Small Town Murder Songs

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Filmdaten
Deutscher TitelSmall Town Murder Songs
OriginaltitelSmall Town Murder Songs
ProduktionslandKanada
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2010
Länge76 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
Stab
RegieEd Gass-Donnelly
DrehbuchEd Gass-Donnelly
ProduktionEd Gass-Donnelly,
Lee Kim
MusikBruce Peninsula
KameraBrendan Steacy
SchnittEd Gass-Donnelly
Besetzung

Small Town Murder Songs, auch als Small Town Murder Scenes[2] bekannt, ist ein kanadischer Kriminalfilm von Ed Gass-Donnelly, der auch das Drehbuch schrieb, aus dem Jahr 2010. Neben ihm wurde der Film von Lee Kim produziert. Die Premiere des Films fand am 14. September 2010 auf dem Toronto International Film Festival statt.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Walter ist Polizeichef einer kleinen Stadt in der kanadischen Provinz Ontario. Plötzlich gilt es dort einen Mordfall zu lösen: Eine schöne, junge Frau wurde nackt am Ufer des nahe gelegen Sees gefunden. Niemand kennt die Tote, und Walter bemüht sich, dem den Fall übernehmenden Kriminalpolizisten Washington aus London mit vollem Einsatz zu helfen. Zusätzlich hat er seine Stimmungsschwankungen zu verarbeiten, denn hinter ihm liegt eine Zeit, in der er ein gefürchteter Schläger gewesen war, die er aber mit Hilfe eines Geistlichen der ortsansässigen Mennoniten überwunden glaubt.

Durch die Stimmenanalyse des bei der örtlichen Polizei eingegangenen anonymen Notrufs, der auf die Leiche hinweist, erkennen zwei der Beamten, darunter auch Walter, die Stimme von Rita. Ein Hauptverdächtiger, Steve, ist schnell gefunden, doch seine Freundin Rita gibt ihm ein Alibi. Walter gerät in eine Zwickmühle, denn er und Rita hatten eine gemeinsame Vergangenheit, die auch dem ermittelnden Beamten Washington nicht verborgen bleibt. Er suspendiert Walter von dem Fall. Als sich herausstellt, dass das Alibi falsch ist, weil Steve sich vor der Tatzeit nicht bei Rita, sondern zeitweise in einem entfernten Vergnügungslokal befand, wo er das spätere Opfer, die dort als Tänzerin arbeitete, kennengelernt haben könnte, und sie somit bei ihrer Aussage gelogen hat, steht Walter vor einer schweren Entscheidung. Er provoziert beide so lange, dabei auch wieder gewalttätig werdend, bis Rita ihre Aussage widerruft und Steve verhaftet wird.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Small Town Murder Songs wurde am Conestogosee in der Regional Municipality of Waterloo, in Listowel und Palmerston in Ontario gedreht.[3]

Christliche Motive mit immer wieder eingeblendeten Zitaten aus der Bibel und die Musik spielen im Film eine große Rolle, wobei auch die Musik christliche Motive aufgreift und oft an religiöse Chorgesänge erinnert. Der Evangelische Pressedienst bemerkt die Rolle der Musik: „[...] ein vielschichtiger Film: Sittenbild, Charakterstudie, Musikvideo und Krimi zugleich“.[4] Sie stammt hauptsächlich von der Band Bruce Peninsula, aber auch von Mark Revell, Diane Warren, Henegar Union Sacred Harp Convention, Damian Criswell; das Lied „What a Friend We Have in Jesus“ wird als Originalton vorgetragen von der Mennoniten-Gemeinde.[5]

Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2011 wurde bekanntgegeben, dass Monterey Media die Rechte an dem Film in den Vereinigten Staaten erwarb.[6] Die Uraufführung fand am 26. Mai 2011 im O-Cinema im Stadtteil Wynwood in Miami, Florida statt.[7]

Die DVD-Veröffentlichung in den USA erfolgte durch Monterey Media am 19. Juli 2011.[8] Der deutsche Kinostart war am 28. Juni 2012,[9] ehe er am 16. November 2012 in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln auf DVD erschien.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film erhielt überwiegend positive Bewertungen.

„Die dumpfen Trommeln einer unheilvollen, vergangenen Tat tönen zu laut, als dass Kleinstadtpolizist Walter sie aus seinen Gedanken verbannen könnte. Von mit sich selbst hadernden Gesetzeshütern wurde schon oft erzählt – von der katholischen Strenge eines Abel Ferrara (‚Bad Lieutenant‘) über die psychologische Differenzierung eines Christopher Nolan (‚Insomnia – Schlaflos‘) bis zum Gewalttäter-Porträt eines Oren Moverman (‚Rampart‘). Regisseur Ed Gass-Donnelly (‚This Beautiful City‘) weiß dem bekannten Sujet in ‚Small Town Murder Songs‘ dann aber tatsächlich doch noch neue Aspekte abzugewinnen. Das von einem treibenden Folk-Soundtrack dominierte Drama erweist sich als geerdete Charakterstudie eines gebrochenen Mannes im tiefreligiösen Ontario.“

Ulf Lepelmeier auf Filmstarts.de[10]

Die Kritik-basierte Website Rotten Tomatoes wertete den Film mit 79 von 100 Prozent, basierend auf neun positiven Kritiken der Webseite mit einem Gesamtergebnis von 6,1/10 Punkten.[11]

Stephen Cole von The Globe and Mail verfasste eine folgende, positive Bewertung:

„STMS wertet den Film, als ein Ontario-gothisches, finsteres Werk (original: ‚STMS succeeds as an Ontario Gothic mood piece‘).[12]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Santa Catalina Film Festival 2011: bester Spielfilm[13]
  • Whistler International Film Festival 2010: beste Schauspielerin für Martha Plimpton[14]
  • Torino International Film Festival 2010: Fipresci Critic’s Preis als bester Film
  • Phoenix Film Festival 2011: Welt-Kino-Regisseur für Ed Gass-Donnelly[15]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Small Town Murder Songs. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Juni 2012 (PDF; Prüf­nummer: 133 501 K).
  2. Small Town Murder Songs in der Internet Movie Database (englisch)
  3. Drehorte
  4. Zitiert nach der Sendungsseite von Rundfunk Berlin-Brandenburg, bei dem der Film am 24. September 2015 um 0.40 Uhr ausgestrahlt wurde.
  5. Small Town Murder Songs, der originale Soundtrack und Small Town Murder Songs, der Soundtrack in der IMDb
  6. Rechte des Films
  7. Uraufführung
  8. Veröffentlichung der DVD
  9. Veröffentlichung in Deutschland
  10. Redaktionskritik auf Filmstarts.de
  11. Rezensionen von Rotten Tomatoes
  12. Kritik von Stephen Cole
  13. Gewinner des Santa Catalina Film Festivals
  14. Gewinner des Whister Film Festivals
  15. Gewinner des Phoenix Film Festivals