Seismogramm

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Mit Seismogramm wird die grafische Aufzeichnung von Erdbebenwellen und anderen Bodenbewegungen in Abhängigkeit von der Zeit bezeichnet. Seismogramme werden mittels eines Seismographen aufgezeichnet. Dies ist seit 1875 möglich; erst 1889 wurde das erste Fernbeben aufgezeichnet.

Aus einem Seismogramm lassen sich beispielsweise Rückschlüsse auf Erdbeben, Vulkanaktivitäten, aber auch andere Ereignisse, wie etwa starke Explosionen, ziehen. In der Geophysik werden Seismogramme analysiert, um Rückschlüsse auf den Aufbau der Erde zu ziehen. Aus Seismogrammen kann auch die Eigenschwingungsfrequenz von Bauwerken ermittelt werden.

Historisch betrachtet wurden Seismogramme mittels Linienschreibern aufgezeichnet, welche den Messwerteverlauf kontinuierlich als Funktion der Zeit auf eine Papierrolle niederschrieben. Manche verwendeten Federn auf herkömmlichem Papier, andere Apparaturen verwendeten Lichtstrahlen auf fotosensitivem Papier. Heute werden praktisch alle Seismogramme digital aufgezeichnet, um computergesteuerte Analysen zu vereinfachen. Dennoch werden heute auch noch vereinzelt klassische Seismographen eingesetzt, vor allem für anschauliche Darstellungen für die Öffentlichkeit. Sie sind essentiell für die auf der Richterskala basierenden Erdbebenmessung.

Die oben gezeigten Seismogramme sollen einen visuellen Eindruck unterschiedlicher Magnituden vermitteln und wurden nicht nach wissenschaftlichen Aspekten ausgewählt.

Die Aufgabe ist es, aus solchen Aufnahmen auf die Ursachen zu schließen, und zwar möglichst quantitativ. Das wird mathematisch als ein typisches „inverses Problem“ bezeichnet. Die Lösung ist im Allgemeinen möglich, auch in der Praxis.

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