Säbelsäge

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Beispiel einer Säbelsäge

Eine Säbelsäge (auch Recipro-, Tigersäge oder Elektrischer-Fuchsschwanz genannt) ist eine handgeführte Elektrosäge. Im Gegensatz zu Stichsägen werden sie vorwiegend für senkrechte Schnitte eingesetzt und immer mit beiden Händen geführt.

Verwendung und Funktionsprinzip[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Antrieb erfolgt durch einen Elektromotor, der über ein Getriebe einen Exzenter antreibt. Auf diesem läuft eine Pleuelstange, die die Drehbewegung des Motors in einen geraden Schub für das Sägeblatt umsetzt. Einfache Säbelsägen arbeiten typischerweise mit einem Hub von 25–28 mm, Geräte der oberen Leistungsklasse mit bis zu 32 mm.

Angeboten werden Sägeblätter für Metalle, Holz, Kunststoff, Mauerstein, Grünschnitt und diamantsegmentierte Sägeblätter, zur Bearbeitung von keramischen Werkstoffen. Sägeblätter mit HM-bestückten Schneiden können zum Durchtrennen von Baumwurzeln im Erdreich verwendet werden. Die Sägeblattaufnahmen der verschiedenen Hersteller unterscheiden sich und sind nicht immer kompatibel.

Säbelsägen finden häufig bei Zimmerleuten und Bautischlern zur Demontage von alten Bauelementen, sowie bei Feuerwehren sowie anderen Hilfsorganisationen bei Rettungsmaßnahmen Anwendung. Sanitär-Installateure verwenden sie zum Trennen von Metallrohren. Hierzu gibt es Führungsvorrichtungen, die einen geraden Schnitt erleichtern.

Nach den aktuellen DIN-Normen gehören Säbelsägen zur Pflichtbeladung für die Feuerwehrfahrzeug-Typen LF 10, HLF 10, LF 20 und alle HLF 20 sowie für Rüstwagen in Deutschland.