Sandra Peters

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Sandra Peters (* 6. September 1969 in Bonn, Deutschland) ist eine deutsche Künstlerin. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach ihrem Abitur 1989 in Hannover nahm Peters ein zweijähriges künstlerisches Gaststudium an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Paris auf, woran sich eine Ausbildung zur Goldschmiedin in der Schmuckgalerie Knauth & Hagen (Birgitta Knauth. Schmuck. Rom-Bonn) in Bonn anschloss. Bei A.R. Penck an der Kunstakademie Düsseldorf und dann an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Ulrike Grossarth (übergreifendes bildnerisches Arbeiten) und Martin Honert (Bildhauerei) setzte sie ihre künstlerische Ausbildung fort, die sie 2001 mit dem Diplom abschloss und durch ein zweijähriges Studium als Meisterschülerin ergänzte.

Von 1999 bis 2000 unterrichtete Peters als Gastdozentin am Art Center College of Design in Pasadena (USA). Daran anknüpfend folgten Praktika im Architekturmodellbau bei den Berliner Firmen Monath & Menzel GmbH und Werk5 Modellbau. Im Anschluss daran arbeitet sie als freie Mitarbeiterin im Team des Architekturbüros Barkow Leibinger (Berlin) mit. Von 2004 bis 2007 leitete Peters die Modellbauwerkstatt bei den Architekten Sauerbruch Hutton (Berlin). 2011 und 2012 folgten zwei Einladungen ans CalArts (California Institute of the Arts) in Valencia USA, wo Sie jeweils im Sommersemester als Gastprofessorin unterrichtete.[1]

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peters künstlerische Arbeit siedelt sich thematisch an der Schnittstelle zur Architektur an. In Bezug zur Architektur lassen sich für sie die Beziehung des Menschen zum Material und seiner Verortung in unserer Welt bzw. Gesellschaft reflektieren. Peters interessiert, inwiefern die Räume (Gebäude und Stadträume), in denen wir leben, unsere Wahrnehmung auf die Welt beeinflussen. In ihrer Arbeit bildet die Auseinandersetzung mit dem Thema Raum den Ausgangspunkt für ihre Reflexionen, die sie in ihrem Werk mit unterschiedlichen künstlerischen Medien (Skulptur, Installationen, Sound, Moving Images, Film, Performances) situativ erfahrbar macht. Eine Weise damit umzugehen sind Verschiebungen von Architekturelementen, die aus einem anderen Kontext in den Ausstellungsraum verschoben und platziert werden. Durch die Verschiebung und die damit entstandenen neuen räumlichen Situation schafft sie die Möglichkeit einer Erfahrung, in der bereits gefasste Urteile sowie Seh-, Hör- und Bewegungsgewohnheiten in Frage gestellt werden. Zugleich ist es ihr Ziel, auf den Ort bzw. den Raum als solchen hinzuweisen und die Struktur des Ortes und die in ihm eingeschriebene Geschichte freizulegen. Peters Arbeiten sind so konzipiert, dass sie einen Kontrapunkt zum Ausstellungsraum bilden. Daraus ergibt sich ein Spannungsfeld, in dem gesellschaftliche Konventionen aufgebrochen werden und eine andere Perspektive auf die Zusammenhänge, in denen wir leben, zugelassen werden. [2]

Ausstellungen, Screenings, Performances[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelausstellungen (Auswahl)[3][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2013: Bilateral, Diagonal, Cubical; Aanant & Zoo / Berlin
  • 2011: Interplay; Kunstsaele / Berlin
  • 2011: Bilateral-Diagonal; Y8 / Hamburg
  • 2009: Modifikation - stetig steigende Steine; Kunstverein Ruhr / Essen
  • 2007: Zeichnung Heute V; Kunstmuseum Bonn (mit Katja Eckert und Karim Noureldin) / Bonn
  • 2007: Zeichnungen Los Angeles; Villa Aichele / Lörrach
  • 2005: Zeichenserie Rheinland; Villa Aichele / Lörrach
  • 2001: ohne Titel; Lennéstraße 42 / Bonn

Gruppenausstellungen (Auswahl)[4][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2013: Conceptual Tendencies II (Body, Volume, Space); Daimler Contemporary im Haus Huth / Berlin
  • 2013 Auch Heute; Kunstsaele Berlin / Berlin
  • 2012: Berlin Collective "Shelf Life"; Kunsthalle am Hamburger Platz, Berlin Weißensee
  • 2012: Re-Locating the Self; Kunstsaele Berlin / Berlin
  • 2011: ENVISIONING BUILDINGS: reflecting architecture in contemporary art photography; MAK / Wien
  • 2010: flux balance / rotating wings, 833 North Kings Road, West Hollywood, Los Angeles, P88 / Berlin
  • 2009: Zeigen, Temporäre Kunsthalle / Berlin "Défilé des Ombres"; NGBK Berlin
  • 2009 Défilé des Ombres; NGBK / Berlin
  • 2007: Ausstellung in den Atelierräumen des Bonner Kunstvereins/ Bonn
  • 2003: Tokyo; Festung Königstein / Königstein Sachsen

Film-Sceenings[5][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011: Défilé des Ombres; Art TV Channel ikonoMesa / Berlin
  • 2011: Mixing Colours; Super-8-Film, Art TV Cannel ikonoMesa / Berlin
  • 2011: Défilé des Ombres; Filmfestival Kenya International Filmfestival / Nairobi, Kenya
  • 2010: Défilé des Ombres; Filmfestival London/U.K.
  • 2010: Défilé des Ombres; Forum Expanded 60. Berlinale / Berlin

Performances[6][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011 Sound Column : Circling Sound; Kunstsaele Berlin / Berlin

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wiehager, Renate (Hrsg.) Peters, Sandra: Interface; Katalog Conceptual Tendencies II (Body, Volume, Space), Berlin (2013)
  • Peters, Sandra - Stemmrich, Gregor: Sandra Peters, Berlin (2011)
  • Gölde, Marc - Koch, Ken - Peters, Sandra: Steingewebe/Brick fabric. Eine Installation von Sandra Peters, Berlin (2010)
  • Stemmrich, Gregor: Selected Artists, Berlin (2009) ISBN 978-3-938515-28-0
  • Friese, Peter (Hrsg.): Sandra Peters, Modifikation stetig steigende Steine, Kunstverein Ruhr, Essen (2009) ISBN 3-935420-14-5.
  • Eckert, Katrin - Noureldim Karim - Peters, Sandra: Zeichnung Heute V (2007) ISBN 3-929790-86-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://aanantzoo.com/?p=content/sandra-peters
  2. http://vernissage.tv/blog/2013/01/02/sandra-peters-bilateral-diagonal-cubical-aanant-zoo-berlin/
  3. http://www.aanantzoo.com/?q=content/sandra-peters
  4. http://www.aanantzoo.com/?q=content/sandra-peters
  5. http://www.aanantzoo.com/?q=content/sandra-peters
  6. http://www.aanantzoo.com/?q=content/sandra-peters