Verallia Deutschland

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Verallia Deutschland AG

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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE0006851603
Gründung 1946
Sitz Bad Wurzach, Baden-Württemberg, DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung Hugues Denissel (Vorstandsvorsitzender), Thomas Beyer, Sebastian Kopsch, Roland Unfried
Mitarbeiterzahl 3.066[1]
Umsatz 522,8 Mio. Euro (2018)
Branche Behälterglas
Website de.verallia.com
Stand: 31. Dezember 2018

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Die Verallia Deutschland AG (bis August 2016 Saint-Gobain Oberland AG) ist ein börsennotiertes Tochterunternehmen der Apollo Global Management. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Bad Wurzach im Landkreis Ravensburg. Sie gehört zu den führenden Herstellern von Glasverpackungen für Getränke und Nahrungsmittel in Deutschland. Unter dem Namen Oberland Glas AG begann das Unternehmen in den 1980er Jahren als Pionier, Altglas systematisch zu sammeln und zu farbsortiertem Rohstoff aufzubereiten, der direkt wieder in die Schmelzwanne gegeben werden kann. Seit 2010 tritt es unter dem Markenname Verallia auf.

Oberland Glas[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1946 wurde in Bad Wurzach die Oberland Glas GmbH gegründet. Das Betriebsgelände befand sich in unmittelbarer Nähe des Wurzacher Riedes. Die Idee war, den direkt neben der Fabrik vorhandenen Torf zu verkoken und mit diesem Gas die Schmelzwannen für die Glasherstellung zu beheizen. 1953 übernahm Harry Wiegand das Werk und baute die noch eher manuell orientierten Produktion zu einem vollautomatisierten Industrieunternehmen aus, mit dem Ziel Massenproduktion auf Qualitätsniveau zu erreichen. In den kommenden Jahren wurde der Standort Bad Wurzach beständig ausgebaut und erneuert. 1983 wurde das Glaswerk in Neuburg an der Donau zur logistischen Optimierung im Sinne einer kundennahen Produktion übernommen. 1986 erfolgte die Börseneinführung. 1988 übernahm Oberland Glas AG die Ruhrglas GmbH in Essen und die Westerwald AG in Wirges. Damit begann auch eine sich langsam steigernde Kapitalbeteiligung der Compagnie de Saint-Gobain von zunächst 35 %. 1991 übernahm Saint-Gobain die Kapitalmehrheit (60 %).

Verallia Deutschland AG[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick von der Grabener Höhe 754 m auf Oberland Glas (2012)

Das Unternehmen produziert Flaschen und Gläser für alle Getränkearten und Nahrungs- und Genussmittel – von 100 ml bis 5 Liter – in standardisierten Formen und nach spezifischen Kundenwünschen für den Recycling-Einweg- oder den Mehrwegeinsatz. Das Unternehmen hat in Deutschland drei weitere Standorte in Neuburg an der Donau, Essen und Wirges im Westerwald.

1997 erfolgte eine Rückbesinnung und Konzentration auf das eigentliche Kerngeschäft Behälterglas. 1999 wurde Oberland Glas deutscher Marktführer in der Herstellung von Behälterglas. 2000 erfolgte die Umfirmierung in Saint-Gobain Oberland AG zur Stärkung der strategischen Position auf internationaler Ebene. 2001 wurde eine 35%ige Beteiligung an ISI-Zhanjiang, China, erworben, die aber 2006 veräußert wurde. 2004 begann ein erstes unternehmerisches Engagement in Russland durch eine 9%ige Beteiligung an der Glashütte Kavminsteklo ZAO, Kamyshin, die 2005 auf 60 % hochgefahren wurde. Im gleichen Jahr wurden 79,7 % an der ukrainischen Glashütte Consumers-Sklo-Zorya erworben. 2008 wurden mehr als 90 % der Anteile an der Glasfabrik ZAO Kamyshinsky Steklozarny Zawod in Kamyshin, Russland, übernommen.

Im Jahr 2009 wurden weitere Minderheitenanteile von Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO erworben: die Beteiligung an dem russischen Unternehmen wurde von 89,9 % auf 94,3 % weiter aufgestockt.

Seit 2010 sind alle Glasverpackungsunternehmen von Saint-Gobain unter der Marke Verallia vereinigt. Die Einführung dieser Marke hatte zunächst keinen Einfluss auf die juristische Firmierung des Unternehmens. Erst im Jahr 2016 wurde die Saint-Gobain Oberland AG in Verallia Deutschland AG umbenannt. 2015 trennte sich Saint-Gobain von seiner Verpackungssparte Verallia. Käufer war Apollo Global Management.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Saint-Gobain Oberland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschäftsbericht 2018. In: https://de.verallia.com. Abgerufen am 4. Juni 2019.
  2. Apollo wins auction for St-Gobain's Verallia: source, auf www.reuters.com, abgerufen am 14. September 2019

Koordinaten: 47° 54′ 17,6″ N, 9° 52′ 37,2″ O