Sankei Shimbun

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Sankei Shimbun

Beschreibung japanische Tageszeitung
Verlag Sankei Shimbunsha
Erstausgabe 1959
Erscheinungsweise täglich / samstags
Verkaufte Auflage 2.190.000 Exemplare
Chefredakteur Yoshisuke Sumida
Weblink sankei.jp
Tokyo Sankei Building

Die Sankei Shimbun (japanisch 産経新聞)[A 1] ist eine japanische überregionale Tageszeitung. Sie ist mit etwa 2,19 Mio. Auflagen die sechstgrößte Zeitung in Japan und hat die meisten Leser in der Region Kinki. In dieser Region erscheint sie zusätzlich in einer Abendausgabe mit 635.000 Exemplaren.

Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sankei Shimbun wurde 1933 von Maeda Hisakichi (前田 久吉; 1893–1986) als „Nihon Kōgyō Shimbun“ (日本工業新聞) in Osaka gegründet. 1942 wurde der Name in „Sangyō Keizai Shimbun“ (産業経済新聞) geändert. 1950 begann die Zeitung, eine Tōkyō-Ausgabe zu produzieren. Dabei wurde der Schwerpunkt Firmenneuigkeiten zu Gunsten einer allgemeineren Berichterstattung aufgegeben. 1955 schloss sich die Zeitung mit „Jiji Shimpō“ (時事新報) zur „Sankei Jiji“ (産経時事) zusammen. Das Unternehmen gedieh nicht ordentlich, und so wurde unter Mizuno Shigeo einer neuer Start gemacht unter dem gegenwärtigen Namen Sankei Shimbun.

Die Zeitung entwickelte sich nun gut. 1967 schloss sie sich mit Fuji Telecasting, Nippon Cultural Broadcasting und Nippon Broadcasting System zusammen zur Fuji–Sankei-Gruppe, so dass ein großer Konzern entstand, der Zeitung, Radio und Fernsehen umschließt. 1968 übernahm Sakurada Takeshi die Leitung.

Die Zeitung versteht sich eher als nationalistisch, antikommunistisch, konservativ, kontra-KPCh, und pro-USA. Mit Asahi Shimbun, welches sich im Gegenteil als linksliberal versteht, streiten sie sich oft auf den Leitartikeln.

Am 1. Oktober 2007 startete die Zeitung mit MSN Sankei News eine Online-Kooperation mit MSN Japan.[1]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Name Sankei ist ein abgekürztes Wort von Sangyō (産業, „Industrie“) und Keizai (経済, „Wirtschaft“), so dass der Name der Zeitung wörtlich „Industrie- und Wirtschaftszeitung“ bedeutet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • S. Noma (Hrsg.): Sankei shimbun. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 1310.

Quellenangabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 産経Webは「MSN産経ニュース」に変わります, Sankei Shimbun, 18. September 2007

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Sankei Shimbun – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien