Gartenhaus

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Kleingärten mit Gartenhäusern

Unter einem Gartenhaus, umgangssprachlich auch Gartenlaube oder Laube, versteht man in der Grundbedeutung ein Gebäude, das im Garten eines Wohnhauses, im Kleingarten oder einem Lustgarten zum vorübergehenden Aufenthalt, nicht jedoch zum dauerhaften Wohnen errichtet ist. Eine Laube im strengen Wortsinn ist dagegen ein nicht komplett geschlossenes Bauwerk, das Aufenthaltsmöglichkeit als Sonnen- oder Regenschutz bietet. Häufig handelt es sich bei einem Gartenhaus um ein kleines Gebäude, daher ist oft auch von Gartenhäuschen die Rede, immer beinhaltet das Gartenhaus mindestens einen geschlossenen Raum. Gartenhäuser können sehr unterschiedliche Ausprägung haben. Sie können z.B. den Charakter einer einfachen Hütte, einer Laube mit angegliedertem verschlossenem Raum oder den eines freistehenden luftigen, aber verschlossenen Pavillons haben, teilweise auch den Charakter eines einfachen kleinen Einfamilienhauses. Dient ein „Gartenhaus“ nur zur Verwahrung von Gartengeräten und -Materialien, so wird es eher als Geräteschuppen bezeichnet.

Abweichend von dieser Grundbedeutung kann mit Gartenhaus auch ein gewöhnliches Haus gemeint sein, dass im Garten bzw. auf dem Grundstück hinter dem der Straße zugewandten Haupthaus angeordnet ist. Insbesondere bei den Berliner Mietskasernen ist diese Terminologie verbreitet. Ein (Berliner) Gartenhaus ist ein normales, mehrstöckiges Wohnhaus als hinteres Quergebäude (Hinterhaus).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gartenhäuschen im klassizistischen Stil wurden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in den Gärten der Bürgerhäuser errichtet. Sie dienten der Erholung sowie zur bürgerlichen Repräsentation. Praktischen Nutzen hatten die Keller der Häuschen auch als Weinkeller. Eine spezielle Art von Gartenhäuschen ist das Weinberghaus.

Oftmals ließen vor allem im 19. Jahrhundert begüterte Bürger ein Gartenhaus im gleichen Stil wie ihr Wohnhaus errichten.

Bauweise und Vorschriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übliche Bauweise ist massives Mauerwerk oder Holz. Für eine Betonbauweise gibt es Bausätze aus vorgefertigten Massivbauteilen. Holzhäuschen werden oft als Fertigbausatz z. B. im Baumarkt verkauft. Wird vor dem Aufbau ein Fundament gelegt, verlängert dies im Allgemeinen die Haltbarkeit und Stabilität eines Holzgartenhauses.

Von Bedeutung ist außerdem der Ort, an dem ein neues Gartenhaus errichtet werden soll. So gelten im eigenen Garten andere Vorschriften als zum Beispiel in einer Kleingartenanlage. Das Bundeskleingartengesetz lässt hier ausdrücklich ein Laube genanntes Häuschen in einfacher Ausführung mit höchstens 24 Quadratmetern Grundfläche einschließlich überdachtem Freisitz zu. Gartenhäuser, deren Fläche diese Größe überschreitet, bedürfen einer Baugenehmigung. Auch darf das Häuschen in seiner Beschaffenheit, insbesondere in seiner Ausstattung und Einrichtung, nicht als Dauerwohnsitz geeignet sein.

Viele Kleingartenanlagen verfügen aus diesem Grunde nicht über Anschlüsse an Kanalisation und Stromnetz.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Summer houses – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Gartenhaus – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  • § 3 BundesKleingartenGesetz (BKleingG)