Löschgruppenfahrzeug

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Löschgruppenfahrzeug

Löschgruppenfahrzeug (kurz: LF) ist die Bezeichnung für einen Typ von deutschen Feuerwehrfahrzeugen unterschiedlicher Größenordnung. Namensgebendes Merkmal dieser Fahrzeuge ist eine Besatzung von neun Personen (ein Gruppenführer, acht Mannschaftsmitglieder = Gruppe), womit diese Fahrzeuge auch zur Stütze jeglicher Einsatztätigkeit der Feuerwehr werden. Die Beladung dieser Löschfahrzeuge ist schwerpunktmäßig auf Brandbekämpfung und Technische Hilfeleistung einfachen Umfangs ausgelegt und umfasst eine im Fahrzeug fest eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe, die vom Fahrzeugmotor angetrieben wird. Bei Einsätzen, die kompliziertere Technik erfordern, wird diese mittels Spezialfahrzeugen zur Einsatzstelle gebracht. Die feuerwehrtechnische Beladung ist für die taktische Feuerwehrgrundeinheit einer Gruppe ausgelegt.

Aufgabenbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Löschgruppenfahrzeuge gehören zu den vielfältigsten Fahrzeugen des deutschen Feuerwehrwesens. Ursprünglich wurden sie allein zur Brandbekämpfung konstruiert, moderne Varianten können jedoch nahezu das gesamte Spektrum anfallender Arbeiten abdecken. Neben den Gerätschaften zur Bewältigung der Aufgaben an der Einsatzstelle transportiert das Löschgruppenfahrzeug auch das dafür notwendige Personal dorthin, welches typischerweise aus einer Gruppe (d.h. 9 Personen: Maschinist, Melder und Gruppenführer sowie drei Trupps mit je Truppführer und Truppmann) besteht.

Typen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Typbezeichnungsschema[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Typbezeichnung Löschgruppenfahrzeug XX/YY (kurz: LF XX/YY) gibt die erste Zahl XX die Leistung der Feuerlöschkreiselpumpe in 100 Litern Wasser pro Minute bei 10 bar an. Ein Löschgruppenfahrzeug 20/YY kann also mindestens 2000 Liter Wasser pro Minute bei 10 bar fördern. Die zweite Zahl YY gibt den nutzbaren Inhalt des Löschwasserbehälters in 100 Litern an. Ein Löschgruppenfahrzeug XX/6 besitzt einen Löschwassertank von mindestens 600 Litern.[1]

Dieser Norm-Standard wurde mittlerweile überarbeitet. Die Kennzahl für den Tankinhalt entfällt bei den neuen Modellen, da sie bei vielen Feuerwehrfahrzeugen nicht dem tatsächlichen Tankinhalt entspricht (so gibt es zum Beispiel viele LF 20/16 mit einem 2000 Liter Wassertank) und die bundesweite Einführung des digitalen BOS-Funks eine einheitliche, verbindliche sowie vergleichbare Bezeichnung von Fahrzeugen der Feuerwehren und des Katastrophenschutzes verlangt.[2] Das LF 20/16 wird deshalb zum LF 20, das LF 10/6 zum LF 10.[3] Die Wassertankvolumina werden modifiziert.

Derzeit genormte Löschgruppenfahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zurzeit werden drei genormte Typen von Löschgruppenfahrzeugen serienmäßig hergestellt:

Löschgruppenfahrzeug 10[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Löschgruppenfahrzeug 10

Löschgruppenfahrzeug 10

Fahrzeugdaten
Abkürzung: LF 10
Land: Deutschland
Besatzung: 0/1/8/9
Feuerlöschpumpe: FPN 10-1000
Tragkraftspritze: optional
Löschwasser: mind. 1.200 Liter
Schaummittel: 6 × 20 Liter
Zul. Gesamtmasse: 12.000 Kilogramm
Antrieb: vorrangig Straße

