Schutztruppenhut

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Friedrich von Erckert als Schutztruppenoffizier in Deutsch-Südwestafrika

Der Schutztruppenhut war die Kopfbedeckung der ehemaligen deutschen „Schutztruppe“ und der deutschen Soldaten in Deutsch-Neuguinea und Deutsch-Samoa. Es handelte sich um einen feldgrauen oder khakifarbenen Hut aus Filz, bei dem die Krempe seitlich rechts hochgeknöpft werden kann.

Deutsch-Südwestafrika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Gründung der Schutztruppe für Deutsch-Südwestafrika im Jahre 1891 wurden spezielle Uniformen geschaffen, die unter anderem auch die Sonderstellung der Schutztruppen als unabhängigen Teil des Reichsheeres unterstreichen sollte. Die Uniformen entsprachen dem Schnitt der Preußischen Armee, erhielten aber die Grundfarbe Feldgrau oder Khaki für die Tropen. Somit bekamen auch die Hüte diese Färbung. Der Hut war hier auch als Südwester, Südwesterhut beziehungsweise Südwester-Hut bekannt.

Der Hut war bis 2001 die offizielle Kopfbedeckung der deutschen Pfadfinder in Namibia.

Andere deutsche Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hutrand und das Mützenband waren in der Farbe der jeweiligen Schutztruppe gehalten. Diese war in

Außerdem wurde eine Kokarde in Schwarz-Weiß-Rot an der hochgeklappten Krempe getragen. Heute wird bei der Bundeswehr der weiterentwickelte Buschhut oder „Boonie“ getragen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die deutsche Kolonial-Gesetzgebung: Sammlung der auf die deutschen Schutzgebiete bezüglichen Gesetze, Verordnungen, Erlasse und internationalen Vereinbarungen mit Anmerkungen und Sachregister, Band 11, Verlag E. S. Mittler, 1908, S. 381, 383
  • Otto Basler (Hrsg.): Der Große Duden - Bildwörterbuch der deutschen Sprache, Bibliographisches Institut AG., 1938, S. 380

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Südwester – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen