Sibirische Fiederspiere

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Sibirische Fiederspiere
Sibirische Fiederspiere (Sorbaria sorbifolia)

Sibirische Fiederspiere (Sorbaria sorbifolia)

Systematik
Eurosiden I
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Unterfamilie: Spiraeoideae
Gattung: Fiederspieren (Sorbaria)
Art: Sibirische Fiederspiere
Wissenschaftlicher Name
Sorbaria sorbifolia
(L.) A.Br.

Die Sibirische Fiederspiere (Sorbaria sorbifolia, Syn.: Spiraea sorbifolia), auch Gewöhnliche Fiederspiere, Ebereschenblättrige Fiederspiere oder meist Ebereschen-Fiederspiere[1] genannt, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie stammt ursprünglich aus dem nördlichen Sibirien.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zweig mit gefiederten Laubblättern und Blütenstand

Die Sibirische Fiederspiere wächst als aufrechter Strauch, der Wuchshöhen von bis zu 3 Metern erreicht. Er besitzt aufrechte oder aufsteigende Zweige. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert und bis zu 25 Zentimeter lang. Die Blattspreite ist unpaarig gefiedert mit 9 bis 25 Fiederblättchen. Die lanzettlichen Fiederblättchen haben eine Länge von 5 bis 10 Zentimetern, ein lang zugespitztes oberes Ende und einen doppelt gesägten Rand. Die kahlen oder nahezu kahlen Fiederblättchen besitzen 20 Paar Seitennerven.

Die zwittrigen Blüten stehen in einem 10 bis 35 Zentimeter langen sowie bis zu 15 Zentimeter breiten rispigen Blütenstand zusammen. Die Blütenkronblätter sind bis zu 4 Millimeter lang. Jede Blüte enthält 20 bis 45 bis zu 8 Millimeter lange Staubblätter. Die Griffel sind endständig am Fruchtblatt angewachsen.

An den aufrechten Fruchtstielen stehen bis 5,5 Millimeter lange, kurz behaarte Früchte. Die Griffelreste sind zurückgekrümmt und bis zu 3,5 Millimeter lang.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.[2]

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sibirische Fiederspiere stammt ursprünglich aus dem nördlichen Sibirien.

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sibirische Fiederspiere wird in den gemäßigten Breiten verhältnismäßig selten als Zierpflanze angepflanzt, weil ihre kleinen Blüten trotz langer Blütenstände nicht richtig zur Geltung kommen. Zudem neigt die Sibirische Fiederspiere wegen ihrer Ausläufer zum Verwildern. Sie eignet sich daher am ehesten als Unterwuchs unter hohen, lichten Bäumen in weiträumigen Parks. Die Sibirische Fiederspiere stellt keine besonderen Bodenansprüche. Sie erträgt zeitweilige Trockenheit, kümmert aber etwas auf staunassen, wenig durchlüfteten Böden. Sie gedeiht sowohl bei voller Sonneneinstrahlung als auch im Halbschatten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Gehölze. Bestimmung, Herkunft und Lebensbereiche, Eigenschaften und Verwendung (= Gartenflora. Band 1). Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2006, ISBN 3-8001-3479-9.
  • Joachim Mayer, Heinz-Werner Schwegler: Welcher Baum ist das?. Kosmos Naturführer.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ebereschen-Fiederspiere. In: FloraWeb.de.
  2. Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. Seite 500.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sibirische Fiederspiere (Sorbaria sorbifolia) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien