Rungehaus

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Das Rungehaus in Wolgast
Gedenktafel am Geburtshaus von Philipp Otto Runge

Das Rungehaus ist ein seit dem 23. Juli 1997 bestehendes Museum in der Stadt Wolgast im Osten des Landes Mecklenburg-Vorpommern, das im Geburtshaus des Malers Philipp Otto Runge eingerichtet wurde und seinem Leben und Werk gewidmet ist. Es befindet sich in der Wolgaster Altstadt in der Nähe des Stadthafens.

Ausstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rungehaus, das weitestgehend in originaler Gestaltung erhalten ist und 1996/1997 umfangreich renoviert wurde, werden in Originalgröße Kopien der Bilder von Runge gezeigt, deren Originale sich in der Hamburger Kunsthalle befinden. Die Auswahl der Werke dokumentiert den künstlerischen Werdegang Runges, der neben Caspar David Friedrich als der bedeutendste Vertreter der norddeutschen Romantik gilt, von Wolgast über Kopenhagen und Dresden nach Hamburg. Eine Computerinstallation vermittelt darüber hinaus einen Einblick in die Rungesche Farbenlehre.

Seit 23. Juli 2017, Runges 240. Geburtstag, zeigt das Haus in zwei Etagen eine vollständig neu gestaltete Dauerausstellung; die Kosten dafür betrugen 77.000 Euro. „Alles Authentische in dem Haus, in dem Runge seine ersten zehn Lebensjahre verbrachte und dessen Raumaufteilung über Jahrhunderte erhalten blieb, wurde sorgsam restauriert: die Türen mit den Beschlägen, die krumm-schiefen Fußbodendielen, die Fenster.“ Das Haus empfängt jährlich etwa 10.000 Besucher.[1]

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Rungehaus handelt es sich um einen fünfachsigen Putzbau mit zwei Geschossen, der in der ersten Dekade des 18. Jahrhunderts auf einem Feldsteinsockel errichtet wurde. Vier gequaderte Pilaster an den Ecken und beiderseits der mittleren Achse sowie ein Gesims zwischen Erd- und Obergeschoss gliedern die Fassade. Der korbbogige Eingang hat eine barocke Füllungstür. Davor befindet sich eine kurze Freitreppe mit schmiedeeisernem Geländer.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Landesamt für Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern (Hrsg.): Die Bau- und Kunstdenkmale in Mecklenburg-Vorpommern. Vorpommersche Küstenregion. Henschel Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-89487-222-5, S. 371.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rungehaus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martina Rathke: In der Kinderstube eines Romantikers. In: Neues Deutschland vom 15. 8. 2017, S. 14

Koordinaten: 54° 3′ 11″ N, 13° 46′ 47″ O