Sanguiniker

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Sanguiniker (als Skulptur) nach Johann Gottfried Knöffler

Als Sanguiniker (von lateinisch: sanguis, deutsch: Blut, siehe Humoralpathologie) wird in der heutigen Umgangssprache, ausgehend von der als überholt geltenden Temperamentenlehre, ein heiterer, lebhafter und leichtsinniger Mensch bezeichnet. Er bildet mit dem Choleriker, Phlegmatiker und Melancholiker die vier Temperamente, die auf der Humoralpathologie beruhen.

Weiterhin wird er auch als phantasievoll, gesprächig und optimistisch beschrieben. Als negative Eigenschaften werden ihm Unstetigkeit, wenig Skrupel und häufige Exzesse zugeschrieben.

Nach Hans Jürgen Eysenck ist das sanguinische Temperament durch die Kombination von emotionaler Stabilität mit Extraversion gekennzeichnet.

Die Entstehung der Charakter­eigenschaften eines Menschen wird von der heutigen Persönlichkeitspsychologie allerdings differenzierter beurteilt; an ihrer Ausbildung seien viele andere Faktoren beteiligt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Pierre Daco: Psychologie für jedermann. 8. Auflage, mvg-Verlag, Landsberg 2002.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Sanguiniker – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen