Volksgruppenführer

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Volksgruppenführer waren in der Zeit des Nationalsozialismus die anerkannten politischen Leiter der außerhalb der Grenzen des Deutschen Reichs (1933 bis 1945) lebenden Menschen deutscher Volkszugehörigkeit mit fremder Staatsangehörigkeit, der „Volksdeutschen“ in Rumänien (550.000 Volksdeutsche in 1944),[1] in Serbien, Kroatien und in Slowenien (insgesamt im Königreich Jugoslawien 500.000 in 1931),[2] Ungarn (465.000 in 1941),[1] Südtirol (200.000 in 1939),[3] Slowakei (126.000 in 1930)[4] und Dänemark (30.000 nach 1920).[5]

Die Verwendung des Ausdrucks „Volksgruppenführer“ im heutigen deutschen Sprachgebrauch hat keinen zwingenden nationalsozialistischen Nachklang und bezeichnet allgemein ethnopolitische Spitzenvertreter von Volksgruppen.[6]

Organisation und Status[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zentralisierung der Volkstumspolitik unter SS-Einfluss (VoMi) - Stufe II vom 27. Januar 1937[7]

Die Volksdeutsche Mittelstelle (VoMi), geleitet von SS-Obergruppenführer Werner Lorenz, wurde ursprünglich 1936 als Instrument nationalsozialistischer Außenpolitik ins Leben gerufen. Das Ziel der Organisation war, die „Volksdeutschen“ im Ausland finanziell und politisch zu unterstützen und gleichzeitig für die NS-Volkstumspolitik zu instrumentalisieren, zusammen mit der Ernennung nationalsozialistisch orientierter „Volksgruppenführer“, die oftmals im Geiste des Nationalsozialismus und der SS in Deutschland geschult waren.[8] Den „Volksgruppenführungen“ oblag auch die Jugendarbeit.[9] Das Bestreben der VoMi war es, auf Basis des „Führerprinzips“ und der „Volksgemeinschaft“ durch „Gleichschaltung“ der Institutionen der Deutschen Volksgruppe im jeweiligen Gastgeberland solche „Volksgruppenführer“ aufzubauen und durchzusetzen, die einerseits den Anordnungen der VoMi und des Außenamtes gegenüber gefügig waren, anderseits aber in ihrer minderheitlichen „völkischen“ Politik ihre mit dem Deutschen Reich oft verbündeten Heimatstaaten nicht brüskierten oder verärgerten.[10] In diesem Sinne wurden auch sämtliche Hilfsorganisationen gleichgeschaltet, die bis dahin mit Auslandsdeutschen zusammengearbeitet hatten.[8] Bis 1942 baute der Reichsführer SS Heinrich Himmler, nun auch Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums, die VoMi zu einem SS-Hauptamt aus, dem ab September neben der Volkstumsarbeit, der Betreuung der Deutschen Volksliste, der Absiedlung, dem Transport und der Versorgung von Umsiedlern nun auch offiziell die „Führung der deutschen Volksgruppen mit fremder Staatsangehörigkeit“ zufiel. Die deutschen Volksgruppen verloren damit ihre Eigenständigkeit und gerieten unter das Kommando reichsdeutscher nationalsozialistischer Amtswalter.[11]

Die Regierungen der Länder, die sich mit dem Deutschen Reich verbündet hatten oder sich in einem besonderen Abhängigkeitsverhältnis befanden, sahen sich schon aus Gründen des Selbsterhalts zu einer weitgehenden Kollaboration gezwungen. Die VoMi sicherte die Existenz der Volksgruppen, indem sie im Staatsleben dieser Nationen den Volksgruppen und ihrer Führung vielfach eigene Rechtspersönlichkeiten schuf.[11] „Da“, so das Grenz- und Auslandsamt der HJ-Führung, „der deutsche Mensch seine Kräfte und Fähigkeiten nur unter einer deutschen Führung entfalten“ könne, und „alles das das deutsch [sei] im Menschen nur im Schutz und in der Geborgenheit des Deutschen Reiches zur völligen Entwicklung“ kommen könne, habe die „Führung des Reichs ihn [den Volksdeutschen] in ihre Obhut genommen“ und „alle Mühe“ darauf verwandt, „die stärksten und schönsten Eigenschaften des deutschen Menschen in jeder erdenklichen Weise zu festigen und zu fördern“. Dies sei geglückt, denn „heute“ [1941] „verfüge das Volksdeutschtum in Europa über sechs straff ausgerichtete Volksgruppen unter Führung ihrer Volksgruppenführer“.[12]

Amtsträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rumänien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfram Bruckner folgte Fritz Fabritius von der „Deutschen Volksgemeinschaft in Rumänien“ im November 1939 bis September 1940 ad interim als Landesobmann. Er wurde im Dezember 1939 von der VoMi als „Volksgruppenführer“ der neubenannten „Deutschen Volksgruppe in Rumänien“ (DViR) eingesetzt.[13][14]
  • Andreas Schmidt, Volksgruppenführer der „Deutschen Volksgruppe in Rumänien“ vom 27. September 1940 bis Herbst 1944, SS-Hauptsturmführer
Der Leiter der VoMi Werner Lorenz ernannte Schmidt am 27. September 1940 in Brașov[15] zum „Volksgruppenführer“.[16][Anmerkung 1] Die NSDAP der Deutschen Volksgruppe in Rumänien (NSDAP der DViR) war am 20. November 1940 auf Druck des Deutschen Reiches per Dekretgesetz Nr. 830 von der faschistischen Regierung Rumäniens unter Ion Antonescu als juristische Person öffentlichen Rechtes anerkannt und zum „alleinigen Willensträger der Deutschen Volksgruppe in Rumänien“ bestimmt. Sie arbeitete im Rahmen des nationalen rumänischen Legionärstaates.[17] Die einigermaßen selbständige Politik seiner Vorgänger wandelte sich nun in eine radikale Militarisierung aller Lebensbereiche der deutschen Minderheit.[18] Dabei erwies sich Schmidt als reiner Karrierist und war bereit jegliche Befehle der übergeordneten Stellen im Deutschen Reich auszuführen, auch wenn diese mit Risiken und Nachteilen für die deutschen Minderheit verbunden waren.[16] Obwohl Schmidt sich mehr mit dem Deutschen Reich und der SS identifizierte als alle anderen „Volksgruppenführer“ Südosteuropas trat er doch erst Anfang 1945 förmlich als SS-Hauptsturmführer bei.[19] Schmidt wurde 1945 verhaftet und verstarb im Frühjahr 1948 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft unter ungeklärten Umständen im Lager „1 Kapitalnaia“ in Workuta, Republik Komi.[20][Anmerkung 2]

Serbien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Josef Janko
Janko wurde im Mai 1939 auf Druck der VoMi und des Vereins für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland (VDA) zum Bundesobmann des Schwäbisch-Deutschen Kulturbundes gewählt und nannte sich nach kurzer Zeit im Amt bereits „Volksgruppenführer“. Nach dem Zusammenbruch Jugoslawiens im April 1941 wurde Janko von der VoMi offiziell zum „Volksgruppenführer der Deutschen Volksgruppe im Banat und Serbien“ ernannt[22] und die „Volksgruppe“ mit Verordnung der Regierung unter Ministerpräsident Milan Nedić vom 19. Juli 1941 als juristische Person des öffentlichen Rechts erklärt.[23] In dieser Funktion ordnete Janko im März 1942 die Wehrpflicht für alle „volksdeutschen“ Männer vom 17. bis zum 50. Lebensjahr zum Dienst in der 7. SS-Freiwilligen-Gebirgs-Division „Prinz Eugen“ unter Brigadeführer Artur Phleps an[24] und stellte die Nichtbefolgung dieses Befehls unter „strengste Strafe“.[25]
Nach dem Umschwenken Rumäniens auf die Seite der Sowjetunion am 23. August 1944 rückte die Rote Armee nun auch auf Serbien vor. Jankos Plan zur Evakuierung der deutschen Volksgruppe vom 2. September 1944 (Ausweichen aus dem voraussichtlichen Kampfgebiet) wurde vom SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Polizei Hermann Behrends unter Berufung auf einen Geheimen Führerbefehl[26] untersagt; erst am 1. Oktober gab Behrends seine Zustimmung. Janko konnte sich mit militärischen Einheiten über eine bei Aradac liegende Brücke über die Theiß in die Batschka absetzen.[27] Der nach dem Einmarsch der Roten Armee und der nachrückenden Partisaneneinheiten in der Vojvodina verbleibende Teil der deutschen Bevölkerung war in der Folge Massenerschießungen, Verhaftungen, Misshandlungen, Plünderungen, Vergewaltigungen und Zwangsarbeit ausgeliefert.[28] Zum Ende des Krieges begab sich Janko in die Obersteiermark. Er wurde verhaftet und im Lager Wolfsberg in der Britischen Besatzungszone (Kärnten) interniert. Mit einem Pass des Roten Kreuzes konnte er nach Argentinien flüchten.[29] Er arbeitete als Jurist in Villa General Belgrano, nebenbei veröffentlichte er Bücher; bekleidete aber nach dem Krieg keine Ämter mehr.[30]

Kroatien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Branimir Altgayer
Nach der deutschen Besetzung und Aufteilung Jugoslawiens entsandte Josef Janko als Repräsentanten für die deutschen Volksgruppen Branimir Altgayer nach Kroatien, Josef Meier nach Slawonien und Sepp Redinger nach Syrmien und Bosnien. Alle drei hatten die provisorischen Regierungen ihrer jeweiligen Gebiete über ihre Volksgruppenführerschaft informiert und trafen sich im April 1941 in Osijek.
Ante Pavelić war ab dem 17. April 1941 „Staatsführer“ des neugegründeten Unabhängigen Staates Kroatien. Bereits am 15. April hatte er der deutschen Minderheit privilegierte Rechte per Gesetz zugesagt. Pavelić empfing am 21. April Meier und Redinger in Zagreb, wo die beiden durch interne Streitigkeiten über Befugnisse und Jurisdiktion auffielen, bei denen Pavelić nur auf die VoMi verweisen konnte. Die VoMi informierte Altgayer bei seinem Besuch in Berlin, dass Meier und Redinger ins Reich zurückberufen werden würden und ernannte Altgayer zum „Volksgruppenführer“ aller Deutschen innerhalb des Kroatischen Staates.[32] Mit der rechtlichen Stellung und den Befugnissen eines Staatskommissars[33] respektive eines Staatsdirektors (1941, ab 1943 Staatssekretär) ausgestattet[34] vertrat er die Interessen der ihm nun unterstehenden deutschen Volksgruppe vor der kroatischen Regierung. Sein Geschäftskreis war denkbar umfassend definiert, ebenso großzügig gefasst war das Verordnungsrecht im Rahmen der Gesetze, das ihm für die inneren Angelegenheiten der Volksgruppe zustand.[33][Anmerkung 3]
Nach dem Vorbild des Deutschen Reichs wurde bald eine straff organisierte politische Einheit der deutschen Volksgruppe erzielt, die langsam die Form einer zentralistisch geführten paramilitärischen Organisation mit straffen Hierarchien annahm und politisch in der Nationalsozialistischen Deutschen Gefolgschaft in Kroatien (NSDGK) zusammengefasst wurde. Die Deutsche Mannschaft entwickelte sich ursprünglich aus den Bürgerwehren der einzelnen Orte nach dem Vorbild der SS.[35] Die VoMi hatte ihre Probleme mit Altgayer, da er dank seines Renommees in der kroatischen Führung und der deutschen Minderheit zunehmend die Instruktionen der VoMi außer Acht ließ, besonders wenn er glaubte, dass die Forderungen des Reiches nicht im besten Interesse „seiner“ Volksdeutschen waren.[36] Am 19. Mai rückte Altgayer in die Waffen-SS ein und übergab die Geschäfte seinem Stellvertreter, Großgespann Jakob Ellicker. Am 13. Juni wurde er im Rang eines SS-Sturmbannführers[31] zum Einsatz als Beobachter[37] an der Ostfront verabschiedet und kehrte am 20. August „auf höhere Weisung“ zurück, um die Position des „Volksgruppenführers“ wieder einzunehmen.[38] Hier ordnete er die Generalmobilisierung der deutschen Volksgruppe an.[37] Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Altgayer im Lager Wolfsberg (Britische Besatzungszone Kärnten) interniert und an Jugoslawien ausgeliefert, im Januar 1950 in Zagreb wegen „Verbrechen gegen Volk und Staat“ zum Tode verurteilt und am 15. Mai 1950 hingerichtet.[39]
  • Hauptsturmführer der Waffen-SS Jakob Lichtenberger wurde vom SS-Personalamt[40] während eines Fronteinsatzes Altgayers für die Zeit vom 11. November 1944 bis 1. Februar 1945 zum „Volksgruppenführer in Kroatien“ ernannt.[41]
1945 floh Lichtenberger von Kroatien nach Pforzheim in Deutschland[41] und betätigte sich als Lehrer[42] sowie beim „Südostdeutschen Kulturwerk“ in München.[41] 1974 verließ er Deutschland nach Brasilien.[43][44] 2005 verstarb Lichtenberger in Deutschland.[45]

