Schuppen (Gebäude)

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Geräteschuppen in Olching
Der historische Schuppen 50 im Hamburger Hafen
Bahnwagon als Geräteschuppen

Ein Schuppen, in Bayern auch Schupfen, oder im Oberdeutschen Schopf, ist eine Art Hütte, d.h. ein meist in einfacher Bauweise aus möglichst preiswertem Baumaterial (Bretter, Wellblech) eingeschossig errichtetes Gebäude, das als Abstellplatz oder als Lagerraum zur Unterbringung von Fahrzeugen, Geräten, Gütern und Materialien verwendet wird, mitunter auch als Ort zur Instandsetzung oder Reinigung.[1]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich definiert man den Schuppen als ein „Gebäude zum Aufbewahren der Acker- und Wirtschaftsgeräte“. Auch zur trockenen Verwahrung von „besseren Luxuswagen und Schlitten [und] der Feuerspritzen“ wurde er genutzt.[2] Laut Pierer's Universal-Lexikon von 1862 ist es „ein leicht aufgeführter Stall zur Aufbewahrung der Wagen (Wagenschuppen), des Holzes, Strohes und Heues“[3]

Den dort verwahrten Gegenständen wird so Schutz vor äußeren Einflüssen wie Witterung und Diebstahl geboten. Insbesondere in der Landwirtschaft dienen sie auch zur Lufttrocknung von Erntegut (neben der Scheune/Stadel), etwa der Tabaktrockenschuppen. Allgemeine Lagergebäude (Magazine) sind Güterschuppen oder Kaischuppen im Schiffereiwesen. Geräteschuppen sind zum Teil offen, d.h. nicht rings von Wänden umschlossen. Der Wagenschuppen (Remise) ist der Vorläufer der heutigen Garage, und findet sich im Bahnwesen als Lokschuppen.

Ein Geräteschuppen ist ein meist geschlossenes, kleineres Gebäude zum Lagern oder Unterstellen von Geräten und/oder Materialien. Geräteschuppen werden meist in Holz- oder Blech-Bauweise errichtet.

Abgrenzung und rechtliche Einordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Geräteschuppen ist nicht zum Bewohnen oder für längere Aufenthalte, z. B. zur Freizeitvergnügung, vorgesehen. Hierin grenzt er sich ab vom Gartenhaus. Ist das Gebäude offen, so spricht man von einem (Geräte-)Unterstand; ist das Gebäude offen und eher für den Aufenthalt von Personen vorgesehen, so wird es eher Laube oder Pavillon genannt.

Rechtlich – sowohl nach Bauordnungen wie im Versicherungsrecht – gelten Schuppen im Allgemeinen als Nebengebäude, sofern sie ein gewisses Verhältnis zum Hauptgebäude nicht übersteigen, und brauchen insbesondere auf landwirtschaftlichem Grund und an Wohngebäuden meist keine eigenständige Baubewilligung.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Schopf – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schuppen. Roell, 1912 (zeno.org)
  2. Schuppen. Lueger, 1904 (zeno.org)
  3. Schuppen. Pierer, 1857 (zeno.org)