Sewmasch-Werft

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Sewmasch
Rechtsform Joint Stock Company
Gründung 1939
Sitz Sewerodwinsk
Leitung Michail Anatoljewitsch Budnitschenko
Branche Schiffbau
Website www.sevmash.ru
Sewmasch-Werft
Stapellauf des neuen Atom-U-Bootes Yury Dolgoruky auf der Sewmasch-Werft
Modell des schwimmenden Kernkraftwerkes Akademik Lomonossow

Der russische Werftkomplex Sewmasch (russisch Северное машиностроительное предприятие, kurz Севмаш) befindet sich in der Hafenstadt Sewerodwinsk am Weißen Meer.

Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1935/36 begann die Standortsuche für eine neue Marinewerft in Archangelsk auf dem Gebiet des Nikolo-Korelsky Klosterareals in Nikolsky an der Mündung der Nördlichen Dwina. Im Jahr 1936 wurde mit dem Bau der Werft begonnen und der Produktionsbeginn startete im Dezember 1939 mit der Kiellegung des ersten Schlachtschiff Sowjetskaja Belarus mit der Nummer 402.

Die Werft wurde das wichtigste Unternehmen des staatlichen russischen Zentrums für Atomschiffbau. Auf der Werft und dem dazugehörigen Maschinenbaukomplexen mit rund 25.000 Beschäftigten befinden sich neben den schiffbaulichen Werkstätten und Hallen auch fast alle für die hier entstehenden schwimmenden Objekte die notwendigen Gewerke der Schiffbauzulieferindustrie.

Produktion für die Marine und Meerestechnik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es ist die größte russische Werft für Neubau und Reparaturen mit einem riesigen Areal im Hafen von Sewerodwinsk, wo seit den 1950er Jahren Marineschiffe und U-Boote gebaut werden. Die meisten russischen U-Boote, sowohl dieselelektrische als auch Atom-U-Boote unterschiedlicher Typen, liefen hier vom Stapel. Mit dem ersten sowjetischen Atom-U-Boot, der Leninski Komsomol, begann 1954 der Bau von Atom-U-Booten. Bis zum Jahr 2013 wurden rund 130 Atom-U-Boote von dieser Werft fertiggestellt.

Auch sehr komplexe schwimmende Objekte wie Bohrplattformen oder sogar ein schwimmendes Kernkraftwerk wurden oder werden hier gebaut. Das schwimmende Kernkraftwerk Akademik Lomonossow, Baubeginn im April 2007, wird derzeit hier entwickelt, konstruiert und zusammengebaut. Die auf 2012 terminierte Fertigstellung wurde auf 2016 verschoben. Auch die von Greenpeace 2012 und 2013 geenterte und für den staatlichen Energiekonzern Gazprom bestimmte Priraslomnaja-Bohrinsel für Ölförderung entstand auf dieser Werft.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]