Slowenien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilhelm Lampeter

Die politische Interessenvertretung der 12.000 Menschen starken[46] deutschen Volksgruppe der Gottscheer in der deutschen Sprachinsel Gottscheer Land formte sich bereits in den 1920er Jahren und war keine öffentliche Einrichtung, die durch Wahlen oder Berufung zustande gekommen war, sondern wurde von dem Rechtsanwalt Hans Arko und dem Pfarrer Josef Eppich geleitet, auf die man kraft ihrer Persönlichkeit „allgemein hörte“ und die vorübergehend auch amtliche Funktionen ausübten.[47] Im November 1938 erhielt Arko von der „Arbeitsstelle Gottschee im VDA, Berlin“, die Mitteilung, er sei als „Volksgruppenführer“ abgesetzt. In der Folge formierte sich ein dreiköpfiges Gremium, bestehend aus Josef Schober, Wilhelm Lampeter und Martin Sturm, die sich der nationalsozialistischen Idee angeschlossen hatten. Schober übernahm den Vorsitz und wurde künftig als „Volksgruppenführer“ bezeichnet.[48][49] Schober, Lampeter und Sturm trafen sich in der zweiten Maihälfte 1941 mit SS-Brigadeführer Ulrich Greifelt sowie Dienststellenleitern des „Reichskommissars für die Festigung deutschen Volkstums“ in Berlin,[50] wo sie darauf verwiesen, dass ein Volksgruppenführungsstab bereits aus eigener Initiative aufgestellt war.[51] Mit der am 1. Oktober 1941 in Kraft tretenden Vereinbarung zwischen Adolf Hitler und Benito Mussolini wurde die Umsiedlung der Gottscheer in das nach Absiedelung von 37.000 Slowenen „ethnisch bereinigte“[52]Ranner Dreieck“ in der historischen Region Untersteiermark im Deutschen Reich beschlossen. Die „Gottscheer Mannschaft“ mit ihrer unter SS-Sturmbannführer Lampeter in jedes Dorf reichenden Organisation übernahm die Aufgabe, die Umsiedlung flächendeckend umzusetzen.[53]

In der vorliegenden Literatur wird Lampeter als der eigentliche „starke Mann“ der Volksgruppenführung beschrieben,[48][Anmerkung 4] über Josef Schobers weiteren Verbleib gibt sie wenig Auskunft. Lampeter wurde nach seiner Beschwerde bei Himmler über die am Zielort der Umsiedlung vorgefundenen katastrophalen Zustände[54] im Februar 1942 degradiert[55] und die Volksgruppenführung abgesetzt. Lampeter nennt Heinrich Hönigmann, Petsche und Maurin, die an ihre Stelle gesetzt wurden.[56] Er diente darauf ab dem 30. Juni 1942 bei der Waffen-SS an verschiedenen Kriegsschauplätzen und wurde letztendlich Anfang 1945 vom Leiter des SS-Hauptamtes Gottlob Berger zum Aufbau des Volkssturms im Ansiedlungsgebiet der Gottscheer in Rann abkommandiert.[55] Zum Ende des Krieges gelangte er in die Sowjetische Besatzungszone nach Hainichen.[57] In der Deutschen Demokratischen Republik erhielt er Professuren an verschiedenen Universitäten.[58][59]

Ungarn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Franz Anton Basch
Unter dem christlich-national eingestellten Jakob Bleyer, dem ungarischen Minister für nationale Minderheiten von 1919 bis 1920,[60] entwickelte sich Basch bald zu einer der führenden Persönlichkeiten der Ungarndeutschen. Im Gegensatz zur versöhnlichen und kulturelle Ziele verfolgenden Politik Bleyers verfolgte Basch mit der politischen und finanziellen Unterstützung des Deutschen Reiches die völlige politische Autonomie der Ungarndeutschen, den Pangermanismus. Der Erste Wiener Schiedsspruch von 1938 erzwang diese Autonomie.[61]
Nach dem Zweiten Wiener Schiedsspruch von 1940 ernannte ihn Hitler zum „Volksgruppenführer“, womit er der VoMi unterstellt war.[62] Zwar hatte Basch bereits im November 1938 den „Volksbund der Deutschen in Ungarn“ gegründet,[63] in dem er die deutsche Minderheit nach dem Muster der NSDAP als autonomen Staat innerhalb des Königreichs Ungarn organisierte,[61] jedoch galt sein Verhältnis zu Berlin als schwierig.[62][Anmerkung 5] Seit dem Kriegseintritt Ungarns 1941, als Rekrutierungen von „Freiwilligen“ zur Waffen-SS unter den „Volksdeutschen“ von der ungarischen Regierung zugelassen wurden (Basch hatte sich 1940 noch widersetzt),[64] bemühte sich die ungarische Regierung bis zur Besetzung Ungarns durch deutsche Truppen im März 1944 die Rechte der deutschen Minderheit zu beschränken.[65] Die Wehrmacht nutzte die „Deutsche Mannschaft“, eine dem „Volksgruppenführer“ unterstehende paramilitärische Organisation für den „Heimatschutz“, als provinzielles Hilfsinstrument bei der Besatzung Ungarns.[66]
Baschs Politik rief unter den Ungarn Verbitterung hervor[67] und trug mit zur Zwangsaussiedlung von Volksdeutschen nach 1945 bei.[61] Er lehnte in der Endphase des Krieges eine sichere Zuflucht in Österreich ab und wurde auf ungarisches Verlangen als Kriegsverbrecher ausgeliefert.[62] Für seine politische Tätigkeit wurde Basch zum Tode verurteilt und im April 1946 hingerichtet.[68]