Das Löschgruppenfahrzeug 10 (kurz: LF 10) ist das kleinste, zurzeit genormte Löschgruppenfahrzeug im deutschen Feuerwehrwesen - DIN 14530 Teil 5.[4] Das Fahrzeug ist gemäß aktueller Norm mit der üblichen Beladung zur Brandbekämpfung und Menschenrettung einschließlich einer vierteiligen Steckleiter (oder alternativ zwei Multifunktionsleitern), vier Pressluftatmer, eines Atemschutzüberwachungssystems, zweier Fluchthauben versehen. Darüber hinaus gehört auch eine Beladung zur Stromversorgung und Ausleuchtung der Einsatzstelle, ein Verkehrsunfallkasten, Schornstein-Werkzeugkasten, Druckbelüfter, Grobreinigungsmodul, eine Tauchpumpe TP 4/1, Säbelsäge sowie eine Motorsäge zur Pflichtausrüstung. Das LF 10 ist insbesondere bei kleineren Freiwilligen Feuerwehren beliebt, die dieses kleine Löschfahrzeug insbesondere für einen Erstangriff nutzen, bis die nächste Stützpunktfeuerwehr bzw. die zuständige Berufsfeuerwehr schwerere Einsatzfahrzeuge heranführt. Dieser Fahrzeugtyp hieß früher LF 10/6 und besaß als einzigen Unterschied zum aktuellen LF 10 ein Mindesttankvolumen von lediglich 600 l. In Rheinland-Pfalz beträgt das Mindesttankvolumen für den Innenangriff allerdings 1.000 Liter. Mit der neuen Norm für ein LF 10 erübrigen sich diese Problemlagen.

Mit dem LF 10 ist das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 10 (kurz: HLF 10), das zusätzlich über eine Ausrüstung zur Technischen Hilfeleistung verfügt, eng verwandt. Ein Fahrzeug mit Staffelbesatzung und geringerer Beladung ist als Mittleres Löschfahrzeug genormt.

Löschgruppenfahrzeug 20[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Löschgruppenfahrzeug 20

Löschgruppenfahrzeug 20

Fahrzeugdaten
Abkürzung: LF 20
Land: Deutschland
Besatzung: 0/1/8/9
Feuerlöschpumpe: FPN 10-2000
Tragkraftspritze: optional
Löschwasser: 2.000 Liter
Schaummittel: 6 × 20 Liter
Zul. Gesamtmasse: 14.500 Kilogramm
Antrieb: Allrad

Das Löschgruppenfahrzeug 20 (kurz: LF 20) ist in der DIN 14530 Teil 11 genormt.[5] Es wird vor allem von mittleren und größeren Feuerwehren eingesetzt und dient hier sowohl als selbstständige Einheit der Bewältigung kleinerer Aufgaben oder als taktische Stütze eines Zugs bei größeren Einsätzen. Es verfügt über eine feuerwehrtechnische Beladung, die über die obige Ausstattung für ein LF 10 hinausgeht. Dazu gehören nach jüngster Normausgabe auch eine dreiteilige Schiebleiter, ein Sprungrettungsgerät, vier leichte Chemikalienschutzanzüge sowie zwei Schachtabdeckungen. Optional können beispielsweise eine Tragkraftspritze, ein Schaum-/Wasser-Werfer oder eine erweiterte Ausrüstung für Wasserschadenslagen auf diesem Fahrzeug verlastet sein. Das Fahrzeug verfügt über einen Allradantrieb sowie einen festverbauten Wassertank von 2.000 Liter Nennvolumen und hat eine zulässige Gesamtmasse von 14,5 Tonnen. In Bayern dürfen LF 20 eine zulässige Gesamtmasse von bis zu 16 Tonnen besitzen[6] und über einen größeren Wassertank (mehr als 2000 Liter Nennvolumen)[6][7] verfügen. Das LF 20 hieß früher LF 20/16 und besaß damals einen Wassertank mit mindestens 1.600 l Volumen; ansonsten sind beide Fahrzeuge aber nahezu identisch. Eng verwandt mit dem LF 20 ist das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 (kurz: HLF 20), das über eine zusätzliche Ausrüstung zur Technischen Hilfeleistung verfügt.

