Shiny Flakes

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Shiny Flakes ist das Pseudonym des verurteilten Drogenhändlers Maximilian Schmidt. Schmidt betrieb eine illegale Drogenhandelsplattform im Internet aus seinem Kinderzimmer heraus. Mit 20 Jahren wurde er verhaftet und Drogen im Wert von 4 Millionen Euro sichergestellt. Insgesamt betrug die polizeilich registrierte Gesamtmenge rund eine Tonne.

Drogenhandel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz stellte fest, dass Maximilian Schmidt von Dezember 2013 bis zum 26. Februar 2015, insgesamt rund 600 Kilogramm Drogen in mehreren tausend Fällen verschickt hatte. Die Drogen bestellte er über das Darknet zu einem Übergabepunkt nahe seinem Elternhaus. Um keinen Verdacht zu erwecken, gab sich Maximilian Schmidt bei den Übergaben der Pakete (auch größerer Mengen) lediglich als Kurier bzw. annehmende Person aus. In seinem Kinderzimmer verpackte er die Drogen und sendete sie per Post (Packstation oder anonymisierter Briefeinwurf) mit verschiedenen anonymisierten Absenderadressen an seine Kunden. Obwohl seine Webseite sich nicht im Darknet befand, war eine Strafverfolgung für die Sicherheitsbehörden anfangs nur schwer möglich, da sie auf ausländischen Servern gehostet war.[1]

Verhaftung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2015 stürmte die Polizei sein Zimmer und nahm ihn fest. Die sächsische Polizei stellte anschließend Datenträger, seinen Laptop, div. Mobiltelefone, Portionierungs- & Verpackungsutensilien, 48.000 Euro Bargeld sowie 341 Kilogramm Betäubungsmittel bei ihm sicher.

Beschlagnahmte Datenträger konnten durch ein bei der Durchsuchung seines Zimmers aufgefundenes Passwort entschlüsselt werden, wodurch Behörden diverse Kundendaten einsehen und Folgeverfahren in die Wege leiten konnten.

Die beschlagnahmte URL des Internetauftritts wurde anschließend durch die Polizei als Webpräsenz zur Nachwuchsgewinnung genutzt.

Verurteilung und Folgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maximilian Schmidt wurde auf Grundlage des Jugendrechts zu einer Haftstrafe von sieben Jahren verurteilt, aus welcher er nach vier Jahren und sieben Monaten vorzeitig auf Bewährung entlassen wurde.

Da nicht alle seiner für die Transaktionen genutzten Krypto-Wallets entschlüsselt werden konnten, bleibt weiterhin unklar, über welches Vermögen Maximilian Schmidt bis heute verfügt.

Im März 2021 wurde durch die Polizei mitgeteilt, dass gegen Maximilian Schmidt und weitere ein erneutes Ermittlungsverfahren eingeleitet worden sei, da der Verdacht der Eröffnung und des Betriebs eines neuen Onlineshops zum Verkauf illegaler Substanzen bestünde. Laut Ermittlungsbehörden bestehe aufgrund der Ähnlichkeiten der Shopsysteme ein dringender Verdacht, dass Maximilian Schmidt in die Erstellung und den Betrieb des Shops eingebunden sei.

Da die Ermittlungen gegen Maximilian Schmidt noch nicht abgeschlossen sind, gilt im Falle einer Anklage bis zum Abschluss des Gerichtsverfahrens die Unschuldsvermutung.[1]

Kunst und Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Netflixserie How to Sell Drugs Online (Fast) basiert lose auf Shiny Flakes. Die Doku Shiny Flakes: The Teenage Drug Lord beschreibt aus der Sicht von Maximilian Schmidt und einigen Beamten das Geschehene.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Shiny Flakes: Aufstieg und Fall eines 20-jährigen Drogenbarons. Abgerufen am 4. September 2021.