Südtirol[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Hofer
Unter Hofers Leitung organisierte die Nachfolgeorganisation des Völkischen Kampfrings Südtirols, die Arbeitsgemeinschaft der Optanten für Deutschland (AdO) in der Option in Südtirol die Umsiedlung der Südtiroler „Volkdeutschen“ „heim ins Reich“. Der Reichsführung in Berlin gegenüber trat Hofer als „Volksgruppenführer“ auf und wurde auch von weiten Kreisen der Optanten als solcher betrachtet.[69][Anmerkung 6]
Nachdem im September 1943 die Wehrmacht Südtirol besetzt und die Operationszone Alpenvorland errichtet hatte, wurde die AdO aufgelöst und in „Deutsche Volksgruppe Südtirol“ umbenannt, wo sie für 20 Monate die einzige zugelassene politische Bewegung war.[70] Ihr Leiter war der nun offizielle „Volksgruppenführer“ Peter Hofer, der dem Stabshauptamt des Reichskommissars für die Festigung deutschen Volkstums unter der Leitung von SS-Obergruppenführer Ulrich Greifelt direkt unterstand.[71][Anmerkung 7] Am 21. September 1943 ernannt ihn der Oberste Kommissar der Operationszone, Franz Hofer, zum Präfekt von Bozen. Im Dezember 1943 starb Peter Hofer durch eine Fliegerbombe. Am selben Tag wurde in Bozen sein Nachfolger Karl Tinzl zum Präfekt ernannt,[70] jedoch blieb der Posten des „Volksgruppenführers“ in der Folge vakant.[72]

Slowakei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Franz Karmasin
1937 war Karmasin Stellvertreter der von Konrad Henlein geleiteten Sudetendeutschen Partei.[74] Die Slowakei erkannte 1938 ihre deutsche Volksgruppe rechtlich an. Ihr stand Karmasin auch als Vorsitzender der Deutschen Partei vor. Der Hauptmann der slowakischen Armee[75] bekleidete in der slowakischen Verwaltung die Position eines Staatssekretärs,[76] zu dem ihn der kurz darauf als Staatspräsident des Slowakischen Staates ins Amt gekommene Jozef Tiso ernannte.[77] Karmasin war organisatorisch an Deportationen von slowakischen Juden beteiligt,[78][79] sowie an der Säuberung der deutschen Minderheit von „rassisch minderwertigen und asozialen Elementen“.[77] Am 1. September 1943 wurde Karmasin – auf Anliegen Tisos bei Himmler – zum Hauptsturmführer der Waffen-SS ernannt und warb unter den „Volksdeutschen“ für den Eintritt in die Waffen-SS.[73]
Nach Ende des Krieges floh er über Österreich nach Deutschland,[77] wo er Geschäftsführer des Witikobundes sowie Mitglied des Sudetendeutschen Rates und der Bundesversammlung der Sudetendeutschen Landsmannschaft war.[80] Bereits 1947 war Franz Karmasin in der Tschechoslowakei in Abwesenheit zum Tode verurteilt worden; die deutsche Regierung verweigerte jedoch seine von der Prager Regierung geforderte Auslieferung. Er verstarb 1970 in Steinebach am Wörthsee.[81][82]

Dänemark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jens Möller
Im Juli 1937 etablierte die vorgesetzte VoMi[84] Jens Möller von der 1935 gegründeten „Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei Nordschleswig“ (NSDAP-N) zum Hauptansprechpartner des Reiches für die dortige Volkstumsarbeit.[85] Ab 1938 trat Jens Möller mit Unterstützung Berlins als unbestrittener „Volksgruppenführer“ hervor.[86] Möller erhoffte sich eine Grenzrevision mit dem Ziel einer Wiedervereinigung von Nordschleswig mit Schleswig-Holstein,[87] jedoch legten die reichsdeutschen Behörden seiner Manövrierfreiheit sehr enge Grenzen auf.[88] Im Dezember 1940 wurde Jens Möller in Berlin angewiesen „das Deutschtum in der Heimat zu befestigen“, wonach die „Volksgruppenführung“ ihr Hauptaugenmerk auf eine Stärkung der politischen Organisation und des kulturellen Lebens der Volksgruppe setzte.[89] 1943 richtete das dänische Staatsministerium ein behördliches Büro für die deutsche Volksgruppe ein.[84]
Jens Möller wurde nach Kriegsende 1945 im Lager in Fårhus interniert. Die „Rechtsabrechnung“ der Nachkriegszeit warf Möller vor, während der deutschen Besatzung für die deutschen Polizeibehörden in Dänemark gegen Dänen spioniert zu haben und aktiv an der Anwerbung junger Angehöriger der Minderheit als Rekruten für den Kriegsdienst aus Formationen wie dem „Zeitfreiwilligen-Korps“ oder dem „Selbstschutz“ beteiligt gewesen zu sein, und verurteilte ihn zu 12 Jahren Gefängnis.[90] 1951 kam er bei einem Verkehrsunfall ums Leben.[91]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Immo Eberl, Konrad G. Gündisch: Die Donauschwaben. Kapitel 6: Die Statistik der deutschen Siedlung Südosteuropas. Innenministerium Baden-Württemberg, Jan Thorbecke Verlag, 1987.
  2. Hans Harmsen: Soziale Dienste für Spätaussiedler. Konrad-Adenauer-Stiftung für Politische Bildung und Studienförderung. Eichholz-Verlag, 1976, ISBN 3-87198-074-9, S. 18.
  3. Niederschrift der Besprechung über die Südtiroler Frage, stattgefunden am 23. Juni 1939 von 16-17.50 im Geheimen Staatspolizeiamt, Berlin SW 11, Prinz-Albrecht-Str. 8. (Text der deutschen Delegation)
  4. Ernst Hochberger: Einführung in die Geschichte der Karpatendeutschen in der Slowakei. Sinn, Juli 2000.
  5. Jørgen Kühl: Nationale Minderheiten in der Europäischen Union am Beispiel der deutschen Minderheit in Dänemark. In: Archiv für Sozialgeschichte. 44, 2004, S. 571.
  6. Als Beispiel sollen die Volksgruppenführer der Zyperngriechen oder Zyperntürken gelten:
    • in Deutschland
    Überwindung der Teilung Zyperns. Zyprische Volksgruppenführer kündigen Treffen an. In: n-tv. 28. April 2015
    Zypern. Volksgruppenführer verständigen sich auf Zeitplan. In: Frankfurter Allgemeine. 16. Januar 2002
    • in Österreich
    Hoffnung für Zypern: Gemeinsame Ansprache der Volksgruppenführer. (Memento vom 27. Dezember 2015 im Internet Archive) In: Wirtschaftsblatt. 25. Dezember 2015
    Zyperns Volksgruppenführer suchen historische Annäherung. In: Salzburger Nachrichten. 23. April 2015
    • in der Schweiz
    Treffen der griechischen und türkischen Volksgruppenführer. In: Neue Zürcher Zeitung. 22. November 2013
    Zyprische Volksgruppenführer schlendern durch das geteilte Nikosia. In: Blick. 23. Mai 2015.
  7. Tammo Luther: Volkstumspolitik des Deutschen Reiches 1933–1938: Die Auslandsdeutschen im Spannungsfeld zwischen Traditionalisten und Nationalsozialisten. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-515-08535-1, S. 156; seinerseits angelehnt an H.-A. Jacobsen: NS-Außenpolitik. S. 245, Übersicht 7.
  8. a b Hans Buchheim: Die SS – das Herrschaftsinstrument, Befehl und Gehorsam. München 1967, S. 192 ff.
  9. Michael Buddrus: Totale Erziehung für den totalen Krieg: Hitlerjugend und nationalsozialistische Jugendpolitik. Walter de Gruyter, 2003, ISBN 3-11-096795-2, S. 773.
  10. Wie groß war der Einfluss des Nationalsozialismus auf die Donauschwaben? Analyse zum Vorwurf der Verstrickung in die „faschistische Gewaltherrschaft“. Donauschwaben in Oberösterreich.
  11. a b Günter Kaufmann: Das Kommende Deutschland: Die Erziehung der Jugend im Reich Adolf Hitlers. Junker & Dünnhaupt, 1940. In: Michael Buddrus: Totale Erziehung für den totalen Krieg: Hitlerjugend und nationalsozialistische Jugendpolitik. Walter de Gruyter, 2003, ISBN 3-11-096795-2, S. 773.
  12. Lagebericht des Grenz- und Außenamtes der Reichsjugendführung, Dezember 1941. In: Michael Buddrus: Totale Erziehung für den totalen Krieg: Hitlerjugend und nationalsozialistische Jugendpolitik. Walter de Gruyter, 2003, ISBN 3-11-096795-2, S. 773.
  13. Johann Böhm: Nationalsozialistische Indoktrination der Deutschen in Rumänien 1932–1944. Peter Lang, 2008, ISBN 978-3-631-57031-9, S. 90.
  14. Paul Milata: Zwischen Hitler, Stalin und Antonescu: Rumäniendeutsche in der Waffen-SS. Böhlau Verlag, Köln/ Weimar 2007, ISBN 978-3-412-13806-6, S. 333.
  15. Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde: Zeitschrift für Siebenbürgische Landeskunde. Ausgabe 27. Böhlau Verlag, 2004.
  16. a b Klaus Popa: Die Herrschaftsbestrebungen des Volksgruppenführers und Machtmenschen Andreas Schmidt und die Deutsche Volksgruppe in Rumaenien (1940–1944) als Paradebeispiel für NS-Fanatisierung und –Instrumentalisierung.
  17. Dekretgesetz betreffend die Rechtsstellung der Deutschen Volksgruppe in Rumänien. In: Dokumente der Deutschen Politik. Band 8/1. Berlin 1943, S. 410–411.
  18. Johann Böhm: Nationalsozialistische Indoktrination der Deutschen in Rumänien 1932–1944. Peter Lang, 2008, ISBN 978-3-631-57031-9, S. 91f.
  19. Paul Milata: Zwischen Hitler, Stalin und Antonescu: Rumäniendeutsche in der Waffen-SS. Böhlau Verlag, Köln/ Weimar 2007, ISBN 978-3-412-13806-6, S. 56.
  20. Paul Milata: Zwischen Hitler, Stalin und Antonescu: Rumäniendeutsche in der Waffen-SS. Böhlau Verlag, Köln/ Weimar 2007, ISBN 978-3-412-13806-6, S. 342.
  21. Ekkehard Völkl, Zsolt K. Lengyel: Westbanat, 1941–1944: die deutsche, die ungarische und andere Volksgruppen. Rudolf Trofenik, 1991, S. 49.
  22. Johann Böhm: Die deutsche Volksgruppe in Jugoslawien 1918–1941: Innen- und Außenpolitik als Symptome des Verhältnisses zwischen deutscher Minderheit und jugoslawischer Regierung. Verlag Peter Lang, 2009, ISBN 978-3-631-59557-2, S. 199.
  23. Arnold Suppan: Hitler - Beneš - Tito: Konflikt, Krieg und Völkermord in Ostmittel- und Südosteuropa. Österreichische Akademie der Wissenschaften, 2014, ISBN 978-3-7001-7560-5, S. 1028.
  24. Hans-Ulrich Wehler: Nationalitätenpolitik in Jugoslawien: die deutsche Minderheit 1918–1978. Vandenhoeck & Ruprecht, 1980, ISBN 3-525-01322-1, S. 60 f.
  25. Dokument 167E: Verordnungsblatt der deutschen Volksgruppenführung, Folge 8 vom 1. März 1942. Dokument 177E: Einberufungsbefehl des Ergänzungsamtes der deutschen Volksgruppe vom 3. April 1942. In: Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte (Hrsg.): Das Schicksal der Deutschen in Jugoslawien. Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa. Band 5, Bonn 1961.
  26. Datei:Evakuierung im Banat.jpg
  27. Sepp Janko: Weg und Ende der deutschen Volksgruppe in Jugoslawien. Stocker, Graz/ Stuttgart 1983, S. 249–288.
  28. Zoran Janjetović: Die Konflikte zwischen Serben und Donauschwaben. In: Mariana Hausleitner, Harald Roth (Hrsg.): Der Einfluss von Nationalsozialismus auf Minderheiten in Ostmittel- und Südeuropa. IKS Verlag, München 2006, S. 162.
  29. Oliver Rathkolb: Revisiting the National Socialist Legacy: Coming to Terms With Forced Labor, Expropriation, Compensation, and Restitution. Transaction Publishers, ISBN 1-4128-3323-X, S. 237.
  30. Klaus Popa: Völkisches Handbuch Südosteuropa. Online-Lexikon völkisch-deutsches Südosteuropa. Buchstabe I.J., S. 11 ff, 16
  31. a b Johann Böhm: Die deutsche Volksgruppe in Jugoslawien 1918–1941: Innen- und Außenpolitik als Symptome des Verhältnisses zwischen deutscher Minderheit und jugoslawischer Regierung. Verlag Peter Lang, 2009, ISBN 978-3-631-59557-2, S. 233.
  32. Valentin Oberkersch: Die Deutschen in Syrmien, Slawonien, Kroatien und Bosnien. Donauschwäbische Kulturstiftung, Arbeitskreis für Donauschwäbische Heimat- und Volksforschung, Stuttgart 1989, ISBN 3-926276-07-X, S. 365 ff.
  33. a b Hermann Raschhofer: Entwicklung und Funktion des neuen Volksgruppenrechts Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, 1942/43, S. 439 f.
  34. Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte: Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa. Band V: Das Schicksal der Deutschen in Jugoslawien. II. KAPITEL: Die Einwirkungen des Krieges auf die Lage des Deutschtums in Jugoslawien, a) Kroatien. 1961, S. 51e/52e.
  35. Wilhelm Sattler: Die deutsche Volksgruppe im Unabhängigen Staat Kroatien. Graz 1943, S. 96 ff.
  36. Valdis O. Lumans, Himmler's Auxiliaries, The Volksdeutsche Mittelstelle and the German Minorities of Europe, 1939–1945. University of North Carolina Press, 2000, ISBN 0-8078-6311-4, S. 237.
  37. a b Darko Stuparić: Tko je tko u NDH: Hrvatska 1941–1945. Minerva, 1997, ISBN 953-6377-03-9, S. 7.
  38. Klaus Popa: Völkisches Handbuch Südosteuropa, 2014, S. 16.
  39. Ingomar Senz: Die Donauschwaben. Langen Müller, 1994, ISBN 3-7844-2522-4, S. 123.
  40. Az.: 21c16 Bro./Le.
  41. a b c Johann Böhm: Die deutschen Volksgruppen im unabhängigen Staat Kroatien und im serbischen Banat: ihr Verhältnis zum Dritten Reich 1941–1944. Peter Lang Verlag, 2012, ISBN 978-3-631-63323-6, S. 15.
  42. Nachruf. In: Revista de Entre Rios, Guarapuava, März 2005, S. 7.
  43. Carl Bethke: Keine gemeinsame Sprache? LIT Verlag, Münster 2013, ISBN 978-3-643-11754-0, S. 265.
  44. Rainer Bendel, Robert Pech, Norbert Spannenberger: Kirche und Gruppenbildungsprozesse deutscher Minderheiten in Ostmittel- und Südosteuropa 1918–1933. LIT Verlag, Münster 2015, S. 208.
  45. Zeitschrift Deutsches Wort (Njmacka Rijec). Blatt der Deutschen und Österreicher in Kroatien. Ausgabe 56, Osijek, Juni 2005, S. 35.
  46. Hans Volz: Der Kampf gegen den Osten, 1941. Junker & Dünnhaupt, 1944, S. 730.
  47. Erich Petschauer: Das Jahrhundertbuch der Gottscheer. Wilhelm Braumüller Verlag, 1980, S. 98. (PDF; 1,7 MB).
  48. a b Erich Petschauer: Das Jahrhundertbuch der Gottscheer. Wilhelm Braumüller Verlag, 1980, S. 103. (PDF; 1,7 MB).
  49. Hans Herrschaft: Das Banat: ein deutsches Siedlungsgebiet in Südosteuropa. Verlag Grenze und Ausland, 1942, S. 12. (Zitat: Ihr [die Deutschen in der Gottschee] jetziger Volksgruppenführer ist Josef Schober)
  50. Wilhelm Lampeter: Die Gottscheer Volksgruppe 1930–1942. S. 15.
  51. Erich Petschauer: Das Jahrhundertbuch der Gottscheer. Wilhelm Braumüller Verlag, 1980, S. 109. (PDF; 1,7 MB).
  52. Hans Hermann Frensing: Die Umsiedlung der Gottscheer Deutschen. Oldenbourg, München 1970.
  53. Erich Petschauer: Das Jahrhundertbuch der Gottscheer. Wilhelm Braumüller Verlag, 1980, S. 104 ff. (PDF; 1,7 MB).
  54. Erich Petschauer: Das Jahrhundertbuch der Gottscheer. Wilhelm Braumüller Verlag, 1980, S. 121 ff. (PDF; 1,7 MB).
  55. a b Richard Lackner: Kopien von Originaldokumenten der SS.
  56. Wilhelm Lampeter: Die Gottscheer Volksgruppe 1930–1942. S. 24.
  57. Gottfried Schuster, E. Kreuz: Prof. Wilhelm Lampeter 50 Jahre alt. In: Universitätszeitung. Organ der SED-Parteileitung der Karl-Marx-Universität. 10. Jahrgang, Leipzig, 27. Januar 1966, S. 2.
  58. Margarete Wein, Karin Foerster: Ein mitteldeutscher Landwirt par excellence. Ehrenkolloquium für Professor Wilhelm Lampeter. 16. Januar 2001.
  59. Professorenkatalog der Universität Leipzig: Prof. Dr. agr. habil., Dr. h. c. Wilhelm Lampeter.
  60. Hedwig Schwind: Jakob Bleyer, ein Vorkämpfer und Erwecker des ungarländischen Deutschtums. Verlag des Südostdeutschen Kulturwerks, 1960, S. 58.
  61. a b c Ladislaus Buzás: Basch, Franz Anton. In: Neue Deutsche Biographie. Band 1, Duncker & Humblot, Berlin 1953, S. 617.
  62. a b c Paul Milata: Zwischen Hitler, Stalin und Antonescu. Rumäniendeutsche in der Waffen-SS. Böhlau Verlag, Köln/ Weimar 2007, ISBN 978-3-412-13806-6, S. 332.
  63. Geza Charles Paikert: The Danube Swabians. German Populations in Hungary, Rumania and Yugoslavia and Hitler′s impact on their Patterns. Den Haag 1967, S. 116.
  64. Norbert Spannenberger: Der Volksbund der Deutschen in Ungarn 1938–1944 unter Horthy und Hitler. Oldenbourg Verlag, 2005, ISBN 3-486-57728-X, S. 309.
  65. Norbert Spannenberger: Der Volksbund der Deutschen in Ungarn 1938–1944 unter Horthy und Hitler. Oldenbourg Verlag, 2005, ISBN 3-486-57728-X, S. 263 ff.)
  66. Rudolf Pencz: For the Homeland: The 31st Waffen-SS Volunteer Grenadier Division in World War II. Stackpole Books, 2009, ISBN 978-0-8117-3582-7, S. 138 f.)
  67. Geza Charles Paikert: The Danube Swabians. German Populations in Hungary, Rumania and Yugoslavia and Hitler′s impact on their Patterns. Den Haag 1967, S. 220.
  68. Friedrich Spiegel-Schmidt, Lóránt Tilkovszky, Gerhard Seewann, Norbert Spannenberger: Akten des Volksgerichtsprozesses gegen Franz A. Basch, Volksgruppenführer der Deutschen in Ungarn Budapest 1945/46. Oldenbourg Verlag, München 2000, ISBN 3-486-56485-4, S. 549.
  69. Südtirol in Wort und Bild. Bände 25-27. Bergisel-Bund, Südtirol-Verlag Herbert Neuner, 1981, S. 36.
  70. a b Margareth Lun: NS-Herrschaft in Südtirol. Innsbruck 2004, ISBN 3-7065-1830-9, S. 104 ff.
  71. Klaus Eisterer, Rolf Steininger: Die Option: Südtirol zwischen Faschismus und Nationalsozialismus. Haymon, 1989, ISBN 3-85218-059-7, S. 123.
  72. Hans Heiss, Gustav Pfeifer: Südtirol - Stunde Null? Studien Verlag, 2000, ISBN 3-7065-1441-9, S. 49.
  73. a b Tobias Weger: „Volkstumskampf“ ohne Ende? Sudetendeutsche Organisationen, 1945–1955. Peter Lang, 2008, ISBN 978-3-631-57104-0, S. 605.
  74. Zeitschrift für Geschichtswissenschaft. Deutscher Verlag der Wissenschaften, 2009, S. 819.
  75. Edmund Glaise-Horstenau: Minister im Ständestaat und General im OKW. Böhlau Verlag, Wien 1983, ISBN 3-205-08743-7, S. 341.
  76. Norbert Spannenberger: Der Volksbund der Deutschen in Ungarn 1938–1944 unter Horthy und Hitler. Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im Östlichen Europa, Oldenbourg Verlag, 2005, ISBN 3-486-57728-X, S. 241.
  77. a b c Igor-Philip Matić: Edmund Veesenmayer. Agent und Diplomat der nationalsozialistischen Expansionspolitik. Oldenbourg, 2002, ISBN 3-486-56677-6, S. 63.
  78. Jörg K. Hoensch: Die Slowakei und Hitlers Ostpolitik. Hlinkas Slowakische Volkspartei zwischen Autonomie und Separation 1938/39. Köln 1965, S. 137.
  79. Eduard Nižňanský: Die Deportationen der Juden in der Zeit des autonomen Landes Slowakei im November 1938. In: Jahrbuch für Antisemitismusforschung. 7, 1998, S. 20–45.
  80. Norbert Podewin: Braunbuch über Kriegs- und Naziverbrecher in hohen Positionen in der Bundesrepublik und in West-Berlin. Das Neue Berlin, 2002, ISBN 3-360-01033-7, S. 399.
  81. Karmasin, Franz. In: Walther Killy, Rudolf Vierhaus: Deutsche biographische Enzyklopädie. Band 11: Hitz - Kozub. Verlag K.G. Saur, 2000, ISBN 3-598-23160-1, S. 101.
  82. Dokumentation der Zeit. Ausgaben 253-276. Deutsches Institut für Zeitgeschichte, 1962, S. 355.
  83. Peter Witte: Der Dienstkalender Heinrich Himmlers 1941/42. Christians, 1999, ISBN 3-7672-1329-X, S. 704.
  84. a b Henrik Skov Kristensen: Zwischen Hitler und Heimat. Volksgruppenführer Jens Möller. In: Demokratische Geschichte. Jahrbuch für Schleswig-Holstein. Beirat für Geschichte in der Gesellschaft für Politik und Bildung Schleswig-Holsteins e.V., Band 19, 2008, S. 60.
