Shanghailänder

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Shanghailänder, auf englisch auch Shanghighlander (Wortspiel mit „Highlander“, also „Hochlandbewohner“) nannten sich die meist aus westlichen Ländern stammenden ausländischen Bewohner Shanghais, die etwa von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis etwa 1950 in exterritorialen Zonen lebten.

Während des Zweiten Weltkrieges waren diese exterritorialen Zonen der einzige Ort, an dem Juden ohne Visum einreisen konnten. Deshalb bildete sich dort bald eine Gruppe von 18.000 Juden, davon ca. 14.000 aus Deutschland und 3000 aus Österreich, die aus dem Machtbereich der Nationalsozialisten hatten fliehen können, jedoch nirgend sonst eine Zufluchtsstätte finden konnten. Sie lebten im Shanghaier Ghetto und nach Ende des Zweiten Weltkrieges versuchten die meisten wieder aus Shanghai auszureisen. Die Mehrzahl der Überlebenden zog in die Vereinigten Staaten oder nach Israel.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Frank Junghänel, Vor 50 Jahren sind 295 jüdische Emigranten aus ihrem Exil in Shanghai nach Berlin zurückgekehrt jetzt gab es ein Wiedersehen der "Schanghailänder", Berliner Zeitung, 23. August 1997. Abgerufen am 6. September 2016.