Sigrid Fridman

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Nicht zu verwechseln mit, Sigrid Friedmann.
Fridman mit der Statue Kentaur

Sigrid Karolina Sofia Fridman (* 23. November 1879 in Haparanda; † 8. Januar 1963 in Stockholm) war eine schwedische Bildhauerin.[1]

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fridman ließ sich anfänglich zur Krankengymnastin ausbilden. In diesem Beruf war sie eine Zeit lang in London tätig. Sie besuchte ein Bildhauer-Atelier in der Stadt, nachdem ihr Kunstinteresse geweckt war. Im Jahr 1912 siedelte sie nach Paris über, wo sie an der Académie de la Grande Chaumière bei Antoine Bourdelle studierte. Nach ihrer Rückkehr nach Schweden schuf sie zu Beginn der 1920er Jahre verschiedene Tierskulpturen für Institutionen in Göteborg, unter anderem ein Seepferd und ein Walross für ein Versicherungsunternehmen sowie einen Pinguinbrunnen für das Naturkundemuseum.[1]

Später ließ sie sich in Stockholm nieder, wo eines ihrer wichtigsten Werke entstand, der Kentaur. Hier traf Fridman der Neid ihrer männlichen Kollegen und die Ablehnung durch männliche Kritiker. Die vorgesehene Platzierung des Kentaur auf dem Norrmalmstorg kam 1928 nicht zustande. Erst 1939 fand sich eine Stelle auf einem Hügel neben dem Observatorium. Zu Lebzeiten wurden auch ihre Darstellungen von Persönlichkeiten der Frauenrechtsbewegung, wie Fredrika Bremer und Ellen Key verrissen.[2] Erst nach ihrem Tode erhielten ihre Arbeiten die gebührende Würdigung. Im schwedischen biografischen Lexikon wird ihr Stil als „klare, kraftvolle Modellierung ganz im Geiste von Bourdelle“ beschrieben und ihren Personendarstellungen eine große Detailtreue zugeschrieben.[1]

Sigrid Fridman unternahm bis 1947 mehrere Studienreisen ins europäische Ausland. Sie nahm an Ausstellungen in Kopenhagen, Paris, Wien, Helsinki und in ihrem Heimatland teil.[1]

Bildgalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Gunilla Karlsson: Sigrid C S Fridman. In: Svenskt biografiskt lexikon. Band 16, 1966, S. 512 (schwedisch, Sigrid C S Fridman).
  2. BW: Sigrid Fridman. Sällskapet Nya Idun, abgerufen am 10. Dezember 2016 (schw.).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Sigrid Fridman – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien