Sketchnotes

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Sketchnotes setzt sich zusammen aus Sketch (engl.: Skizze) und Note (engl.: Notiz von lat. notitia 'Kenntnis, Nachricht') sind Notizen, die aus Text, Bild und Strukturen bestehen. Den Prozess der Erstellung nennt man sketchnoting oder visual note taking. Häufig werden sie als Alternative zur konventionellen Mitschrift angefertigt. Im Gegensatz zu Texten sind Sketchnotes nur selten linear strukturiert. Die Hierarchie der Inhalte wird durch die Art der Visualisierung bestimmt.[1]

Sketchnote was beim Schreiben von Wikipedia Artikeln zu beachten ist.

Zweck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie erfüllen die Aufgabe, die Inhalte verständlicher zu machen und sollen dazu beitragen sich besser an die Übermittelten Informationen erinnern zu können (s. auch Mnemotechnische Mentalfaktoren). Ähnlich wie ein Scribble können Sketchnotes auch bei der Entwicklung neuer Inhalte/Ideen eingesetzt werden. Weiterhin dienen sie der Reflexion, der Vernetzung mit dem eigenen Vorwissen und dem Üben von Visualisierungstechniken. Sketchnotes erleichtern einen Austausch über das jeweilige Thema.[2]

Ursprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Twttr sketch-Dorsey-2006 Entwicklung der ersten Entwürfe für den Microblogging-Dienst Twitter in Form von Sketchnotes

Sketchnotes sind im Prinzip uralt. Bei großzügiger Auslegung des Begriffs könnte man auch Höhlenmalerei oder Zeichnungen von Leonardo Da Vinci, wie z. B. Fötus in der Gebärmutter, oder den Orbis sensualium pictus als Sketchnote bezeichnen. Durch die Gestaltung von Interfaces im IT-Bereich ist der Bekanntheitsgrad von Sketching erneut gestiegen bzw. hat sich als Begriff etabliert.[3]. So z. B. bei der Entwicklung von Twitter.

Die Gestaltung der eigenen Unterrichtsaufzeichnungen, z. B. im College-Block, besteht häufig aus Sachtexten und Grafiken. Darüber hinaus werden sie oft mit Kritzeleien vollgemalt, die in der Regel Ausdruck von Langeweile sind und inhaltlich kaum in Bezug zum Thema stehen. Sketchnotes sollen die Ersteller animieren, ihre visuelle Ausdruckskraft so zu kanalisieren, dass durch das Malen keine Entfernung von Inhalten stattfindet, sondern eine verstärkte Auseinandersetzung mit diesen hervorgerufen wird.

Erstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Erstellung von Sketchnotes werden meist Kugelschreiber, Marker oder Bleistifte auf Papier genutzt. Mittlerweile werden Sketchnotes aber auch häufig auf Tablet Computern erstellt, weil so unbegrenzt Papier, Farben und Stiftvarianten zur Verfügung stehen. Außerdem liegen die Ergebnisse direkt in digitaler Form vor und lassen sich so leicht distribuieren. Bei Konferenzen werden diese Sketchnotes oft über Twitter oder Blogs verbreitet indem sie mit den entsprechenden Tags bzw. Hashtags versehen werden.

Literatur zum Thema[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sketchnotes 2009/2010, Lamm, Eva-Lotta, 2011
  • Sketchnotes 2011, Lamm, Eva-Lotta, 2012
  • The Back of the Napkin: Solving Problems and Selling Ideas with Pictures, Roam, Dan, 2008
  • The Sketchnote Handbook: the illustrated guide to visual notetaking, Rohde, Mike, 2012 (Erscheint im Dezember)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. sketchnotes.de
  2. Marquardt, N. and Greenberg, S. (2012) 
Sketchnotes for Visual Thinking in HCI. In Proc. ACM Conference on Human Factors in Computing Systems: CHI Workshop on Visual Thinking and Digital Imagery. (Workshop held at the ACM CHI Conference), 5 Pages, May.
  3. 50 Sketching Resources for User Experience Designers