Schleinitz (Schobergruppe)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Schleinitz
Schleinitz mit Rotgabele während des Sonnenaufgangs vom Zettersfeld aus gesehen

Schleinitz mit Rotgabele während des Sonnenaufgangs vom Zettersfeld aus gesehen

Höhe 2904 m ü. A.
Lage Tirol, Österreich
Gebirge Schobergruppe
Dominanz 2,5 km → Alkuser Rotspitze
Schartenhöhe 215 m ↓ Trelebitschtörl
Koordinaten 46° 53′ 44″ N, 12° 44′ 55″ O46.89555555555612.7486111111112904Koordinaten: 46° 53′ 44″ N, 12° 44′ 55″ O
Schleinitz (Schobergruppe) (Tirol)
Schleinitz (Schobergruppe)
Erstbesteigung 3. August 1798 durch David Heinrich Hoppe mit Bergführer (touristisch)
Normalweg Wanderung von der Bergstation Zettersfeld

Die Schleinitz ist ein Berg in der südlichen Schobergruppe in Osttirol und beherrscht mit ihren 2904 m ü. A.[1] das Lienzer Becken.

Lage[Bearbeiten]

Nach Südosten entsendet die Schleinitz den Neualplkamm (auch Neualplschneid) mit den Neualplseen (2438 m), der über die wenig bedeutenden Gipfel Goisele (2433 m, auch Gösselmandl), Schoberköpfl (2281 m) und Steinermandl bis zum Zettersfeld führt. Westlich der Schleinitz, durch die Alkuser Scharte getrennt, liegt das Rotgabele[1] (2696 m, auch Rotgebele[2]), eigentlich nur die mächtige Schulter im Westgrat der Schleinitz. Nach Nordwesten zieht sich der lange Schleinitzkamm über das Trelebitschtörl (2710 m) ins Herz der Schobergruppe, zur Alkuser Rotspitze (3053 m) und zum Hochschober (3242 m).

In der Südflanke der Schleinitz liegt die sogenannte Schleinitzmulde. Neben den Neualplseen im Osten liegen im Nordwesten der Alkuser See (2432 m), einer der schönsten der ganzen Schobergruppe, und im Norden der kleine Trelebitschsee (2336 m).

Touristische Erschließung[Bearbeiten]

Am 3. August 1798 erreichte der Regensburger Botaniker David Heinrich Hoppe als erster bekannter Tourist mit einem Bergführer den Gipfel. Er veröffentlichte hierzu einen kurzen Bericht im Botanischen Taschenbuch 1799.[3]

Gipfel[Bearbeiten]

Der Gipfel trägt ein Gipfelkreuz und bietet einen schönen Ausblick auf den Talboden und die umstehenden Lienzer Unholde, wie die Lienzer Dolomiten im Volksmund manchmal genannt werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b ÖK50
  2. Mair 1979, Alpenvereinsführer
  3. David Heinrich Hoppe: Botanische Reise nach einigen Salzburgischen, Kärnthnerischen und Tirolischen Alpen 1799. Botanisches Taschenbuch auf das Jahr 1799, S. 125-128.

Literatur[Bearbeiten]