SS-Heimatschutz Slowakei

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SS-Heimatschutz Slowakei (HS) war eine militärische Hilfseinheit innerhalb der Waffen-SS, die während des Zweiten Weltkriegs in der Slowakei aktiv war.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1943 mehrten sich Berichte über Partisanenaktivitäten in der Slowakei. Im Sommer 1944 wurden diese Berichte über die Aktivitäten von Partisanen in der Ost- und Mittelslowakei immer häufiger und spezifischer. In den Berichten wurde auch das Absetzen sowjetischer Agenten durch Luftlandung zum Aufbau von Partisaneneinheiten sowie sowjetische Waffenlieferungen erwähnt. Am 25. Juli 1944 fand in Bratislava ein Treffen slowakisch-deutscher Führer statt. Volksgruppenführer Franz Karmasin forderte zum Schutz der deutschen Siedlungen die Gründung einer paramilitärischen Organisation im slowakischen Staat. Am 19. August 1944 schickte Karmasin einen zusammenfassenden Bericht an den Reichsführer SS Heinrich Himmler, in dem er erklärte, dass die Situation in der Slowakei kritisch werde. Karmasin teilte Himmler auch mit, dass die Deutschen in der Slowakei mit dem Aufbau eines bewaffneten Heimatschutzes (HS) begonnen hätten, einer bewaffneten Organisation unter dem Kommando von Ferdinand Klug, Leiter der Freiwilligen Schutzstaffel (FS), mit Zustimmung der Deutschen Botschaft.[1]

Die Hauptaufgabe des Heimatschutzes bestand darin, die deutsche Minderheit in der Slowakei vor möglichen Partisanenangriffen zu schützen. Der Plan von Karmasin scheiterte jedoch daran, dass der Slowakische Aufstand am 29. August 1944 früher als erwartet begann und in einigen Fällen die Waffen, welche zur Bewaffnung der Heimatschutz-Mitglieder vorgesehen waren, in die Hände von Partisanen fielen. Während des Aufstandes kam es zu schweren Kriegsverbrechen an Angehörigen der deutschen Minderheit in Gebieten, in denen Selbstschutzeinheiten nicht rechtzeitig aufgestellt worden waren, so beim Massaker von Glaserhau.[2] Anfang September 1944 begann die Ausbildung von Mitgliedern der bewaffneten Organisation HS, an der 8000 männliche Deutsche in der Slowakei beteiligt waren. Zum Zeitpunkt des Aufstandes standen die Heimatschutzeinheiten unter dem Kommando des SS-Obergruppenführers Gottlob Berger.[3]

Nach dem Ausbruch des Aufstands wurden die bewaffneten Einheiten des HS verstärkt. Der SS-Heimatschutz Slowakei beteiligte sich an Militäraktionen gegen die Partisanen, die sich in den Bergen und Wäldern verstecken.[4]

Im März 1945 wurden die Heimatschutz-Einheiten durch SS-Obersturmbannführer Hans Thumser reorganisiert. Kommandant des SS-Heimatschutzes Slowakei wurde Oberst Rudolf Pilfousek, ehemals Offizier der tschechoslowakischen Armee, der später als Offizier der slowakischen Armee am Feldzug gegen die Sowjetunion teilnahm und 1944 als SS-Standartenführer der SS beitrat. Pilfousek war direkt dem SS-Obergruppenführer Gottlob Berger unterstellt. 1945 zogen die Einheiten des SS-Heimatschutz Slowakei sich zusammen mit der Wehrmacht nach Westen aus der Slowakei zurück.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lenka Šindelářová: Finale der Vernichtung. Die Einsatzgruppe H in der Slowakei 1944/1945. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2013, ISBN 3-53425-973-4.
  • Dušan Kováč: Nemecko a nemecká menšina na Slovensku, 1871–1945. Veda, Bratislava 1991.
  • Dušan Kováč: History of Slovakia. Kalligram, Bratislava 2011.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus der Tschechoslowakei. Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa , Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte, Bonn 1957, ISBN 3-89350-560-1. Abschnitt 2: Der slowakische Aufstand (August bis Oktober 1944), S. 165.
  2. Politische Entwicklung nach 1900. In: Website der Ortsgemeinschaft Schmiedshau.
  3. Barbara Hutzelmann, Mariana Hausleitner, Souzana Hazan: Slowakei, Rumänien und Bulgarien. Walter de Gruyter, 2018, ISBN 3-11049-520-1, S. 43.
  4. Die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus der Tschechoslowakei. Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa , Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte, Bonn 1957, ISBN 3-89350-560-1. Abschnitt 2: Der slowakische Aufstand (August bis Oktober 1944).