Löschgruppenfahrzeug 20 für den Katastrophenschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Löschgruppenfahrzeug 20 für den Katastrophenschutz

Löschgruppenfahrzeug 20 für den Katastrophenschutz

Fahrzeugdaten
Abkürzung: LF 20 KatS
Land: Deutschland
Besatzung: 0/1/8/9
Feuerlöschpumpe: FPN 10-2000
Tragkraftspritze: PFPN 10-1500 oder
PFPN 10-2000
Löschwasser: 1.000 Liter
Schaummittel: 6 × 20 Liter
Zul. Gesamtmasse: 16.000 Kilogramm
Antrieb: Allrad

Das Fahrzeug ist gemäß DIN 14530-8 genormt[8] und wird wie auch der Vorgängertyp LF 16-TS sowohl durch den Bund entsprechend dessen Typenblatts (das leicht von der DIN-Norm abweicht) als auch kommunal beschafft. Seine Beladung orientiert sich im Wesentlichen an der des Löschgruppenfahrzeugs 10 und umfasst mithin vier Pressluftatmer, ein Atemschutzüberwachungssystem, zwei Fluchthauben, einen 5 kVA-Stromerzeuger, eine umfangreiche Beleuchtungsausstattung, eine Tauchpumpe TP 4/1 sowie eine Motorsäge.[9] Abweichend sind aber weder Schornstein-Werkzeugkasten, Drucklüfter noch Säbelsäge verpflichtend.[9] Eine vierteilige Steckleiter ist ohne Alternativmöglichkeit Pflicht. Ebenfalls sind im Unterschied zum LF 10 insgesamt 30 B-Schläuche à 20 Meter, eine Tragkraftspritze PFPN 10-1500 oder PFPN 10-2000, ein 5.000 Liter fassender Faltbehälter für Löschwasser, zwei Feuerpatschen, vier mineralölbeständige Wathosen, 9 Atemschutz-Kombinationsfilter sowie eine weitere speziell auf den Katastrophenschutz ausgerichtete Zusatzbeladung verlastet.[9] Nach DIN-Norm verfügt das LF 20 KatS über einen Allradantrieb und darf maximal 16 Tonnen wiegen. Es kann speziell bei Großschadenslagen und zur Löschwasserförderung über lange Wegstrecken eingesetzt werden. Auf eine für Feuerwehrfahrzeuge übliche Benennung als LF 20/10-TS wurde verzichtet, um zu den bestehenden Normen keinen Zwischenschritt hinzufügen zu müssen. Früher wurde das Fahrzeug auch unter dem Namen Löschgruppenfahrzeug LF-KatS für den Katastrophenschutz geführt.[8] Der Bund hat diese Bezeichnung für seine Fahrzeuge beibehalten; die Beladung unterscheidet sich leicht von der oben beschrieben:[10] So ist beispielsweise eine Tragkraftspritze PFPN 10-1500 Pflicht und die Zahl der Wathosen auf drei reduziert.[10] Fahrzeuge dieses Typs haben in der Bundesausführung obligatorisch Einzelbereifung und eine zulässige Gesamtmasse von 14 Tonnen.[10]

Nicht mehr genormte Varianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da die Normen für Löschgruppenfahrzeuge erst vor wenigen Jahren grundlegend überarbeitet wurden, sind Fahrzeuge nach alter Norm noch verbreitet. Dies betrifft im Wesentlichen die folgenden sechs Typen:

Löschgruppenfahrzeug 8[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Löschgruppenfahrzeug 8

Löschgruppenfahrzeug 8

Fahrzeugdaten
Abkürzung: LF 8
Land: Deutschland
Besatzung: 0/1/8/9
Feuerlöschpumpe: Frontpumpe 8/8
Tragkraftspritze: TS 8/8
Zul. Gesamtmasse: 6.000 / 7.490 Kilogramm
Antrieb: Straße / Allrad
LF 8 leicht

Das Löschgruppenfahrzeug 8 (kurz: LF 8) ist das kleinste jemals genormte Löschgruppenfahrzeug der deutschen Feuerwehren. Es wurde nach DIN 14530 Teil 7 genormt, welche 1991 außer Kraft trat. Seine Beladung war in der Regel allein auf die Brandbekämpfung ausgerichtet und umfasste auch eine vierteilige Steckleiter.

Man unterschied das LF 8 schwer (im Regelfall mit Allradantrieb und einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,49 Tonnen) und das LF 8 leicht (in der Regel mit Straßenantrieb und einem zulässigen Gesamtgewicht von 5,99 Tonnen). Mit einer zulässigen Gesamtmasse von unter 7,5 Tonnen konnten beide Varianten mit einem Führerschein der Klasse 3 gefahren werden. Um auch bei Verkehrsunfällen eingesetzt werden zu können, konnte es in der Allradversion mit einer Zusatzbeladung für technische Hilfeleistung ausgeliefert werden und hatte dann ein zulässiges Gesamtgewicht von 9 Tonnen.

Löschgruppenfahrzeug 8/6[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Löschgruppenfahrzeug 8/6

Löschgruppenfahrzeug 8/6

Fahrzeugdaten
Abkürzung: LF 8/6
Land: Deutschland
Besatzung: 0/1/8/9
Feuerlöschpumpe: FP 8/8
Tragkraftspritze: TS 8/8
Löschwasser: 600 Liter
Schaummittel: 3 × 20 Liter
Zul. Gesamtmasse: 7.500 / 9.500 Kilogramm
Antrieb: Straße / Allrad

Das Löschgruppenfahrzeug 8/6 (kurz: LF 8/6) ist ein bei kleinen Feuerwehren (immer noch) verbreitetes Einsatzfahrzeug, war nach DIN 14530 Teil 5 genormt, fungierte als wasserführender Nachfolger des LF 8 und wird in der aktuell gültigen Norm durch das LF 10 ersetzt. Es verfügt über eine Schnellangriffseinrichtung. Das Fahrzeug wurde sowohl mit Straßenantrieb (zulässige Gesamtmasse von 7,5 Tonnen) als auch mit Allradantrieb (zulässige Gesamtmasse von 9,5 Tonnen) ausgeliefert.

Seine Ausrüstung ist auf die Bekämpfung von Bränden ausgelegt und umfasst eine vierteilige Steckleiter. Das Fahrzeug kann jedoch wahlweise mit einer erweiterten Beladung zur Brandbekämpfung, die dann auch eine Tragkraftspritze und eine dreiteilige Schiebleiter umfasst, oder mit einer Zusatzbeladung zur technischen Unfallhilfe bestückt werden.

Löschgruppenfahrzeug 16[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Löschgruppenfahrzeug 16

Löschgruppenfahrzeug 16

Fahrzeugdaten
Abkürzung: LF 16
Land: Deutschland
Besatzung: 0/1/8/9
Feuerlöschpumpe: FP 16/8
Tragkraftspritze: TS 8/8 (optional)
Löschwasser: 800 - 1.200 Liter
Schaummittel: 6 × 20 Liter
Zul. Gesamtmasse: 12.000 Kilogramm
Antrieb: Straße / Allrad

Das Löschgruppenfahrzeug 16 (kurz: LF 16) war ein weit verbreitetes Standard-Löschfahrzeug der deutschen Feuerwehren und wurde durch das LF 16/12 beerbt. Bis 1991 war es in der DIN 14530 Teil 9 genormt. Das Fahrzeug konnte mit Straßen- oder Allradantrieb ausgeführt werden und hatte jeweils eine zulässige Gesamtmasse von 12 Tonnen.

Seine Beladung war primär auf Brandbekämpfung ausgerichtet und umfasste unter anderem eine vierteilige Steckleiter, eine dreiteilige Schiebleiter und eine Klappleiter. Hinzu kam eine Zusatzbeladung für technische Hilfeleistung kleineren Umfangs, zu der unter anderem zwei Büffelwinden gehörten. Darüber hinaus war eine umfangreiche Zusatzbeladung für dieses Fahrzeug möglich, die von Motorsäge und Trennschleifer über Beleuchtungsgerät und Tauchpumpe bis hin zu einer Beladung für technische Unfallhilfe reichte. Auch eine Seilwinde mit einer Zugkraft von bis zu 50 kN konnte geliefert werden.

