Shnit

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Das Internationale Kurzfilmfestival shnit ist ein gemeinsam ausgerichtetes internationales Kurzfilmfestival in der Schweiz, Deutschland und seit 2011 auch in weiteren Ländern wie Südafrika, Österreich, Singapur und Costa Rica. Es findet jeden Oktober in Bern, Köln, Kapstadt, Wien, Singapur und San José statt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Festival wurde 2003 in Bern unter dem Namen shnit Kurzfilmnächte im Kino des Kulturzentrums Reithalle ins Leben gerufen. Aus dem zweitägigen Event für Kurzfilme aller Genres entwickelte sich in der Folgezeit ein mehrtägiges Festival mit einer internationalen Preisausschreibung, zahlreichen Spezialwettbewerben und einem breiten Rahmenprogramm mit Workshops und öffentlichen Filmtalks.

Seit 2005 findet das Internationale Kurzfilmfestival shnit jeweils im Oktober im Progr und in verschiedenen Kinos der Berner Innenstadt statt. Seit dem Jahr 2007 ist das Internationale Kurzfilmfestival shnit auch Austragungsort der Slam-Movie-Night. Mit über 15'000 Besuchern war das Festival bereits im Jahr 2008 das besucherstärkste Kurzfilmfestival der Schweiz, ausgestattet mit den höchsten Preisgeldern bei Filmfestivals in der Schweiz. Im Jahr 2009 zeigte das Internationale Kurzfilmfestival shnit sein Programm erstmals zeitgleich in Bern (CH) und Köln (D) vor insgesamt 22.000 Besuchern. 2010 kam Kapstadt als dritter Austragungsort hinzu, 2011 zusätzlich, Wien, Singapur und San José (Costa Rica).

Ausrichtung und Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fokus des Internationalen Kurzfilmfestivals shnit liegt auf Kurzfilmen aller Art. Im Programm werden Werke unterschiedlichster Techniken und Gattungen in gemeinsamen Programmblöcken gezeigt.

Im Zentrum des Festivals steht der internationale Wettbewerb shnit-Open. Dazu hat jeder Standort einen nationalen Wettbewerb wie etwa der made in germany und der swissmade-Preis. Die Preisgeldsumme betrug 2011 über 32.000 EURO (42.000 CHF).

Neben den Wettbewerben zeigt das Internationale Kurzfilmfestival shnit verschiedene themenbezogene Spezialprogramme. 2009 gab es neben shnit Hits wie feel good oder shnit animiert unter anderem Programme mit den Schwerpunkten Schweden, Köln und Bern und weitere Reihen mit Themenbezug wie beispielsweise Dokumentar-Kurzfilme, Experimentelles oder schwul-lesbisches Kino zu sehen. Für Kinder ist jedes Jahr mit der Zauberlaterne ebenfalls ein Spezialprogramm im Angebot.

Im Rahmenprogramm bietet das Internationales Kurzfilmfestival shnit Workshops, Diskussionsforen und Auftrittsmöglichkeiten für lokale Filmschaffende.

Seit dem Jahr 2007 findet am shnit Kurzfilmfestival außerdem der REALTIME Filmwettstreit statt, der seit 2009 auch in Köln ausgetragen wird.

Preise und Preisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Publikumspreis wird im internationalen Wettbewerb shnit-Open seit 2005 ein Jurypreis und seit 2007 zusätzlich der Swiss Award für die beste Schweizer Produktion vergeben. Seit 2008 vergibt die Jury im internationalen Wettbewerb in drei Kategorien erste Preise. 2009 kam der German Award für den besten deutschen Kurzfilm dazu.

Publikumspreis Jurypreis Swiss Award German Award
Jahr Film Regie
2003 Metal King Thomas Gerber (CH)
2004 Right Here, Right Now Anand Gandhi (IN)
2005 Breaking the Rules Gregor Ehrler (DE)
2006 Pizza Amore Achim Wendel (DE)
2007 Il neige à Marrakech Hicham Alhayat (CH)
2008 Antje und wir Felix Stienz (DE)
2009 Szalontüdo Márton Szirmai (HUN)
2010 Los Gritones Roberto Pérez Toledo (ESP)
2011 Guet-Apens Michael Barocas (FR)
2012 Qual queijo você quer? Cíntia Domit Bittar (BR)
2013 La Prima Legge Di Newton Piero Messina (IT)
Jahr Film Regie
2005 Nassrasur Boris Schaarschmidt (DE)
2006 Dachau bei München Frederik Ring (DE)
2007 Fair Trade Michael Dreher (DE)
ab 2008 neue Kategorien siehe unten
Jahr Film Regie
2007 Rasende Liebe Jonas Meyer (CH)
2008 Nachglühen Lisa Blatter (CH)
2009 Las Pelotas Chris Niemeyer (CH)
2010 Yuri Lennon’s Landing on Alpha 46 Anthony Vouardoux (CH)
2011 Bam Tschak Marie-Elsa Sgualdo (CH)
Jahr Film Regie
2009 Amoklove Julia C. Kaiser (DE)
2010 Urs Moritz Mayerhofer (DE)
2011 Pärchenabend Hardi Sturm

Die Jurypreise in den drei nach Filmlänge abgestuften Kategorien SMART JOE, MAGIC JACK und LONG JOHN:

SMART JOE (bis 4 Minuten) MAGIC JACK (bis 10 Minuten) LONG JOHN (über 10 Minuten)
Jahr Film Regie
2008 Three Angels Yulia Ruditskaya (BY)
2009 Terminal Communication Michael Fortune (IRL)
2010 Alpha McCoy Sanford (CH)
2011 15 Summers later Pedro Collantes (ESP)
Jahr Film Regie
2008 The Facts in the Case of Mister Hollow Rodrigo Gudiño (CA)
2009 Photograph Of Jesus Laurie Hill (GB)
2010 Diplomacy Jonathan Goldman (US)
2011 Der Besuch Conrad Tambour (DE)
Jahr Film Regie
2008 Ich träume nicht auf Deutsch Ivana Lalovic (CH)
2009 Ba-derech le Tel-Aviv Khen Shalem (ISR)
2010 The Light of Family Burnam Marshall Axani (CA)
2011 El Somriure Amagat Ventura Durall (ESP)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]