  85. Tammo Luther: Volkstumspolitik des Deutschen Reiches 1933–1938: Die Auslandsdeutschen im Spannungsfeld zwischen Traditionalisten und Nationalsozialisten. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-515-08535-1, S. 155.
  86. Henrik Skov Kristensen: Zwischen Hitler und Heimat. Volksgruppenführer Jens Möller. In: Demokratische Geschichte. Jahrbuch für Schleswig-Holstein. Beirat für Geschichte in der Gesellschaft für Politik und Bildung Schleswig-Holsteins e.V., Band 19, 2008, S. 45.
  87. Henrik Skov Kristensen: Zwischen Hitler und Heimat. Volksgruppenführer Jens Möller. In: Demokratische Geschichte. Jahrbuch für Schleswig-Holstein. Beirat für Geschichte in der Gesellschaft für Politik und Bildung Schleswig-Holsteins e.V., Band 19, 2008, S. 46.
  88. Henrik Skov Kristensen: Zwischen Hitler und Heimat. Volksgruppenführer Jens Möller. In: Demokratische Geschichte. Jahrbuch für Schleswig-Holstein. Beirat für Geschichte in der Gesellschaft für Politik und Bildung Schleswig-Holsteins e.V., Band 19, 2008, S. 38.
  89. Henrik Skov Kristensen: Zwischen Hitler und Heimat. Volksgruppenführer Jens Möller. In: Demokratische Geschichte. Jahrbuch für Schleswig-Holstein. Beirat für Geschichte in der Gesellschaft für Politik und Bildung Schleswig-Holsteins e.V., Band 19, 2008, S. 59.
  90. Das virtuelle Museum: Biografie Jens Møller.
  91. Hanns C. Jessen: Faarhus 1945–1949. Husum Druck, 1987, ISBN 3-88042-365-2, S. 33.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schmidt heiratete Christa Berger, die Tochter Gottlob Bergers, dem Chef des SS-Hauptamtes (vgl. Dieter Schlesak: Capesius, der Auschwitzapotheker. Dietz, Bonn 2006, ISBN 3-8012-0369-7).
  2. Milata hält es für am wahrscheinlichsten, dass einige Häftlinge auf Anleitung der Lagerleitung Schmidt mit Beilen erschlugen. (vgl. Paul Milata: Zwischen Hitler, Stalin und Antonescu: Rumäniendeutsche in der Waffen-SS. Böhlau Verlag, Köln/ Weimar 2007, ISBN 978-3-412-13806-6, S. 342.)
  3. Staatsdirektionen für Sonderaufgaben im Unabhängigen Staat Kroatien unterstanden direkt dem Ministerpräsidenten; der Staatsdirektor konnte bei der Diskussion ihn berührender Fragen am Ministerrat teilnehmen. Durch Verfügung vom 24. Januar 1942 (vgl. Verordnungsblatt der Deutschen Volksgruppe im Unabhängigen Staat Kroatien vom 28. Februar 1942) erhielt die Volksgruppe zwei Sitze im Kroatischen Parlament zugebilligt, die von Altgayer und Ferdinand Gasteiger eingenommen wurden. (vgl. Dokumentation, Fussnote 4, S. 51E sowie S. 39E, Anmerkung 36).
  4. Petschauer schreibt auf S. 103: „Die Tatsachen sollten auch bald beweisen, daß der noch jugendliche Lampeter (Geburtsjahr 1919) den wesentlich Älteren lediglich als Aushängeschild benutzte. Die zahlreiche Anhängerschaft Lampeters aber fühlte sich durch die neue Entwicklung in ihren Ansichten, Absichten und Leistungen bestätigt.“
    Bei Frensing ist zu lesen: „SCHOBER [dessen Funktion aber nur dekorativer Art war]“. (vgl. Kapitel Option und "Schleusung")
  5. Basch entsprach nicht dem Bild des von der SS gewohnten „bedingungslosen Kämpfers“. Die Antipathie Himmlers gegenüber Basch war ein offenes Geheimnis. (vgl. Norbert Spannenberger: Der Volksbund der Deutschen in Ungarn 1938–1944 unter Horthy und Hitler. Oldenbourg Verlag, 2005, ISBN 3-486-57728-X, S. 252.)
  6. Hofer meldete gegenüber der Amtlichen Deutschen Ein- und Rückwanderungsstelle (ADERSt) den politischen und organisatorischen Führungsanspruch seines Völkischen Kampfring Südtirols (VKS) an, was allerdings nicht im Interesse der deutschen Dienststelle lag. Am 30. Januar 1940 wurde die Nachfolgeorganisation des Rings, die „Arbeitsgemeinschaft der Optanten für Deutschland“ (AdO), durch eine Dienstanweisung des Leiters der ADERSt, Wilhelm Luig, gegründet und stand unter ihrer direkten Führung. Peter Hofer erreichte zwar von Himmler eine teilweise Revision der Dienstanweisung Luigs, die seine Rolle als führende politische Kraft anerkannte, die AdO blieb aber ohne selbständige Vertretungsbefugnisse direkt der ADERSt unterstellt. Im April wurde die Arbeitsgemeinschaft bei einer Organisationsbesprechung trotz der Bemühungen Peter Hofers, der AdO auch im Reich die Vertretung der umgesiedelten Südtiroler zu sichern, in ihrem Arbeitsbereich ausschließlich auf Italien beschränkt.(vgl. Andreas Titton: Archiv VKS/AdO (Völkischer Kampfring Südtirol / Arbeitsgemeinschaft der Optanten für Deutschland). Südtiroler Staatsarchiv, Landesverwaltung Autonome Provinz Bozen – Südtirol, Bozen 2007. S. V)
  7. Peter Hofer war Protegé des Leiters der VoMi, SS-Obergruppenführer Werner Lorenz. (vgl. Gerald Steinacher: Alto Adige nel Terzo Reich: l'occupazione nazista nell'Italia settentrionale. Studienverlag GmbH, 2003, ISBN 3-7065-1914-3, S. 35. und Michael Wedekind: Nationalsozialistische Besatzungs- und Annexionspolitik in Norditalien 1943 bis 1945: Die Operationszonen "Alpenvorland" und "Adriatisches Küstenland". Walter de Gruyter Verlag, 2003, ISBN 3-486-83334-0, S. 13)