Schamhafte Fritillarie

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Schamhafte Fritillarie
MDF Fritillaria pudica 01.jpg

Schamhafte Fritillarie (Fritillaria pudica)

Systematik
Monokotyledonen
Ordnung: Lilienartige (Liliales)
Familie: Liliengewächse (Liliaceae)
Unterfamilie: Lilioideae
Gattung: Fritillaria
Art: Schamhafte Fritillarie
Wissenschaftlicher Name
Fritillaria pudica
(Pursh) Spreng.

Die Schamhafte Fritillarie (Fritillaria pudica) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Liliengewächse (Liliaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Schamhafte Fritillarie ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die zwischen 7 und 30 Zentimeter hoch wird. Die Zwiebeln dieser Geophyten bestehen aus vier bis fünf großen, stärkehaltigen Zwiebelschuppen. Häufig kommen zwischen 85 und 125 kleine Schuppen dazu.

Die zwei bis acht Laubblätter stehen gegenständig angeordnet oder sind verteilt. Sie sind linealisch bis lanzettlich und werden zwischen 3 und 20 Zentimeter lang.

Die zwittrigen Blüten stehen nickend. Sie blühen von März bis Juni. Die sechs unverwachsenen Blütenhüllblätter sind gelb bis orange und häufig braun streifig. Im Alter verfärben sie sich in Richtung ziegelrot. Sie sind zwischen 0,8 und 2,2 Zentimeter lang. Die Nektarien befinden sich am Blütenboden, sie sind grün und elliptisch rund. Der Fruchtknoten ist oberständig, der Griffel ist unverzweigt.

Die dreifächrigen Kapselfrüchte sind in der Längsrichtung deutlich abgewinkelt.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24, 26.

Verbreitung[Bearbeiten]

Schamhafte Fritillarien gedeihen auf grasigen oder bewaldeten Hängen in Höhenlagen zwischen 0 und 2100 Meter NN.

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich im westlichen Nordamerika über British Columbia, Kalifornien, Idaho, Montana, Nevada, Oregon, Utah, Wyoming und Washington.

Nutzung[Bearbeiten]

Schamhafte Fritillarien waren als Nahrung bei den nordamerikanischen Ureinwohnern verbreitet. Die kleinen Zwiebeln wurden roh verspeist, die größeren getrocknet oder gekocht. Für die Okanagan und Colville war das Erblühen der Schamhafte Fritillarie ein Frühlingssymbol. Die Secwepemc sammelten große Sträuße der Blumen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Flora of North America, Band 26, Seite 170 Online Zugriff am 11. Dezember 2009

Weblinks[Bearbeiten]