Serelau

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Serelau
Der Suco Serelau liegt im nördlichen Zentrum des Verwaltungsamts Lautém (Karte von vor 2015). Der Ort Serelau liegt im nördlichen Zentrum des Sucos.
Daten
Fläche 24,93 km²[1]
Einwohnerzahl 1.234 (2015)[1]
Chefe de Suco Alarico da Costa
(Wahl 2009)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Adavari 158
Poruvari 708
Ra'ano 368
Serelau (Osttimor)
Serelau
Serelau
Koordinaten: 8° 26′ S, 126° 51′ O

Serelau ist ein osttimoresisches Dorf und sein ihn umgebender Suco im Verwaltungsamt Lautém (Gemeinde Lautém).

Der Ort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Serelau liegt auf einer Meereshöhe von 410 m. Er liegt im nördlichen Zentrum des Sucos. In unmittelbarer Nachbarschaft zu Serelau liegen die Dörfer Ra'ano (Raano), Poruvari (Barofari, Borofari) und Adafari (Adofari). Dieses Siedlungszentrum verfügt über eine Grundschule.[2][3]

Der Suco[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Serelau
Orte Position[4] Höhe
Adafari 8° 26′ S, 126° 51′ O 381 m
Adavari 8° 24′ S, 126° 51′ O ?
Buihomau 8° 24′ S, 126° 50′ O 22 m
Lailaovemuti 8° 24′ S, 126° 49′ O m
Poruvari 8° 26′ S, 126° 51′ O 337 m
Ra'ano 8° 26′ S, 126° 51′ O 337 m
Serelau 8° 26′ S, 126° 51′ O 410 m

Der Suco Serelau hat 1.234 Einwohner (2015), davon sind 598 Männer und 636 Frauen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 49,5 Einwohner/km². Im Suco gibt es 214 Haushalte.[1] Fast 98 % der Einwohner geben Fataluku als ihre Muttersprache an. Minderheiten sprechen Makasae oder Tetum Prasa.[5]

Der Suco liegt im nördlichen Zentrum des Verwaltungsamts Lautém. Im Nordosten liegt der Suco Baduro, im Südosten Maina II und südwestlich der Suco Daudere. Vor der Gebietsreform 2015 hatte Serelau eine Fläche von 38,23 km².[6] Nun sind es 24,93 km², da es sein südliches Territorium, das bis an das Verwaltungsamt Luro reichte, an Daudere abgeben musste. Dafür erhielt Serelau von Daudere einige Gebiete an der nördlichen Westgrenze, inklusive der Siedlung Lailaovemuti.[1][7]

An der Küste liegen die Dörfer Buihomau und Adavari (Adawari) mit einer vorbereitenden Schule für die Sekundärstufe.[3] Bei Buihomau zweigt von der nördlichen Küstenstraße, die einen der Hauptverkehrswege des Landes bildet, eine gut ausgebaute Straße ab, die sich in zwei Zweige aufteilt. Einer führt durch Daudere und der andere durch Maina II, bevor sie sich in Afabubu wieder vereinen und zum Ort Luro führen.[2]

In Serelau befinden sich die drei Aldeias Adavari, Poruvari und Ra'ano.[8]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen dem 5. und 8. August 1983 desertierten Hunderte von Mitgliedern von bewaffneten Milizen (Wanra, Hansip) aus Mehara, Lore, Leuro und Serelau (alle in der Gemeinde Lautém) und schlossen sich der FALINTIL an. In ihren Heimatorten führten die Indonesier Strafaktionen durch. Hunderte Frauen und andere zurückgebliebene wurden auf Lastwagen zusammengetrieben und für mehrere Monate interniert. Es kam zu Folterungen und Vergewaltigungen. Später wurden mehrere hundert Familien auf die Insel Atauro zwangsumgesiedelt.[9]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Alarico da Costa zum Chefe de Suco gewählt[10] und 2009 in seinem Amt bestätigt.[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. a b Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  3. a b UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (PDF; 389 kB)
  4. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  5. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Serelau (tetum; PDF; 8,6 MB)
  6. Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  7. Ministerium für Staatsverwaltung und Territorialmanagement: Karte des Verwaltungsamts Lautém, abgerufen am 1. März 2017.
  8. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)
  9. „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  10. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  11. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)

f1Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM