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Sabine Kienitz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Sabine Kienitz (* 1958 in Berlin) ist Professorin für Empirische Kulturwissenschaft (vormals: Volkskunde/Kulturanthropologie) an der Universität Hamburg.

Nach dem Volontariat 1978–1981 und Tätigkeit als Redakteurin bei der Allgäuer Zeitung/Augsburger Allgemeine studierte sie von 1981 bis 1989 Empirische Kulturwissenschaft am Ludwig-Uhland-Institut an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Von 1990 bis 1992 hatte sie ein Promotionsstipendium der Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg. Nach der Promotion 1995 hatte sie von 1997 bis 1999 ein Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Von 1999 bis 2009 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am DFG-Sonderforschungsbereich 437 „Kriegserfahrungen – Krieg und Gesellschaft in der Neuzeit“ an der Universität Tübingen. Nach der Habilitation 2003 an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen lehrte sie von 2006 bis 2008 als Vertretungsprofessorin am Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie an der Georg-August-Universität Göttingen. Seit 2009 ist sie Professorin für Empirische Kulturwissenschaft (vormals: Volkskunde/Kulturanthropologie) in Hamburg, seit April 2025 ist sie im Ruhestand.

Ihre Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind historische Kriminalitätsforschung, Sexualitäts- und Körpergeschichte, Krieg und Gewalt als zentrale Erfahrungen der Moderne (Internierung, Invalidität und Körper, Krieg und Gedächtniskultur, Kindheit und Familienbeziehungen), Stadtforschung und Technisierung des Körpers (Prothetik, Alter und Technik).

Schriften (Auswahl)

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  • Unterwegs – Frauen zwischen Not und Normen. Lebensweise und Mentalität vagierender Frauen um 1800 in Württemberg. Tübingen 1989, ISBN 3-925340-61-0.
  • Sexualität, Macht und Moral. Prostitution und Geschlechterbeziehungen Anfang des 19. Jahrhunderts in Württemberg. Ein Beitrag zur Mentalitätsgeschichte. Berlin 1995, ISBN 3-05-002759-2.
  • Beschädigte Helden. Kriegsinvalidität und Körperbilder 1914–1923 (= Krieg in der Geschichte. Bd. 41). Schöningh, Paderborn 2008, ISBN 978-3-506-76537-6.
  • mit Angelika Schaser: So ist die neue Frau? Hamburgerinnen in den 1920er Jahren. Campus Verlag, Frankfurt/New York 2024, ISBN 978-3-593-51875-6.