Shaka (Zeichen)

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"Shaka"-Geste

Das Wort Shaka, begleitet von einer typischen Handhaltung, bei der die geschlossene Faust mit abgespreiztem Daumen und kleinem Finger gehoben wird (siehe Abbildung) ist eine ganz allgemein auf Hawaii und per Übernahme durch die dortigen Surfer unter diesen Sportlern gebräuchliche Geste, die zu verschiedenen Anlässen gebraucht wird und etwa so viel bedeutet wie „Cool!“, „Locker!“, „In Ordnung!“, „Gute Welle“.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Windsurfern ist das Zeichen als Gruß verbreitet und wird als "Hang Loose" bezeichnet. Hier hat dieser Gruß jedoch eine ganz reale Anwendung: die abgespreizten Finger stehen für den Trapez-Tampen und die Faust für den Haken des Trapezes, mit welchem sich der Windsurfer einhängt. Dadurch kann der Surfer die Arme entlasten und mit seinem Körpergewicht den Segeldruck des Windes halten, er "hängt" im Segel.

Unter Surfern steht das Shaka für einen sog. "A-Frame". Ein A-Frame ist eine Welle, die das perfekte Wellendesign oder Brechen einer Welle beschreibt. Die Welle bricht nur an einem Punkt und kann sowohl nach rechts sowie auch nach links abgesurft werden. Da der Mittelfinger der längste Finger an der Hand ist stellt dieser den Peak oder höchsten Punkt einer Welle dar, dem beim Schließen der Hand zum Shaka-Gruß der Zeige- und Ringfinger folgt. Die Symbolik entspricht dem Absurfern einer Welle zur linken und rechten Seite. Der Daumen und der kleine Finger entspricht der Gischt, die aus dem Tunnel (Barrel, Tube) gepresst wird, wenn die Welle hohl bricht.

Ursprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der exakte Ursprung ist letztlich nicht gesichert, doch existieren eine Reihe von Theorien. Nach Meinung des Polynesian Cultural Center wie auch einer Recherche der Zeitung Honolulu Star Bulletin geht zumindest das Handzeichen auf den Hawaiier Kalili Hamana († um 1940) zurück, dem an einer Hand drei Finger fehlten.[1]

Woher der begleitende Ruf rührt, ist ungeklärt. Der enthaltene Frikativ legt nahe, dass er aber wohl nicht der hawaiischen Sprache entstammt.

Verwendung in der Öffentlichkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kombination aus Geste und Ausruf wurde vom hawaiischen Fernsehdarsteller David ‚Lippy‘ Espinda († 1975) häufig bei seinen Fernsehauftritten gebraucht. Der hawaiische Politiker Frank Fasi verwendete ihn in seinen Wahlkampagnen seit den 1970ern.

Die Geste ist im polynesischen Raum als Grußgeste unter einheimischen Einwohnern verbreitet, so kann sie auch auf der Osterinsel und in Französisch Polynesien beobachtet werden.

Der 44. US-Präsident Barack Obama nutzte diese Geste, um die Abgeordneten aus Hawaii zu grüßen – er wuchs auf Hawaii auf.[2]

Auch der brasilianische Fußballspieler und zweifache Weltfußballer Ronaldinho nutzte diese Geste oft beim Torjubel. Er schwenkte jedoch seine beiden Hände noch zusätzlich.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Polynesian Cultural Center
  2. thewashingtonnote.com