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Maltitz (Adelsgeschlecht)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wappen derer von Maltitz

Maltitz ist der Name eines alten meißnisch-sächsischen Adelsgeschlechts mit gleichnamigem Stammhaus bei Mochau, dessen Name auf sorbische Wurzeln zurückgeht.[1]

Die Familie soll bereits 929 erstmals mit Albrecht von Maltitz, dem Stammvater aller Maltitze, erwähnt worden sein. Später teilten sich die Linien in die Linie der Söhne von Heinrich der Jüngere von Maltitz (* vor 1119; † nach 1133), mit Thyzo (Stamm Meißen) und Hedenreich (Stamm Altenburg).

Erstmals urkundlich erwähnt wurde am 4. Juli 1225 der Ritter „Ulricus de Maltiz“.[2] Mit ihm beginnt die ununterbrochene Stammreihe. Weitere Dörfer mit dem Namen Maltitz bei Groitzsch und Weißenberg sollen von der Familie angelegt worden sein.

Die Familie ist stammes- und wappenverwandt mit der Familie von Miltitz.

Die Maltitz waren schon im 14. Jahrhundert in der Mark Meißen reich begütert. 1467 erhielten sie das Schloss Finsterwalde als Pfand.

1559 erwarb Sigmund von Maltiz von Thilo von Schenkenberg das Rittergut Schenkenberg.[3]

Im 18. Jahrhundert war die Familie noch mehrfach begütert und saß von 1701 bis 1721 zu Kossa, 1792 zu Staßfurt, 1793 zu Kummerow sowie 1802 zu Friedrichswalde und 1805 zu Briesnig.

Weiteren Besitz erlangten sie in Böhmen, der Grafschaft Glatz[4], Schlesien, der Mark Brandenburg; später auch in der Ober- und Niederlausitz und in Ostpreußen. In Brandenburg war schon 1337 Giesensdorf im Besitz der Familie, später auch Falkenberg und zwischen 1553 und 1735/37 Tauche.[5]

Das Wappen ist von Schwarz und Silber siebenmal geteilt. Auf dem Helm mit schwarz-silbernen Decken sechs schwarze Hahnenfedern, an denen rote Fähnlein flattern.[1]

Bei Johann Siebmacher steht auf dem gewulsten Helm ein von Schwarz und Silber der Länge nach gestreifter, oben mit breiter, rother Einfassung verzierter Köcher, aus welchem acht schwarze Hahnenfedern herauswachsen.

Das Wappenschild des Altenburger Stammes zeigt den Kopf und Hals eines rot gezäumten schwarzen Pferdes. Auf dem Helm die Schildfigur. Die Helmdecken sind Schwarz und Gold.

Persönlichkeiten

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Commons: Maltitz (Adelsgeschlecht) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band VIII, Band 113 der Gesamtreihe, 1997, S. 203
  2. Original im Hauptstaatsarchiv Dresden, vgl. Schultes, Directorium diplom., obersächsische Urkunden, Band II, S. 599
  3. Horst Enzensberger: Vom Universitäts-Professor zum Wikipedia-Administrator. Wie ich zu Wikipedia kam … In: Wikipedia und Geschichtswissenschaft. DE GRUYTER, Berlin, München, Boston.
  4. Der Adel des Glatzer Landes
  5. Joachim Schölzel (Bearb.): Historisches Ortslexikon für Brandenburg. (HOL) Teil IX: Beeskow – Storkow. (Veröffentlichungen des Staatsarchivs Potsdam, Band 25). Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-86-0 (Nachdruck der Ausgabe: Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1989, ISBN 3-7400-0104-6) S. 72, 82, 276.
  6. Eine Sammlung von 8000 Bildern von Wappen von Herrschern, Adel und Bürger, Stadt und regionalen Wappen, herausgegeben um 1910–1920 von A. Wellers Verlag, Kahla in Thüringen
  7. Dein Browser wird geprüft! Abgerufen am 28. August 2026.
  8. Bernhard W. Scholz: Das geistliche Fürstentum Neisse. 2011 Böhlau Verlag Köln Weimar Wien, ISBN 978-3-412-20628-4, S. 153.101.