Schloss Dippoldiswalde

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Schloss Dippoldiswalde
Schloss Dippoldiswalde, im Hintergrund die Stadtkirche

Schloss Dippoldiswalde, im Hintergrund die Stadtkirche

Entstehungszeit: 12. Jahrhundert
Burgentyp: Höhenburg in Ortslage
Erhaltungszustand: erhalten
Ort: Dippoldiswalde
Geographische Lage 50° 53′ 44,3″ N, 13° 39′ 58,7″ OKoordinaten: 50° 53′ 44,3″ N, 13° 39′ 58,7″ O
Schloss Dippoldiswalde (Sachsen)
Schloss Dippoldiswalde

Schloss Dippoldiswalde liegt im Stadtkern von Dippoldiswalde im Osterzgebirge, unmittelbar am westlichen Rand des Stadtzentrums auf einem Bergsporn über dem Weißeritztal. Östlich des Schlosses befindet sich die Dippoldiswalder Stadtkirche.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Dippoldiswalde

Die Höhenburganlage wurde im 12. Jahrhundert zum Schutz des Bergbaus und als Amtssitz in der Markgrafschaft Meißen errichtet. 1266 wurde ein Ritter von Clomen als Besitzer erwähnt, die Stadt wurde Bergstadt. Zur Burg gehörte die in nordwestlicher Richtung gelegene Burg Böthchen. 1429 zerstörten die Hussiten die Stadt, 1485 wurden das Schloss und die Stadtbefestigung wieder instandgesetzt. Zwischen 1500 und 1550 wurde die Burg vom Baumeister Peter Flötner aus Nürnberg zum Renaissanceschloss umgebaut. 1569–1572 entstand der südliche Flügel mit dem Mittelbau und dem zweigeschossigen Erker an der Westseite. Im Dreißigjährigen Krieg wurde auch das Schloss wie die Stadt in Mitleidenschaft gezogen.

Heute befindet sich im Schloss das Amtsgericht Dippoldiswalde, das Museum Osterzgebirgsgalerie[1] und seit August 2018 das Museum für mittelalterlichen Bergbau im Erzgebirge.

Stadtmauer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1358–63 befestigte Markgraf Friedrich der Strenge die Stadt mit Mauern, Türmen, Gräben in einer Dreiecksform. 1665 wurde die Stadtmauer an der Pforte, 1666 das Obertor und Niedertor instandgesetzt. Nach und nach wurde sie abgetragen, zuletzt 1845 das Obertor. Teile der Stadtmauer sind heute noch vorhanden.

Vorwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Burganlage gehörten die Vorwerke: Malter, Böthchen, Wolframsdorf, Schwarzdorf, Ziegenrück, Nikolai und Heselicht (Oberhäslich).

Besitzer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erhard Unger: Unsere Heimat. Bunte Bilder aus dem Dippser Lande. 1997, Druck Grafische Werkstätten Dippoldiswalde
  • Richard Steche: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreich Sachsen. 1883

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Museum Osterzgebirgsgalerie im Schloss. Lohgerbermuseum Dippoldiswalde, archiviert vom Original am 1. Februar 2015; abgerufen am 1. Februar 2015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schloss Dippoldiswalde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien