Shun (Kaiser)

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Kaiser Shun

Kaiser Shun (chin. 舜) (der Legende nach:* ? v. Chr; † 2240 v. Chr.) war einer der mythischen Urkaiser der chinesischen Kultur. Geboren als Yao Chonghua (姚重華), war er auch als Youyu-shi (有虞氏), Großer Shun (大舜) und Yu Shun (虞舜) bekannt. Konfuzius galt er als Muster für Rechtschaffenheit und Tugend.

Gemäß der Legende sei Shun einer einfachen Familie aus Ostchina entstammt. Sein Vater und seine Stiefmutter gingen lieblos mit ihm um und bevorzugten seinen jüngeren Stiefbruder; dennoch erwies er ihnen gegenüber den nötigen Respekt. Ferner entging er auf wundersame Weise mehreren von seinen Eltern und seinem Stiefbruder verübten Tötungsversuchen. Er war sehr arbeitsam, bestellte den Acker, widmete sich dem Fischfang und übte auch das Töpferhandwerk aus. Vögel sollen ihm beim Jäten seines Reisfeldes geholfen haben.[1][2]

Von Shuns tugendhafter Lebensführung erfuhr sogar Kaiser Yao, der ihn mit seinen beiden Töchtern Ehuang und Nüying vermählte und ihn unter Umgehung seines eigenen Sohns als würdigeren Nachfolger aufbaute. So war Shun lange Zeit der Stellvertreter Yaos und übernahm schließlich den Thron. Er übte seine Herrschaft vorbildhaft aus, reformierte das Kalenderwesen, Maße und Gewichte, regulierte die Wasserwege, führte mildere Strafen ein und teilte das Reich in zwölf Provinzen ein. Der Sage nach starb er in hohem Alter, nachdem er seine Macht an den ihm am tüchtigsten erscheinenden Untertanen, seinen Ersten Minister Yu den Großen, übergeben hatte.[1] [2] Seine Hauptstadt lag in Puban (蒲阪, heute in Shanxi).

Siehe auch: Chinesische Mythologie

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Shun, in: Helmut Freydank et al. (Hrsg.): Lexikon Alter Orient, VMA-Verlag, Wiesbaden 1997, ISBN 3-928127-40-3, S. 397.
  2. a b Shun in der Encyclopædia Britannica online
Vorgänger Amt Nachfolger
Yao König von China
23. Jhdt. v. Chr.
Yu der Große