Löschgruppenfahrzeug 16/12[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Löschgruppenfahrzeug 16/12

Löschgruppenfahrzeug 16/12

Fahrzeugdaten
Abkürzung: LF 16/12
Land: Deutschland
Besatzung: 0/1/8/9
Feuerlöschpumpe: FP 16/8
Tragkraftspritze: TS 8/8 (optional)
Löschwasser: 1.200 Liter
Schaummittel: 6 × 20 Liter
Zul. Gesamtmasse: 12.000 / 13.500 Kilogramm
Antrieb: Straße / Allrad

Das Löschgruppenfahrzeug 16/12 war ein insbesondere bei Berufs- und größeren Freiwilligen Feuerwehren weit verbreitetes Löschgruppenfahrzeug, das bis 2005 in der DIN 14530 Teil 11 genormt war. Sein Nachfolgermodell ist das LF 20 (bzw. frühere LF 20/16) und das HLF 20 (bzw. frühere HLF 20/16). Das LF 16/12 konnte mit Straßen- und Allradantrieb beschafft werden und hatte, abhängig vom Fassungsvermögen seines Löschwassertanks, eine zulässige Gesamtmasse von 12 oder 13,5 t.

Seine Beladung war auch für die überörtliche Unterstützung kleinerer Feuerwehren bei der Brandbekämpfung ausgelegt. Vielerorts, insbesondere bei den Berufsfeuerwehren, wurden für dieses Fahrzeug jedoch eigene Beladungskonzepte entwickelt, die es teilweise zu einem multifunktionalen Allroundgerät machten (u. a. Wasserwerfer, Seilwinde, Gefahrgutausrüstung, Druckzumischanlage oder auch Hochdruckpumpe), das jedes andere Feuerwehrfahrzeug ersetzen kann. Anders als sein Vorgängermodell verfügt das LF 16/12 standardmäßig auch über eine umfangreiche Ausrüstung zur Technischen Hilfeleistung — auch bei Verkehrsunfällen. Dazu zählten neben Trennschleifer, Motorsäge und Tauchpumpe auch ein hydraulischer Rettungssatz mit Spreizer SP 30-E oder SP 45-E, Schere S 90-E, Rettungszylinder sowie Zubehör.

Löschgruppenfahrzeug 24[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Löschgruppenfahrzeug 24

Löschgruppenfahrzeug 24

Fahrzeugdaten
Abkürzung: LF 24
Land: Deutschland
Besatzung: 0/1/8/9
Feuerlöschpumpe: FP 24/8
Löschwasser: min. 1.600 Liter
Schaummittel: 200 Liter
Zul. Gesamtmasse: 18.000 Kilogramm
Antrieb: Straße / Allrad

Das Löschgruppenfahrzeug 24 (kurz: LF 24) war das schwerste bisher genormte (nur Vornorm DIN 14530-10) Löschgruppenfahrzeug und speziell auf die Bedürfnisse von Berufsfeuerwehren ausgerichtet. In Nordrhein-Westfalen werden Neubeschaffungen dieses Fahrzeugtyps nach wie vor bezuschusst. Das Fahrzeug ist mit Straßen- oder Allradantrieb versehen und hat eine zulässige Gesamtmasse von 18 Tonnen. Es verfügt über einen festeingebauten Schaummitteltank mit 200 Litern Inhalt und eine Schnellangriffsvorrichtung. Seine Beladung ist für Brandbekämpfungs- und technische Hilfeleistungseinsätze bis zu mittlerem Umfang ausgelegt und umfasst unter anderem einen fest eingebauten Stromerzeuger und einen hydraulischen Rettungssatz. Am Heck des Fahrzeugs sind ein oder zwei fahrbare Schlauchhaspeln aufgeprotzt.

Löschgruppenfahrzeug 16 mit Tragkraftspritze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Löschgruppenfahrzeug 16 mit Tragkraftspritze

Löschgruppenfahrzeug 16 mit Tragkraftspritze

Fahrzeugdaten
Abkürzung: LF 16-TS
Land: Deutschland
Besatzung: 0/1/8/9
Feuerlöschpumpe: FP 16/8
Tragkraftspritze: TS 8/8
Schaummittel: 6 × 20 Liter
Zul. Gesamtmasse: 9.000 Kilogramm
Antrieb: Allrad

Das Löschgruppenfahrzeug 16 mit Tragkraftspritze (kurz: LF 16-TS) war vor allem in den 1970er Jahren ein weit verbreitetes Löschfahrzeug. Es verfügte über einen Allradantrieb und hatte eine zulässige Gesamtmasse von 9 Tonnen. Nahezu alle dieser Fahrzeuge wurden vom Bund für den erweiterten Katastrophenschutz beschafft. Ende der 1990er Jahre wurde erwogen, die Norm im Rahmen der Typenreduzierung zurückzuziehen. Man entschloss sich aber, das Fahrzeug als Löschgruppenfahrzeug für den Katastrophenschutz aufrechtzuerhalten. Es wurde durch das wasserführende LF 20 KatS ersetzt.

