Cool

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Cool (Begriffsklärung) aufgeführt.

Cool (auch Coolness; von engl.: cool = kühl, kalt) ist ein im Deutschen ursprünglich jugendsprachlicher Begriff, der in die Umgangssprache eingegangen ist. Das Wort wird im Netzjargon auch „KWL“ geschrieben.[1]

Wortbedeutung

Der Begriff wird einerseits zur saloppen Bezeichnung einer besonders gelassenen oder lässigen, nonchalanten, kühlen, souveränen, kontrollierten und nicht nervösen Geisteshaltung oder Stimmung genutzt (vergleiche: Kühl bleiben, kühler Kopf im Sinne von „ruhig bleiben“). [2] Andererseits ist cool als jugendsprachliches Wort zur Kennzeichnung von als besonders positiv empfundenen, den Idealvorstellungen entsprechenden Sachverhalten (ähnlich wie „geil“) gebräuchlich im Sinne von „schön“, „gut“, „angenehm“ oder „erfreulich“.[3] Zudem ist das Wort – je nach Milieu und Altersstufe – extrem vielseitig einsetzbar.[4]

Siehe auch

Literatur

  • Helmut Lethen: Verhaltenslehren der Kälte. Lebensversuche zwischen den Kriegen (= Edition Suhrkamp 1884 = NF Band 884). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-518-11884-6.
  • Ted Vincent: Keep Cool. The Black Activists who Built the Jazz Age. Pluto Press, London u. a. 1995, ISBN 0-7453-0922-4 (englisch).
  • Thomas Frank: The Conquest of Cool. Business Culture, Counterculture, and the Rise of Hip Consumerism. University of Chicago Press, Chicago 1998, ISBN 978-0-226-26012-9 (englisch).
  • Ulf Poschardt: Cool. Rogner & Bernhard bei Zweitausendeins, Hamburg 2000, ISBN 3-8077-0152-4.
  • Tom Holert: Cool. In: Ulrich Bröckling, Susanne Krasmann, Thomas Lemke (Hrsg.): Glossar der Gegenwart (= Edition Suhrkamp 2381). Suhrkamp, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-518-12381-5, S. 42–48.
  • Klaus Neumann-Braun, Birgit Richard: Coolhunters. Jugendkulturen zwischen Medien und Markt (= Suhrkamp-Taschenbuch 3693). Suhrkamp, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-518-45693-8.
  • Jakob Kandlbinder: Halbstark und cool: ausgewählte Jugendkulturen seit den 1950er Jahren Telos Verlag - Roland Seim - Verlag für Kulturwissenschaft, Münster (Westfalen) 2005, ISBN 978-3-933060-18-1 (Diplomarbeit Fachhochschule Coburg 2003, 122 Seiten). [5]
  • Andreas Urs Sommer: Coolness. Zur Geschichte der Distanz. In: Ulrich Raulff, Stephan Schlak (Hrsg.): Alte Hüte. Entfremdung, Coolness, Untergrund (= Zeitschrift für Ideengeschichte. Jg. 1, Heft 1,2007). Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-55940-2, S. 30–44.
  • Andreas Bernard, Diana Weis (Hrsg.): Cool aussehen: Mode & Jugendkulturen. Archiv der Jugendkulturen, Berlin 2012, ISBN 978-3-943774-00-9.

Weblinks

 Wikiquote: Cool – Zitate
 Wiktionary: cool – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. http://www.internetslang.com: What does KWL mean? Abgerufen am 30. Dezember 2016 (englisch).
  2. Das deutsche Wörterbuch. Knaur – Lexigraphisches Institut, München 1985, S. 248: Hier wird cool einerseits als distanziert, ohne Erregung aber in einer zweiten Bedeutung auch als glückselig im Drogenrausch beschrieben.
  3. Duden. Band 1: Duden, die deutsche Rechtschreibung. 22. völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, aktualisierter Nachdruck. Dudenverlag, Mannheim u. a. 2001, ISBN 3-411-04012-2, S. 266: cool wird unter anderem als Jugendsprache für hervorragend bezeichnet.
  4. Johann Werfring: Megageil und cool ist es in der Schul’ Artikel in der „Wiener Zeitung“ vom 6. September 2012, Beilage „ProgrammPunkte“, S. 7
  5. Rezension