Saugdiesel

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Als Saugdiesel wird ein Dieselmotor bezeichnet, der nicht über eine Aufladung, sei es durch Turbolader oder durch Kompressor, verfügt, sondern durch den durch die Zugbewegung des Kolbens entstehenden Unterdruck die Verbrennungsluft in den Zylinder durch das geöffnete Einlassventil einzieht (Saugmotor).

Wegen des deutlich reduzierten Aufwands an Regelungstechnik und des fehlenden Turboladers sind solche Motoren preiswerter, wartungsfreundlicher und bei der Fehlersuche übersichtlicher als aufgeladene Motoren. Dafür muss – bei identischem Hubraum – eine erhebliche Leistungseinbuße hingenommen werden, die ein so ausgerüstetes Fahrzeug in den Beschleunigungseigenschaften deutlich zäher erscheinen lässt. Im Gegenzug weisen derartige Motoren eine geringere Fehleranfälligkeit und eine längere Lebensdauer auf. In niedrigen Drehzahlbereichen geben sie ihre Leistung williger ab, denn sie verfügen nicht über ein sogenanntes Turboloch.

Bei Volkswagen wurde diese Bauform als SDI (Saugdiesel mit Direkteinspritzung) bezeichnet. Der Volkswagenkonzern war auch der einzige Hersteller, der einen direkteinspritzenden Saugdiesel bis 9/2010 für PKWs im Programm hatte. Zuletzt war er nur noch im VW Caddy bestellbar.

Literatur[Bearbeiten]

  • Max Bohner, Richard Fischer, Rolf Gscheidle: Fachkunde Kraftfahrzeugtechnik. 27.Auflage, Verlag Europa-Lehrmittel, Haan-Gruiten, 2001, ISBN 3-8085-2067-1