Schiffbarkeit

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Mit der Schiffbarkeit wird ein Gewässer zur Wasserstraße, auf der Schifffahrt (Fracht- oder Fahrgastschifffahrt sowie Sportschifffahrt) betrieben werden kann.

In Deutschland ist die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) für die Schiffbarkeit der Bundeswasserstraßen zuständig. Sie nimmt unter anderem auch die Klassifizierung für die Binnenwasserstraßen in einer Skala von I bis VII vor, siehe Definition der Klassen. Für die Schiffbarkeit von Landeswasserstraßen sind die Bundesländer zuständig.

Ein Grund für fehlende Schiffbarkeit kann die unzureichende Wassertiefe sein. Durch Hindernisse wie Treibgut oder Eisgang/Eisdrift können Gewässer vorübergehend ihre Schiffbarkeit verlieren. Bei Eisbildung werden die Dicke und Beschaffenheit der Eisdecke bekanntgegeben.

Hochwasser kann vorübergehend zum Verlust der Schiffbarkeit führen, da sich die Strömungsgeschwindigkeit so weit erhöhen kann, dass ein Manövrieren gefährlich bzw. unmöglich wird. Zudem besteht die Gefahr von großem Treibgut wie Baumstämmen; die Durchfahrtshöhe unterhalb von Brücken reduziert sich, Anlegestellen könnten überlastet und Poller am Ufer überschwemmt werden.

In manchen Gewässern wird die Schiffbarkeit durch regelmäßig auftretende Wasserstände verändert, beispielsweise beim Hößgang in der Donau.

Gewässer, die durch Eisbildung nicht schiffbar sind, können bei ausreichend dicker und bruchfreier Eisdecke nach Prüfung – etwa durch Sachverständige – zum Befahren mit Schlittschuhen, Segelschlitten und sogar Kraftfahrzeugen freigegeben werden. Gewässer, die zu seicht sind, zu schnell strömen, Wirbel und Fälle aufweisen, können unter Umständen durch Paddelboote, Rafts (Schlauchboote) als Wildwasser befahrbar sein oder für Canyoning, Surfen oder Schwimmen geeignet sein.