Schulleitung

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Die dienstlichen Aufgaben der Schulleitung (Schulleiter bzw. Schulleiterin, teilweise auch Direktor/Direktorin bzw. Rektor/Rektorin) sind in Deutschland in den verschiedenen Schularten durch die 16 verschiedenen Landesschulgesetze geregelt.

Bei den Grund- und Hauptschulen ist die Schulleitung den Lehrkräften vorgesetzt. Bei den weiterführenden Schulen ist die Schulleitung dienstvorgesetzt und hat insbesondere auch eine Beurteilungsfunktion.

In Baden-Württemberg ist für alle Schularten der Regierungspräsident Dienstvorgesetzter. Der Schulleiter ist nur für schriftliche Missbilligungen nach der Landesdisziplinarordnung als Dienstvorgesetzter tätig.

Formale Aspekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vertretung der Schule nach außen (auch dem Elternbeirat (je nach Bundesland unterschiedlich) und der Presse gegenüber)
  • Verantwortung für den ordnungsgemäßen Dienstbetrieb (gleichmäßiger Einsatz der Lehrkräfte, geregelter Stunden- und Aufsichtsplan)
  • Einberufung der Schulkonferenz
  • Einberufung und Leitung der Gesamtlehrerkonferenz
  • Erlass und Vollzug von Verwaltungsakten (z. B. die Aufnahme und Entlassung von Schülern)
  • Sorge für die Erfüllung der Schulpflicht (z. B. Schulversäumnisse oder Beurlaubung von Schülern)
  • Ausübung des Hausrechts
  • je nach Schulart Funktion als Vorgesetzter bzw. als Dienstvorgesetzter der Lehrkräfte
  • als Dienstvorgesetzter (z. B. Beurteilung der Lehrkräfte, Disziplinarmaßnahmen)
  • Mitwirkung in verschiedenen Gremien.

Inhaltliche Aspekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Schulleitung wird hohe Stabilität erwartet, weil sie in einem komplexen Spannungsfeld aus Ministerium, Schulträger, Schüler- und Elternschaft sowie Lehrerkollegium und Öffentlichkeit agieren muss. Die wichtigste Forderung an die Schulleitung ist, sich über das vertretene Konzept von Schule und Unterricht, von Bildung und Erziehung klar zu sein.

An der Schulleitung liegt es, integrierend zu wirken und an der Schule ein Klima der Freiheit und Offenheit zu schaffen. Sie kann den Teamgeist innerhalb eines Lehrerkollegiums nicht verordnen, kann dessen Entwicklung aber fördern, zum Beispiel durch partnerschaftliche Haltung ihrerseits und durch Motivation.

Aufgabe der Schulleitung ist auch, Anstöße zu notwendigen Veränderungen aus dem Kollegium wahrzunehmen und zu unterstützen, um Prozesse der Schulentwicklung und Schulerneuerung in Gang zu setzen und zielgerichtet zu kanalisieren.

Fort- und Weiterbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den wichtigen Aufgabengebieten der Schulleitung zählt eine nachhaltige Verbesserung der Personalentwicklung. Diese basiert auf Grundlage einer kontinuierlichen Fort- und Weiterbildung der Lehrer.

Professionalisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angesichts der zunehmenden Komplexität von Schulleitungsaufgaben werden Überlegungen wichtig, wie Schulleitungen das leisten können[1]:

  • Professionalisierung von Schulleitung[2]: qualifizierte Ausbildung für dieses Amt, den Anforderungen gerechten Auswahl, Maßnahmen der Weiterqualifizierung/systematische Personalentwicklung, angemessene Dienststellung, Unterstützungssysteme
  • Kooperation und kooperative Führung[3][4][5]: Kooperation in Schulen ist sowohl Mittel als auch Ziel. Die Schulleitung schafft Rahmenbedingung und unterstützt die Umsetzung an der Schule und ist zudem Vorbild für kooperatives Handeln.
  • Integratives Führungskonzept: Ein integratives Führungskonzept in Schulen geht von einer klaren pädagogische Zielorientierung aus und ist pädagogischen Werten verpflichtet.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

WiktionaryWiktionary: Schulleitung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Huber, S.G. (2012). Jahrbuch Schulleitung. Befunde und Impulse zu den Handlungsfeldern des Schulmanagements. Köln & Neuwied: Wolters Kluwer Deutschland.
  2. • Huber, S.G. (Hrsg.): Handbuch Führungskräfteentwicklung. Grundlagen und Handreichungen zur Qualifizierung und Personalentwicklung im Schulsystem. Köln: Link-Luchterhand, 2013
  3. Huber, S.G. & Ahlgrimm, F. (2012). Kooperation. Aktuelle Forschung zur Kooperation in und zwischen Schulen sowie mit anderen Partnern. Waxmann.
  4. Huber, S. G. & Hader-Popp, S. (2006). Kooperation in der Schule: Schulleitung ist Vorbild, schafft Rahmenbedingungen und unterstützt die Umsetzung. In A. Bartz, J. Fabian, S.G. Huber, Carmen Kloft, H. Rosenbusch, H. Sassenscheidt (Hrsg.), PraxisWissen Schulleitung (81.12). München: Wolters Kluwer.
  5. Huber, S. G. (2006). Kooperative Führung in der Schule: Entlastung oder Entmachtung von Schulleitung. In A. Bartz, J. Fabian, S.G. Huber, Carmen Kloft, H. Rosenbusch, H. Sassenscheidt (Hrsg.), PraxisWissen Schulleitung (10.42). München: Wolters Kluwer.
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