeinde Erbstetten. 1924 finden Instandsetzungsarbeiten statt, 1968–1970 weitere Instandsetzungsarbeiten und Anbau einer Wendeltreppe.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Burganlage, mit Halsgraben, die über keine Kernburg verfügte, handelt es sich um eine Schildmauerburg in Spornlage mit einem bedeutenden Rest einer 12 Meter hohen turmartigen Schildmauer als Bergfried, in deren Schutz sich der doppelgiebelige Palas mit einer Grundfläche von 7,0 mal 10,7 Meter befand, an dessen Stirnseite noch Reste der Umfassungsmauern zu sehen sind.

Heute dient der Turm als Aussichtsturm am Hauptwanderweg 2 und Hauptwanderweg 5 des Schwäbischen Albvereins.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich-Wilhelm Krahe: Burgen des deutschen Mittelalters. Grundriß-Lexikon. Sonderausgabe, Flechsig Verlag, Würzburg 2000, ISBN 3-88189-360-1, S. 643.
  • Gunther Dohl: Die Grafen von Wartstein und ihre Burgen im Lautertal, Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft der Heimatmuseen im Alb-Donau-Kreis, Ehingen 1991, ISBN 3-88294-172-3.
  • Günter Schmitt: Wartstein. In: Ders.: Burgenführer Schwäbische Alb, Band 2 · Alb Mitte-Süd: Wandern und entdecken zwischen Ulm und Sigmaringen. Biberacher Verlagsdruckerei, Biberach an der Riß 1989, ISBN 3-924489-45-9, S. 225–230.
  • Max Miller, Gerhard Taddey: Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Band 6. Baden-Württemberg. Stuttgart 1965.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]