Das LF 16-TS verfügt nicht über einen eigenen Löschwasservorrat. Vielerorts wurde das Fahrzeug jedoch mit einer leistungsstärkeren Feuerlöschkreiselpumpe, die 2.400 l/min bei 8 bar und 3 Meter geodätischer Saughöhe fördert, und einer Tragkraftspritze, die 1.600 l/min bei 8 bar und 3 Meter geodätischer Saughöhe fördert, ausgerüstet. Ferner verfügt es über 600 m B-Schlauch und über 240 m C-Schlauch. Außerdem verfügt es über 120 l Schaummittel. Seine Ausrüstung war primär für die Brandbekämpfung und Löschwasserförderung ausgelegt.

In Hamburg wurden die LF 16-TS zusätzliche für technische Unfallhilfe ausgerüstet und tragen dann die Bezeichnung LF 16-TH. Die Berliner Feuerwehr verfolgt ein ähnliches Konzept. Die dortigen LF 16-TS mit entsprechender Zusatzbeladung werden als LF 16-Z bezeichnet. Sowohl die Zusatzbeladung als auch die Tragkraftspritze werden in Berlin auf einem austauschbaren Trägermodul vorgehalten, sodass das Fahrzeug je nach Einsatzlage wahlweise mit Tragkraftspritze oder Ausrüstung zur Technischen Hilfeleistung beladen werden kann.[11]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Geschichtsteil sollte erweitert werden. Ansätze befinden sich auf der Diskussionsseite --Bestboy 19:24, 15. Nov. 2008 (CET)
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Leichtes Löschgruppenfahrzeug LLG in luftwaffengrau, Baujahr 1943 Rheinland-Pfälzisches Feuerwehrmuseum Hermeskeil

Die Entwicklung der Löschgruppenfahrzeuge begann am 16. Februar 1940 mit dem Erlassen der Bauvorschriften für das Leichte Löschgruppenfahrzeug (LLG), das Schwere Löschgruppenfahrzeug (SLG) und das Große Löschgruppenfahrzeug (GLG).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kortt, Schmid, Schröder: Hamilton - Handbuch für den Feuerwehrmann, Boorberg-Verlag ISBN 3415019993
  2. http://www.feuerwehrmagazin.de/fahrzeuge-modelle/fahrzeuge/neue-normen-fur-lf-und-hlf-23989
  3. ReDI http://www-fr.redi-bw.de/
  4. Normübersichtsseite für ein LF 10 auf din.de
  5. Normübersichtsseite für ein LF 20 auf din.de
  6. a b Bayerisches Staatsministerium des Inneren, für Bau und Verkehr (2015): Feuerwehr-Zuwendungsrichtlinien; Abweichungen von Normvorgaben bei Feuerwehrfahrzeugen - weitere Ergänzung.
  7. Bayerisches Staatsministerium des Inneren, für Bau und Verkehr (2014): Feuerwehr-Zuwendungsrichtlinien; Abweichungen von Normvorgaben bei Feuerwehrfahrzeugen - Ergänzung.
  8. a b Normübersichtsseite für ein LF 20 KatS auf din.de
  9. a b c Vgl. für die Beladungsliste: Staatliche Feuerwehrschule Regensburg (2014): Mindestausrüstung Löschgruppenfahrzeug für den Katastrophenschutz LF 20 KatS - Ausgabe 09 / 2012 -
  10. a b c BBK (2011): Begleitheft: Ausstattungssatz, Beladeplan und Typenblatt für Löschgruppenfahrzeug für den Katastrophenschutz - LF-KatS
  11. Berliner Feuerwehr – Katastrophenschutzfahrzeuge, abgerufen am 15. November 2015.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hamilton: Handbuch für den Feuerwehrmann. Boorberg-Verlag, ISBN 3-415-01705-2
  • Cimolino, Zawadke: Einsatzfahrzeuge für Feuerwehr und Rettungsdienst (Typen). Ecomed Sicherheit, ISBN 3-609-68667-7

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Löschgruppenfahrzeug – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien