Schildfische

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Schildfische
Cochleoceps orientalis

Cochleoceps orientalis

Systematik
Acanthomorphata
Stachelflosser (Acanthopterygii)
Barschverwandte (Percomorphaceae)
Ovalentaria
Ordnung: Gobiesociformes
Familie: Schildfische
Wissenschaftlicher Name
Gobiesocidae
Bleeker, 1860

Die Schildfische (Gobiesocidae), auch Schildbäuche oder Ansauger genannt, sind eine Familie aus der Gruppe der Barschverwandten (Percomorphaceae). Sie sind am nächsten mit den Schleimfischartigen (Blenniiformes) verwandt.[1] Die etwa 160 Arten in fast 50 Gattungen leben in gemäßigten, subtropischen und tropischen Meeren, wenige auch im Süßwasser und Brackwasser.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es handelt sich um grundelähnliche, stark spezialisierte Tiere. Die Bauchflossen sind zu einer Saugscheibe, mit der sich die Fische am Untergrund festhalten können, verwachsen. Die Haut hat keine Schuppen, aber eine dicke Schleimschicht. Eine Schwimmblase fehlt. Zu erwähnen wären noch die Genitalpapille der Männchen und das Fehlen von Basi- und Orbitosphenoid im Schädel. Die Kiemen am vierten Bogen fehlen zur Hälfte oder ganz.

Meist werden die Fische nur um die fünf Zentimeter lang, einige nur 2–3 Zentimeter, die größte Art (Chorisochismus dentex) kann 30 Zentimeter lang werden. Die Arten der Gattung Alabes (Unterfamilie Cheilobranchinae) sind aal- („Küstenaale“) oder eigentlich (wegen ihrer geringen Größe) wurmförmig, ihr Saugnapf ist klein oder verschwunden.

Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schildfische bewohnen meist Flachgewässer mit felsigem Grund und Algenbewuchs oder leben in Seegraswiesen. Nur wenige Arten kommen in Korallenriffen vor. Einige Arten leben auch in Symbiose mit Wirbellosen, so der Haarstern-Schildbauch (Discotrema crinophila) und der Seeigel-Schildbauch (Diademichthys lineatus). Beim Seeigel-Schildbauch, der zwischen den Stacheln von Diadem-Seeigeln (Diadema sp.) lebt, hat man allerdings festgestellt, dass er die Füßchen der Seeigel frisst. Somit ist es wohl eher Parasitismus.

Innere Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ricardo Betancur-R, Edward O. Wiley, Gloria Arratia, Arturo Acero, Nicolas Bailly, Masaki Miya, Guillaume Lecointre und Guillermo Ortí: Phylogenetic classification of bony fishes. BMC Evolutionary Biology, BMC series – Juli 2017, DOI: 10.1186/s12862-017-0958-3
  2. Conway, K.W., Moore, G.I. & Summers, A.P. (2019): A new genus and two new species of miniature clingfishes from temperate southern Australia (Teleostei, Gobiesocidae). ZooKeys, 864: 35-65.
  3. Kevin W. Conway, Andrew L. Stewart and Adam P. Summers. 2018. A New Genus and Species of Clingfish from the Rangitāhua Kermadec Islands of New Zealand (Teleostei, Gobiesocidae). ZooKeys. 786: 75–104. DOI: 10.3897/zookeys.786.28539
  4. Fricke, R., Chen, J.-N. & Chen, W.-J. (2016): New case of lateral asymmetry in fishes: A new subfamily, genus and species of deep water clingfishes from Papua New Guinea, western Pacific Ocean. Comptes Rendus Biologies, December 2016. doi: 10.1016/j.crvi.2016.11.002

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gobiesocidae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien